Im Portfolio: 160.000 Volt

Hochschule Fakultäten Maschinenbau

HEITEC zu Gast beim Industriekolloquium der Fakultät Maschinenbau

Was hat Röntgen und Computertomographie (CT) mit den Geschäftsmodellen der HEITEC PTS GmbH zu tun? Das hat der Geschäftsführer, Christian Abt, Ende November in einem Online-Vortrag erörtert. Zum Industriekolloquium der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Esslingen konnte der Studiendekan, Prof. Dr. Alexander Friedrich, 196 Studierende und Gäste zum Thema „Wissen, was drin ist – industrielles Röntgen und CT“ begrüßen.

Die HEITEC Unternehmensgruppe steht für Industriekompetenz in Automatisierung, Digitalisierung und Elektronik. Mit technisch hochwertigen, verlässlichen und wirtschaftlichen Lösungen verhilft HEITEC über 2.000 Kunden die Produktivität zu steigern und Produkte zu optimieren. Mehr als 1.000 Mitarbeiter an zahlreichen Standorten, im In- und Ausland, gewährleisten Kundennähe und Expertenwissen,  vor allem in den Branchen: Automotive, Verpackungstechnik, Energie, Medizin, Nahrungs- und Genussmittel, Schiffbau, Luft- und Raumfahrt sowie Logistik.

Christian Abt folgte in seinem Vortrag der Historie, beginnend mit Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923), Physiker und Nobelpreisträger, und seiner „Erfindung“ der Röntgenstrahlen, also elektromagnetische Wellen oberhalb des violetten Lichts, die ionisierend sind, das heißt am lebenden Gewebe Schäden anrichten können.
Er verglich die Technologie des Röntgens mit der Computertomographie, zog analoge Schlüsse aus der Humanmedizin zur heutigen industriellen Anwendungen des Prüfens von Modulen, Maschinen und Bauteilen. Die medizinische Diagnostik ist bis heute eines der wichtigsten Anwendungsgebiete der Röntgentechnologie. Fast jeder kennt die grauen Bilder nach einem Knochenbruch. Dabei korrespondieren die hellen Stellen auf dem Bild, zum Beispiel mit Knochen, die dunklen jedoch mit weichem Gewebe. Durch die Anwendung mathematischer Rekonstruktionen lassen sich bei diesen bildgebenden Verfahren dreidimensionale Modelle und Ansichten erstellen. Röntgenstrahlen helfen aber auch bei der Werkstoffprüfung, um beispielsweise Fehlstellen in Gussteilen oder fehlerhafte Stellen in Schweißnähte aufzufinden.

Und genau hier, so Abt, liegt das Geschäftsmodell der HEITEC-PTS (ehemals: Erhardt + Abt). Im Portfolio erkennt man zwischen den Quadranten "Prüfen/Messen – Manuell/Automatisiert"  – die Position des Unternehmens. In Kooperation mit Fraunhofer entwickelt HEITEC Anlagen für hoch automatisierte Prüfverfahren, digital und KI orientiert mit Sicherheitseinrichtungen, die Strahlenbelastungen beim Personal verhindern. Doch wie so oft liegen die Problemstellungen solcher Prüfverfahren im Detail und deren Lösungen folgen fast immer dem Expertenwissen eines Hidden Champions, wie HEITEC: Wie zum Beispiel bei den Leistungsoptimierungen und den Prüfzeiten in der Produktion. So konnte Christian Abt zeigen, welche Vor- und Nachteile beispielsweise linear oder parallel angeordnete Gießanlagen für das Prüfverfahren haben können.

Zahlreiche Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertieften das Thema. So ließ eine Antwort von Abt aufhorchen, als er dem fragenden Studenten antwortete, dass es an der Röntgenröhre der Anlage eine ziemlich hohe Beschleunigungsspannung  braucht, um einen Motorblock zu prüfen: 160.000 Volt und oft mehr.  Ein hoch interessanter Vortrag – vielen Dank dafür!

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Christiane Rathmann
M.A. Christiane Rathmann