Öffentliche Veranstaltungsreihe Sommersemester 2024

Demografischer Wandel - Generationen im Dialog

In Deutschland ist heute jeder zweite Mensch älter als 45 Jahre! Damit ist in den nächsten zwei Jahrzehnten ein Anstieg der Senior:innenzahl vorgezeichnet, gleichzeitig gibt es weniger Menschen im Erwerbsalter. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Werden die Bedürfnisse junger Menschen gehört? Was kommt auf uns zu und wie halten wir zusammen?

Ein Austausch zwischen Jung und Alt, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten! Seien Sie dabei, wir freuen uns auf Sie!

Die Teilnahme ist kostenlos und mit Anmeldung möglich.

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Programm

15. April 2024: Pflege – Familie – Gesellschaft: Der unsichtbare Alltag pflegebedürftiger Menschen und ihrer Familien

18:00 Uhr Vortrag und Diskussion
Online und vor Ort Hochschule Esslingen, Campus Stadtmitte, Kanalstr. 33, Gebäude 1, Senatssaal, Raum S 01.021

Krankheit und Pflegebedürftigkeit sind Lebenskrisen existentieller Natur, die die Betroffenen oftmals dazu zwingen, das Leben zu verändern, Alltag und seine Routinen neu zu definieren, Lebenspläne zu ändern und letztlich oft auch lernen, mit Einschränkungen, mit (chronischen) Schmerzen, mit Mobilitätseinschränkungen und den damit verbundenen Folgen, mit Hilfsmittel und Medikamenten und mit einer Angewiesenheit auf andere Menschen zu leben. Krankheit und Pflegebedürftigkeit sind Lebenskrisen, die für die Betroffenen und ihre An- und Zugehörigen starke Auswirkungen auf die Beziehungsgestaltung haben und neue Heraus- und Anforderungen für und an das Miteinander stellen. Angewiesenheit ist dabei ein zentrales Moment. Die Mehrheit der pflegebedürftigen Menschen wird zuhause vom größten Pflegedienst Deutschlands, der Familie, gepflegt. Unterstützt werden die Familien dabei durch verschiedene Angebote wie ambulante Pflegedienste, Menüdienste, hauswirtschaftliche Dienst und einige weitere Dienste. Ziel des Vortrags ist es, die Lage von zuhause lebenden pflegebedürftigen Menschen und ihren An-und Zugehörigen aus pflegewissenschaftlicher Perspektive darzustellen und dabei aufzuzeigen, welche Herausforderungen bewältigt werden bzw. auch manchmal nicht bewältigt werden können. Im Rahmen des Vortrags stehen Raum und Zeit für eine gemeinsame Analyse und Diskussion der unterschiedlichen Lösungsperspektiven zur Verfügung.

Referentin: Prof. Dr. rer. cur. Dipl.- Kfr. Astrid Elsbernd

Prof. Dr. Astrid Elsbernd ist Professorin für Pflegewissenschaft an der Hochschule Esslingen, Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege und war langjährig Dekanin der Fakultät. Sie ist Krankenschwester mit klinischer Expertise im Bereich der Chirurgie und Onkologie. Sie wirkt ehrenamtlich in vielen Gremien der Fachdisziplin, Berufspolitik und Pflegepraxis mit. Aktuell ist sie externes Mitglied der Enquetekommission „Krisenfeste Gesellschaft“ des Landtags Baden-Württemberg. Prof. Dr. Elsbernd lehrt insbesondere in den Schwerpunkten Pflegetheorien und -konzepte, Methoden und Verfahren der Qualitätsentwicklung und Pflegeforschung.

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24. April 2024: Von Generation Z lernen

18:00 Uhr Talk und Workshop
FeMentor Gründerin Anastasia Barner und Journalistin Adrienne Braun

Online und vor Ort Hochschule Esslingen, Campus Stadtmitte, Kanalstr. 33, Gebäude 1, Senatssaal, Raum S 01.021

Generation Z - hier kommt sie zu Wort! Kulturjournalistin Adrienne Braun im Gespräch mit Anastasia Barner, einer der jüngsten Gründerinnen Deutschlands über ihre Generation und was Ältere von ihr lernen können! Und damit das nicht Theorie bleibt, gibt es gleich einen Workshop dazu:

Von der Generation Z lernen - Reverse Mentoring
Beim klassischen Mentoring gibt es ein Gefälle zwischen Mentor und Mentee, die jüngere Person erhält einen Zugang zu Wissen, doch die erfahrene Person geht leer aus. Reverse Mentoring setzt genau hier an. Durch einen generationsübergreifenden Austausch lernen beide Personen auf Augenhöhe voneinander - unabhängig vom Alter. Was Reverse Mentoring bedeutet, wie wir es in unseren Alltag und für den Beruf umsetzen können, erfahren wir in dem Workshop von Anastasia Barner, Gründerin der ersten Reverse Mentoring Plattform in Europa und Vertreterin der Generation

 

Talkpartnerin:
Anastasia Barner
, Autorin von „(Ge)Gründet - Start-Up-Szene Uncovered“, ist eine der jüngsten Gründerinnen Deutschland und seit 4 Jahren etabliert in der Startup Welt. Anastasia gilt als Stimme der Gen Z und ist TEDx Speakerin.
Sie rief "FeMentor" die erste Reverse Mentoring Plattform in Europa ins Leben und war parallel das internationale TikTok Gesicht der Deutschen Welle. Heute steht sie als Expertin und Moderatorin auf zahlreichen Bühnen und spricht über Social Media, Generation Z und Startups.

 

 

 

 

Moderatorin:
Adrienne Braun
ist Kulturjournalistin und Autorin in Stuttgart und schreibt für die Stuttgarter Zeitung, das Kunstmagazin ART u.a. Sie moderiert Kulturveranstaltungen und hat mehrere Bücher veröffentlicht zu Stuttgart oder erfolgreichen historischen Frauen aus Baden-Württemberg. Sie ist aber auch seit vielen Jahren Kolumnistin und mit ihren Kolumnenprogrammen auf der Bühne unterwegs.

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6. Mai 2024: "Demenz-Partner" - Menschen mit Demenz verstehen

17:30 Uhr Online-Kurs
Demenz geht uns alle an. Das zeigt allein schon die Zahl von aktuell 1,8 Mio. Menschen mit Demenz, die sich in den kommenden Jahren noch weiter erhöhen wird. Damit sind große Herausforderungen verbunden – für die Betroffenen und ihre Angehörigen, Freunde und Nachbarn, aber auch für Kommunen und unsere Gesellschaft als Ganze.

Was genau ist eigentlich „Demenz“, gibt es einen Unterschied zur Alzheimer-Krankheit? Wie viel Vergesslichkeit ist normal? Kann ich vorbeugen? Wie geht es Menschen mit einer Demenz und ihren Angehörigen und was kann jeder Einzelne tun? Und vor allem: Wie können wir mit Menschen mit Demenz in Kontakt treten, so dass Begegnung und Teilhabe gelingen?

Das Seminar ist Teil der bundesweiten Aufklärungsinitiative „Demenz-Partner“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Im Anschluss haben Teilnehmende die Möglichkeit, eine Demenz-Partner-Urkunde zu erhalten.

Referentin:
Ute Hauser ist Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. | Selbsthilfe Demenz. Als Krankenschwester, Dipl. Pflegewirtin und Sozialwirtin engagiert sie sich seit über 20 Jahren in der Demenz-Selbsthilfe für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

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10. Juni 2024: Generationengerechtigkeit oder politische Marginalisierung der Jugend und ihrer Interessen?

18:00 Uhr Vortrag und Diskussion
Online und vor Ort Hochschule Esslingen, Campus Stadtmitte, Kanalstr. 33, Gebäude 1, Senatssaal, Raum S 01.021

In Deutschland sind mehr als 12 Millionen Menschen heute zwischen 55 und 65 Jahre alt. Es sind die geburtenstärksten Jahrgänge der Nachkriegszeit, die eine Generation bilden, die meist Babyboomer genannt werden. Die nachrückenden Jahrgänge sind deutlich weniger bevölkerungsstark. Wenn die Babyboomer in den Ruhestand gehen, dann steht das umlagefinanzierte Rentensystem vor seiner bisher größten Krise. Die Frage ist, ob die Politik dann das Durchhaltevermögen aufbringt, notwendige Reformen im Rentensystem (Erwerbstätigenversicherung, aber auch Begrenzung der Kosten, die die Jüngeren für die Älteren zahlen). Denn die Babyboomer (und die noch älteren Jahrgänge) sind auch Wähler:innen. Derzeit sind 70 von 736 Abgeordneten (9,51 Prozent) unter 35 Jahren alt. Der Anteil der 18- bis 35-Jährigen an der gesamten Bevölkerung liegt jedoch bei rund 20 Prozent. Die Jüngeren haben nicht nur bei der Altersversorgung, sondern auch beim Klimawandel andere Interessen als die Älteren. Droht uns eine Gerontokratie?

Referent:
Jörg Tremmel studierte Betriebswirtschaftslehre an der EBS Universtität für Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel und der FernUniverstität Hagen und schloss als Diplom-Kaufmann ab. Außerdem studierte er Politikwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universtität Frankfurt am Main und schloss ebenfalls mit dem Diplom ab. Er promovierte zum Dr. rer. pol. an der Universtität Stuttgart und zum Dr. phil. an der Universtität Düsseldorf. Er war Fellow an der London School of Economics and Political Science in England und Juniorprofessor für Generationengerechte Politik am Institut für Politikwissenschaft der Eberhard Karls Universtität Tübingen. Jörg Tremmel ist außerplanmäßiger Professor am Institut für Politikwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen und Vorstandsmitglied der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen.

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24. Juni 2024: Renten Perspektiven – Gemeinsam in die Zukunft schauen

18:00 Uhr Talk und Diskussion
Prof. Dr. rer. pol. Marlene Haupt, Hochschule Ravensburg-Weingarten,
Moderation Dr. Nabil Atassi, SWR 1 Leute
Online und vor Ort Hochschule Esslingen, Campus Stadtmitte, Kanalstr. 33, Gebäude 1, Senatssaal, Raum S 01.021

Wer soll die Renten zukünftig bezahlen? Wie lange werden wir arbeiten? Wie kann das Rentensystem generationengerecht gestaltet werden? Wie kann Altersarmut vermieden werden? Welche Flexibilitätsmaßnahmen können eingeführt werden, um unterschiedlichen Lebensentwürfen gerecht zu werden? Wie können ältere Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden? Welche Rolle spielen private Vorsorgemaßnahmen? Der demografische Wandel stellt uns vor Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, um eine gemeinsame Zukunft zu gestalten, die niemanden aus dem Blick lässt.

Talkpartnerin:
Prof Dr. rer. pol Marlene Haupt ist Professorin für das Lehrgebiet Sozialwirtschaft und Sozialpolitik an der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Sie wurde an der Universität Koblenz-Landau mit einer Arbeit zur "Konsumentensouveränität im Bereich privater Altersvorsorge: Informationen und Institutionen" zum Dr. rer. pol. promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen soziale Ungleichheit und Sozialpolitik (Alterssicherung und Gesundheit), Versorgungsforschung (Gendermedizin und Methoden zur Nutzung versorgungsnaher Daten), Vergleichende Wohlfahrtstaatenforschung (Skandinavien). 2023 war sie Mitglied der „Fokusgruppe private Altersvorsorge“ des Bundesfinanzministeriums.

 

Moderator:
Dr. Nabil Atassi ist Arzt, Journalist und Moderator. Seit 2021 ist er Moderator der Gesprächssendung SWR1 „Leute“, seine Interviewführung ist renommiert, 2022 erhielt er den Deutschen Radiopreis in der Kategorie „Bestes Interview“. Durch seine journalistische Finesse werden komplexe Themen inhaltlich spannend und verständlich beleuchtet.

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