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#Hochschule_Inside: 100 Jahre Kandelmarsch!

Hochschule - HochschuleInside - Studium - Fakultäten

Nach der Absolvierendenverabschiedung bietet der Kandelmarsch einen schönen Ausklang des Studierendenlebens.

Es ist geschafft! Alle Prüfungen sind bestanden und das Zeugnis liegt vor. Nachdem die Absolventinnen und Absolventen ihren Abschluss von der Hochschule erhalten haben, liefert der Kandelmarsch der Esslinger Verbindungen den Rahmen, um diesen Verdienst gebührend zu feiern.

Die Geschichte zur Entstehung

100 Jahre besteht der Kandelmarsch in Esslingen bereits. Entstanden ist er im Jahr 1922. Die Studierenden beschlossen ihren Abschluss besonders eindrucksvoll zu feiern und besorgten sich einen mit Pferden bespannten Leiterwagen, mit dem sie vom „Stall“ aus – wie die Hochschule damals genannt wurde – durch die Straßen der Stadt fuhren.

In diesem Wintersemester trafen sich einige Studierende nach einer Kneipenfeier und nahmen von einem Baumgrundstück am Zollberg eine 30-sprossige Leiter mit. Zehn bis zwölf Studierende trugen die Leiter den Berg hinunter und gingen im Gleichschritt auf der Straße über die Pliensaubrücke hin zum Bahnübergang. Hinter der Schranke erwartete sie ein Polizist und rief die Studierenden auf, die Straße freizuhalten. So ging es mit der Leiter auf dem Fußweg weiter. Auf der inneren Brücke, von der Maille heraufkommend, erwartete sie Polizeiwachtmeister Eckert. Er forderte die Studierenden auf, den Bürgersteig zu verlassen. Um es allen Parteien recht zu machen, liefen die Studierenden mit einem Fuß auf der Straße und mit dem anderen auf dem Bürgersteig. So entstand der Kandelmarsch.

In den folgenden Jahren – bis heute – ziehen die Studierenden nach ihrem Abschluss vom Campus Stadtmitte durch die Altstadt und zurück. Pferdewagen und Fahrzeuge begleiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit Frack und Zylinder bekleidet sind. Die mitgebrachten Leitern stammen heute allerdings nicht mehr vom Zollberg.

Das Ende der Studienzeit

Um die Organisation des Kandelmarschs kümmert sich der gleichnamige Verein. Vorsitzender Jörg Eisinger, Verbindung „Motor“ und Edmund Schrödel von der Technischen Verbindung Arminia teilen Einblicke in das Programm und Erinnerungen an vergangene Veranstaltungen.

Der Kandelmarsch besteht nun seit 100 Jahren. Ist anlässlich dessen ein spezielles Programm geplant?

Eisinger: „Es besteht allgemein ein großes Interesse am Kandelmarsch. Der Oberbürgermeister Matthias Klopfer hat schon angekündigt, dass er gerne dabei sein möchte. Das freut uns natürlich sehr. Die Studierenden werden dieses Jahr auch Motto-Fahrzeuge zum Thema „100 Jahre Kandelmarsch" bauen. Dieses Jahr haben wir als Oldtimer einen Lanz Bulldock dabei. In einem Oldtimer-Bus, Nachbau eines Mercedes-Benz Baujahr 1927, fahren außerdem die Ehrenmitglieder und Gäste der Verbindungen mit. Dieses Jahr findet erstmalig auch das ESTiVAL auf dem Marktplatz statt. Nach dem Kandelmarsch können die Absolventinnen und Absolventen dort den Tag ausklingen lassen.“

Weiter erzählt Eisinger von seinen eigenen Erfahrungen bei seinem ersten Kandelmarsch: „Ich kann nur sagen, was ich damals gefühlt habe. Ich war einfach unglaublich stolz. Meine Verwandten waren alle da, meine Tante, mein Onkel, meine Eltern. Alle haben mitgezittert, auch bei den Prüfungen. Wenn sie mich da gefragt haben ‚Und? Wie lief es?‘, habe ich abgewunken und gemeint ‚Frag nicht!‘. Da waren sie natürlich auch stolz und haben sich gefreut als ich meinen Abschluss bekommen habe!“

Was zeichnet den Kandelmarsch aus?

Schrödel: „Ein entscheidendes Merkmal am Kandelmarsch ist, dass es eben nicht nur zwei Minuten sind, in denen man eine Urkunde bekommt. Das ist ein viel längerer Moment. Zusammen die Leiter zu tragen und durch die Stadt zu ziehen. Das bleibt im Gedächtnis! Selbst Jahre später erinnert man sich noch daran, wer mit einem gelaufen ist. Das ist was ganz Besonderes.“

Sie sind schon lange bei der Organisation dabei. Gibt es eine Anekdote, die sie teilen möchten?

Eisinger: „Es gibt viele Anekdoten. Die sind natürlich vor allem für diejenigen schön, die selbst dabei waren. Einmal zum Beispiel wurde eine Leiter aufgestellt. Unten standen vier Studierende und haben sie festgehalten, während ein fünfter die Leiter hochgeklettert ist. Als Organisator war ich einfach nur froh, dass alles gut gegangen ist! Auch wenn das natürlich für die Studierenden ein riesen Spaß war. Ein anderes Mal, ist ein Vogel auf den Zylinder eines Studierenden geflogen und sitzen geblieben. Der damalige Rektor, Herr Schnabel, hat sich den Zylinder mit dem Vogel dann auf den Kopf gesetzt und für Fotos posiert. Der Kandelmarsch ist immer ein großer Spaß!“

Um eigene Geschichten und Anekdoten erzählen zu können und den Abschluss entsprechend zu feiern, bietet das Event eine schöne Gelegenheit die Studienzeit mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen ausklingen zu lassen.

Eisinger: „Wir sind stolz, dass wir den Kandelmarsch mit den Esslinger Verbindungen organisieren dürfen. Die Hochschule Esslingen ist stolz, diese jungen Menschen ausgebildet zu haben. Die Absolventinnen und Absolventen sind stolz, dass sie es geschafft haben, auch wenn die ein oder andere Prüfung mal schwer war. Es freut uns, den Rahmen für dieses wichtige Erlebnis bieten zu können.“

Dieses Jahr findet der Kandelmarsch am Freitag, 29. Juli 2022 statt. Beginn ist um 12:45 Uhr mit der Ausgabe der Bierkrüge. Im Anschluss richtet die Hochschulleitung einige Worte an die Absolventinnen und Absolventen, bevor sich alle Absolvierenden der Abschlussjahrgänge 2020-2022 zum Umzug aufstellen.

Weitere Informationen

Kandelmarsch e.V.

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Achtung, nur bis zum 15. Juli 2022 läuft die Bewerbungsphase.

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