Ideenwettbewerb: Emissionsfreier Campus

Forschung Hochschule

Die Hochschule Esslingen präsentiert am Freitag ihr Konzept für eine digitale Mobilitätsplattform, mit der die CO2-Emissionen bis 2030 um 50 Prozent gesenkt werden sollen

Esslingen – ein Montagmorgen im Jahr 2030: Annette R. überlegt, wie sie an ihren Arbeitsplatz an der Hochschule Esslingen kommt. Die Wissenschaftlerin greift zu ihrem Smartphone, öffnet eine App und landet auf der digitalen Mobilitätsplattform der Hochschule. Spontan entscheidet sie sich, ein Elektro-Auto zu reservieren, da sie abends noch einkaufen muss. Alternativ stehen aber auch Fahrräder, eine Fahrgemeinschaft, ein Shuttle-Bus oder ein Hybrid-PKW zur Auswahl. Zwei Clicks – Annette R. hat ein E-Auto für den Tag gebucht und bezahlt, das in der Nähe ihrer Wohnung geparkt ist.

Noch ist die geschilderte Szene Zukunftsmusik, in spätestens elf Jahren soll sie jedoch auf dem Campus in Esslingen Stadtmitte, in der Weststadt sowie in Göppingen Realität werden. Ein Wissenschaftler-Team der Hochschule Esslingen unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Wörner präsentiert am Freitag,
4. Oktober, bei einem Ideenwettbewerb des Wissenschaftsministeriums in Stuttgart ein Konzept für eine digitale Mobilitätsplattform. Damit steht die Hochschule Esslingen im Wettbewerb mit zehn weiteren Hochschulen und Universitäten des Landes, deren Ideen von einer Jury begutachtet werden. Die drei Besten erhalten ein Preisgeld, um ihre „Mobilitätskonzepte für den emissionsfreien Campus“ umzusetzen.

Studierende und Beschäftigte erzeugen derzeit sechs Kilotonnen CO2 jährlich

„Unser Ziel ist es, die klimaschädlichen CO2-Emissionen des An- und Abreiseverkehrs um die Hochschule bis 2030 zu halbieren“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Ralf Wörner. „Derzeit fahren nach unseren Umfragen etwa ein Drittel der Studierenden und Hochschulangehörigen mit dem eigenen Auto zur Hochschule und erzeugen jährlich sechs Kilotonnen CO2-Emissionen.“

Um das zu ändern, wollen das Institut für Nachhaltige Energietechnik und Mobilität der Hochschule und das Fraunhofer Anwendungszentrum KEIM die digitale Mobilitätsplattform etablieren. Diese soll Alternativen zum eigenen PKW aufzeigen wie beispielsweise Car-Sharing-Angebote für Elektro- und Hybridautos, Miet-Fahrräder mit und ohne elektrische Antriebe, Shuttlebusse, aber auch weitere öffentliche Verkehrsmittel. Damit das Angebot attraktiv sein kann, sollen externe Kooperationspartner in Unternehmen und Städten einbezogen werden. In einer App lassen sich die Fortbewegungsmittel bequem buchen, bezahlen und später bewerten.

Klimafreundlicher Umstieg in Sachen Mobilität passt sehr gut zur Hochschule Esslingen

„Wir sind fest davon überzeugt, dass wir Studierende und Beschäftigte der Hochschule zu einem klimafreundlichen Umstieg bewegen können, auch wenn sie aus einer Entfernung von 20 Kilometern oder mehr anreisen“, sagt Prorektor Prof. Dr. Markus Tritschler. „Dies ist ein großer Schritt hin zu einem emissionsfreien Campus. Zu unserer Hochschule passt das Konzept sehr gut, denn wir beschäftigen uns schon seit Jahren in Lehre und Forschung mit den Themen Nachhaltigkeit und Energiewende und haben bereits 2012 ein Umweltmanagementsystem eingeführt“, so Prof. Tritschler.

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