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Vertrieb in Zeiten von Corona

Hochschule - Studium - Fakultäten

Nichts bleibt, wie es war: Wie sich die Aktivitäten im Bereich Marketing und Vertrieb verändert haben, haben Experten beim Hochschultag in Göppingen diskutiert

Wie haben sich die Aktivitäten in Marketing und Vertrieb durch die Corona-Pandemie verändert? Das hat Professor Dr. Rainer Elste beim Hochschultag am Campus Göppingen der Hochschule Esslingen jüngst gefragt – und zu einem Symposium internationale Experten eingeladen. In Impulsvorträgen haben die Referenten die Situation und ihre Erfahrungen in ihren jeweiligen Branchen beleuchtet.

So zum Beispiel Christian Oltscher, CSO des Profi-Elektrowerkzeugherstellers Festool. Er fragte provokant, warum es immer Druck von außen brauche, um etwas zu verändern: „Auf einmal ging vieles dann doch digital.“ Auch die Informationen für erklärungsbedürftige Produkte mussten so den Weg zum Kunden schaffen – und sie kamen an.

Dr. Arno Lippert, CEO der Marussia Beverages Holding aus der Schweiz, berichtete davon, dass sich das Konsumentenverhalten in seiner Branche massiv geändert habe. Das Unternehmen vertreibt namhafte Marken im Spirituosenbereich. Erst langsam komme wieder etwas Normalität in den Genussmittelsektor – vor allem im Gastronomiebereich. Wie in zahlreichen anderen Branchen ist auch für den Konzern der D2C-Vertrieb immer wichtiger geworden. Digitale Maßnahmen, die bereits in den Planungen steckten, seien durch Corona beschleunigt worden. So ist nicht nur für den Hofladen nebenan, sondern eben auch für die Großen im Markt der Direktvertrieb an den Kunden immer bedeutender geworden.

Eventbranche und Messeveranstalter massiv von Corona betroffen

Von den Corona-Bestimmungen massiv betroffen waren auch die Eventbranche und die Messeveranstalter – und damit auch die Dienstleister wie der Messebauer Creative Gestaltung. Deren CEO Alexander Kirchgessner berichtete, wie sich das Unternehmen in den vergangenen Monaten noch breiter aufgestellt habe. Seine Erwartung: „Es wird weniger Messen geben, dafür aber hochwertigere.“ Noch seien die Unternehmen durch die Erfahrungen der vergangenen Monate verhalten und sehr vorsichtig, was die Buchung von Messeständen angehe – die Unsicherheit sei nach wie vor groß.

Ist eine digitale Messe eine Alternative? Das kann sie sein – sie sei aber kein Allzweckwerkzeug, berichtete Erich Wolf vom Software-Entwickler Aldinger+Wolf. Sein Unternehmen hat sich nicht erst in den vergangenen Monaten einen Namen in der virtuellen Präsentation von Produkten und virtuellen Veranstaltungen gemacht – die Nachfrage ist aber gestiegen. Der Experte wusste aber: „Ein Unternehmen muss genau verstehen, was es auf einer digitalen Messe erreichen wolle und wie man sich entsprechend positioniert.“

Hybrid ist das neue Normal

Professor Dr. Rainer Elste fasste zusammen: „Wie zu erwarten: Nichts bleibt, so wie es war. Hybrid ist beispielsweise das neue Normal. Dennoch muss man die Prognosen natürlich nach Branchen differenzieren. Es gab Corona-Gewinner, die sich auf ein Abflauen ihrer Branchenkonjunktur einstellen und Verlierer, die auf eine allmähliche Normalisierung etwa in der Gastronomie hoffen. Einige Formate wie Konzerte und Messen jedoch werden sich auch auf längere Sicht nicht normalisieren, sondern müssen ihren Charakter ändern.“

Weitere Informationen

Der Hochschultag Marketing und Vertrieb am Campus Göppingen ist eine Veranstaltung der Hochschule Esslingen, der Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen sowie der IHK Bezirkskammer Göppingen in Kooperation mit dem Marketingclub Stuttgart-Heilbronn.

Fakultät Wirtschaft und Technik

Persönliche Seite von Prof. Dr. Rainer Elste

Pressefoto Hochschultag Marketing und Vertrieb

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