Künstliche Gefühle für den Kreisverkehr

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„Künstliche Gefühle“ zeigt das Modell einer Lichtinstallation, die eine Studierendengruppe der Hochschule Esslingen in Göppingen für eine Kreisverkehrsinsel entwickelt hat.

Ein Studierendenprojekt der Hochschule Esslingen am Campus Göppingen bringt eine neue Idee für die Gestaltung einer Kreisverkehrsinsel in der Göppinger Jahnstraße ins Spiel: Eine Lichtinstallation, die an die Form des Stadtlogos mit den Drei Kaiserbergen nachempfunden ist. Etwa 15 auf 6 Meter soll die markante Konstruktion später sein. Nun ist an der Hochschule ein Modell im Maßstab 1:18 entstanden, an dem sowohl der Aufbau an sich, als auch die elektrotechnische Umsetzung originalgetreu realisiert wurde.

Der Demonstrator ist voll funktionsfähig und zeigt die unterschiedlichen Lichtmuster, die vorgesehen sind. „Je nach Wetterlage kann das Licht zum Beispiel ,regnen‘ oder so hell scheinen wie die Sonne – oder ein ganz anderes Muster abspielen“, erklärt Giulia Contessa, die an der Hochschule in Göppingen Elektrotechnik studiert. Je nach Tageszeit sollen unterschiedliche Lichtbilder machbar sein. 365 LEDs sind dafür in einer Netzstruktur aufgebaut, die quasi unbegrenzte Varianten umsetzen: jede einzelne LED kann in variabler Farbe und Helligkeit leuchten. „Unterschiedliche Sensoren erkennen, wie hell es tagsüber ist, wie das Wetter ist und auch ob Fahrzeuge vorbeifahren, registrieren die kleinen Bauteile, um dann – falls gewünscht – mit Licht darauf reagieren zu können“, erklärt auch Student Tomislav Herceg.

„Künstliche Gefühle“ lautet also nicht ohne Grund der Arbeitstitel für das Kunstobjekt. Das gesamte Werk und die LED-Technik sind so gestaltet, dass trotz aller Effekte die Verkehrssicherheit gewahrt bleibt und auch die Anwohner und Tierwelt nicht von den Lichtspielen gestört werden. Auch das war Teil der Aufgabe, der sich die Studierendengruppe gestellt habe.

Die Hochschule will so sowohl die Verbundenheit zur „Mechatronik City“ Göppingen zeigen, aber auch, wie kreativ die Arbeit von Ingenieuren sein kann. „Bearbeitet wurde das Projekt bereits Anfang des Jahres in einem mechatronischen Projekt, bei dem im sechsten Semester Studierende unterschiedlicher Disziplinen eine Aufgabe erfüllen“, berichtet Professor Jürgen Minuth von der Göppinger Fakultät Mechatronik und Elektrotechnik der Hochschule Esslingen. Für die Studierenden sind diese Projekte ein wichtiger Einblick in die Arbeitsweise im späteren Arbeitsalltag und im Projektmanagement und vermittelt auch entsprechende technische Qualifikationen.

Ob das Projekt am Kreisel in der Jahnstraße tatsächlich umgesetzt werden kann steht noch in den Sternen: Auf rund 75 000 Euro schätzen die Studierenden die Kosten für das Projekt, die weitgehend durch das Engagement von Sponsoren getragen werden müssten.

Mehr über die Fakultät Mechatronik und Elektrotechnik gibt es auf der entsprechenden Seite auf der Homepage.

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Christiane Rathmann
M.A. Christiane Rathmann