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Urban Farming für die Wohnung

Hochschule Studium Fakultäten

Mit dem „Smart-Hydro-Grow-System“ haben Studierende der Hochschule Esslingen eine nachhaltige Möglichkeit zur einfachen und ressourcensparenden Pflanzenzucht für zuhause geschaffen. Nicht nur in einem Tiny-House macht dies Sinn.

 

Gärtnern ohne Garten: Studierende am Campus Göppingen der Hochschule Esslingen haben einen Protoypen einer smarten Hyproponik für die Wohnung entwickelt. Hyproponik ist ein Verfahren zur Kultivierung von Pflanzen ohne Erde in einer wässrigen Nährflüssigkeit – eine Form der klassischen Hydrokultur.

Im Großanbau werden solche Systeme aufgrund der hohen Erträge schon häufig eingesetzt. So werden etwa 75 Prozent der europäischen Tomatenproduktion mithilfe dieser Systeme produziert, auch bei der Salatherstellung konnte der Ertrag bei geringerem Wasserverbrauchs gesteigert so werden.

Das System ist intelligent

Der Clou des Studierenden-Konzept: "Das System ist intelligent. Es vereint eine einfache Bedienung, Livewerte und Bildübertragung, Regelung durch eine smarte Sensorik – mit eigener Benutzeroberfläche per WLAN - und gleichzeitig die Optimierung des Pflanzwachstums durch ein effizientes Design unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit", erläutert Prof. Dr. Ulrich Nepustil.

Das Wasser beispielsweise muss nicht gewechselt werden und wird lediglich mit Leitungswasser oder Regenwasser aufgefüllt, wodurch keine Chemikalien in das Abwasser gelangen und jedem mit einem Strom- und Wasseranschluss die Möglichkeit bietet, das System zu nutzen.

Das auch beim Materialbedarf ressourcenschonende Konzept spart im Vergleich zur herkömmlichen Pflanzenzucht zudem rund 70 Prozent Wasser.

Lebensqualität verbessern

Durch den hohen Automatisierungsgrad wird das Konzept des Ambient-Assisted-Living miteingebracht, und kann so zum Beispiel ältere Personen oder Menschen mit Unterstützungsbedarf im Alltag dennoch die Freude an der Pflanzenzucht geben. Aber auch, wer einen nicht so grünen Daumen hat, kann sich von dem System helfen lassen.

Nicht nur die Lebensqualität kann durch das Smart-Hydro-Grow-System erhöht werden, sondern auch die Lebensmittelqualität. Da in den Systemen kaum Pestizide, Herbizide oder Insektizide angewandt werden, können natürliche Feinde eingesetzt werden, um Pflanzenkrankheiten und Schädlingen entgegenzuwirken. Zwar ist nicht jede Pflanze dafür geeignet in ein Hydroponik-System eingesetzt zu werden, dennoch gibt es eine Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten, wie nicht zu hochwachsende Salate, Kohl oder Kräuter.

Erdbeeren oder Heidelbeeren, die vertikal wachsen

Auch eine Bepflanzung mit Erdbeeren, Heidelbeeren und weiteren Obst- und Gemüsesorten für das Vertical-Gardening ist möglich. Lediglich die Wachstumsbedingungen der Pflanzen, die gemeinsam ins System gepflanzt werden, sollten übereinstimmen.

Auf einer Grundfläche von weniger als einem Quadratmeter lassen sich durch die vertikale Anordnung bis zu 48 Pflanzen gleichzeitig anbauen. Durch diesen geringen Platzbedarf lässt sich dieses System beispielsweise optimal in ein Tiny-House integrieren und das Konzept des Urban-Farming realisieren.

Weitere Informationen

Fakultät Wirtschaft und Technik am Campus Göppingen

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Christiane Rathmann
M.A. Christiane Rathmann