#Hochschule_Inside Folge 3: Induktives Laden im Labor für Elektrotechnik

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Ein Versuch mit Spiegeleiern zeigt, wie viel Energie beim induktiven Laden entsteht

Manchmal, wenn interessierte Besucher kommen, brät Doktorand Stanislav Pirienko ein Spiegelei im Labor für Elektrotechnik am Campus Göppingen – für ganz wissenschaftliche Zwecke natürlich. Das Projekt, an dem der Doktorand aktuell arbeitet, soll später in Windkraftanlagen dafür sorgen, dass sich die Windräder um 360 Grad drehen können. Das ist bisher nur mechanisch mit Verschleißteilen möglich – dies wollen die Anlagenbetreiber vermeiden.

Der Versuch mit dem Spiegelei zeige am einfachsten, welche Energie im Versuchsaufbau fließe, erklärt Professor Martin Neuburger von der Göppinger Fakultät Mechatronik und Elektrotechnik. Die kontaktlose Energieübertragung ist zum Beispiel in der Elektromobilität als induktives Laden bekannt. Kabellos. Auch Handys kann man so heute laden.

Über eine Distanz von 20 Zentimetern wird im Automotive-Bereich zum Beispiel ein Elektro-Fahrzeug aufgeladen. Im Boden des Parkplatzes ist eine Spule eingelassen, im Fahrzeug ebenfalls. Mit etwas Verlust fliest der Strom dann über die Luft ins Auto – ganz vereinfacht gesagt. 150 000 Impulse pro Sekunde. So simpel, wie es zunächst klingt, ist die Aufgabe nicht. Das Fahrzeug muss bis auf zwei Zentimeter genau über der Bodenspule geparkt werden. In anderen Forschungsprojekten wird an diesem Punkt gearbeitet – durch eine automatische Justierung werde die Platzierung der Spulen für den Nutzer komfortabel angepasst.

Auch die Erhöhung des Wirkungsgrads haben sich mehrere Wissenschaftler zur Aufgabe gemacht, damit bei diesem Prozess möglichst wenig Energie verloren geht. Das ist die Herausforderung. Das Prinzip jedoch ist seit Jahren bekannt, denn im Grunde ist der Vorgang ein großes Induktions-Kochfeld, wie man es von Zuhause aus der Küche kennt – darum klappt auch das mit dem Spiegelei.

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Christiane Rathmann
M.A. Christiane Rathmann