Umweltminister zu Gast an der Hochschule

Hochschule Studium

Die Chancen und Herausforderungen einer zukünftigen Klimaschutzpolitik standen am Mittwochabend im Mittelpunkt des letzten Vortrags in der Veranstaltungsreihe „Klimawandel – ist die Welt noch zu retten?“.

Zu Gast war Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg. In seinem Vortrag sprach er vor rund 150 Zuhörerinnen und Zuhörern an der Hochschule Esslingen über die Zukunft der Klimapolitik, die sich an einem Scheideweg befindet. Enttäuscht zeigte er sich von den Ergebnissen der Klimakonferenz in Madrid, auch das von der Bundesregierung beschlossene Klimapaket geht ihm nicht weit genug: „Hier hätte ich mir mehr Entschlossenheit und Mut gewünscht.“

Hoffnung hat er trotzdem, denn viele haben erkannt, dass mehr getan werden muss. Beispielsweise die „Under2 Coalition“, in der sich weltweit Bundesstaaten, Länder, Regionen und Kommunen zusammengeschlossen haben, die sich eine ehrgeizige Klimaschutzpolitik zum gemeinsamen Ziel gesetzt haben.  

Im Kampf gegen den Klimawandel werden neue Technologien eine Rolle spielen

„Gerade weil es auf nationaler Ebene nicht so vorangeht, wie es der Fall sein sollte, ist es umso wichtiger, dass wir auf subnationaler Ebene noch enger zusammenarbeiten. Im Kampf gegen den Klimawandel werden auch neue Verfahren und Technologien, zum Beispiel zur Steigerung der Energieeffizienz eine bedeutende Rolle spielen. Für die vielen innovativen Unternehmen in Baden-Württemberg ist das auch eine Chance für die Zukunft“, erklärte Franz Untersteller.

Bis zur klimaneutralen Gesellschaft in 2050 ist es noch ein weiter Weg. „Es sind ja noch 30 Jahre und man denkt wir haben noch viel Zeit. Aber keiner weiß, wann tatsächlich die Kipp-Punkte passieren. Daher sollte diese Generation alles tun, um den Klimawandel wirklich aufzuhalten“, mahnte er. Zum Abschluss des Abends appellierte er an die Zuhörerinnen und Zuhörer: „Ich habe den Eindruck jeder ist für den Klimaschutz, aber bitte nicht vor meiner Tür!“

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Christiane Rathmann
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