Halder Stiftung finanziert Forschungsaktivitäten

Forschung Hochschule

Die Rika und Wolfram Halder Stiftung finanziert die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters im Medizintechnik-Institut der Hochschule Esslingen am Campus Göppingen.

„Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung“, sagt Professor Dr. Friedrich Gutfleisch, Dekan der Fakultät Mechatronik und Elektrotechnik. Die Rika und Wolfram Halder Stiftung fördert das Institut für Angewandte Forschung mit dem Schwerpunkt Medizintechnik am Campus Göppingen der Hochschule Esslingen mit der Finanzierung einer Stelle für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter.

Am Institut werden praxisnahe Anwendungen, Geräte und Konzepte entwickelt, die in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern den Alltag der Patienten und Mitarbeiter erleichtern sollen. „Es gibt viele Ideen, die wir unbedingt weiterverfolgen wollen – und dafür brauchen wir finanzielle Ressourcen auch aus der Privatwirtschaft“, erklärt der ehemalige Dekan der Fakultät, Professor Rainer Würslin, der ausgewählte Forschungsprojekte an der Hochschule weiter begleitet – so auch die Aktivitäten des Labors „CarLa“ am Institut für Angewandte Forschung in Göppingen. Er hat die Kooperation auf den Weg gebracht.

Investition soll dem Landkreis Göppingen zugute kommen

Am Rande einer Veranstaltung hatte er dem Göppinger Unternehmer Peter Schiller von den Aktivitäten der Hochschule berichtet, der dann den Kontakt zu Wolfram Halder hergestellt hat, der in den USA lebt und dort ein namhaftes und gewinnbringendes Unternehmen in der Luftfahrt-Zulieferbranche führt. Der 70-jährige stammt aus dem Landkreis Göppingen und ist in Bad Boll aufgewachsen. Als Mitarbeiter des früheren Maschinenbauers Traub aus Göppingen hat er in den 1970er-Jahren Standorte zunächst in Japan und später in den USA aufgebaut.

In Japan lernte er auch seine inzwischen verstorbene Frau Rika kennen, die einst lieber in Kalifornien statt im Göppinger Voralbgebiet leben wollte. „Sie war Großstädte gewohnt, da konnte ich sie nicht in meine Heimat locken“, berichtete Wolfram Halder jüngst bei einem Besuch im Göppinger Labor. Also ging das Paar – wiederum im Auftrag der Firma Traub – nach Kalifornien, um von dort aus das Amerika-Geschäft zu etablieren. Als Traub 1997 Insolvenz angemeldet hatte, blieb Wolfram Halder in den USA, gründete die Turncorp, Inc. und belieferte von Los Angeles aus weiterhin die Flugzeugindustrie.

Mit ist es ein Anliegen, die Bildung und Forschung zu unterstützen“, sagt Halder – und, dass die Investition im Landkreis Göppingen, seiner Heimat, bleibt. Die Unterstützung amerikanischer Hochschulen hat der Unternehmen rasch eingestellt – die Entwicklungsphilosophie der US-Ingenieure war nicht jene, die sich der schwäbische Unternehmer vorgestellt hatte. Anders sei es an der Hochschule in Göppingen, wo er sich persönlich überzeugen konnte, welche Ideen und Entwicklungen auf den Weg gebracht werden.

Große Motivation, gemeinsam an Ideen zu arbeiten

„Die Unterstützung der Stiftung ist für uns eine große Motivation, weiter gemeinsam mit Pflegeeinrichtungen und Kliniken an entsprechenden Ideen zu arbeiten“, sagt Professor Dr. Rainer Würslin und dankt Wolfram Halder sowie Peter Schiller, der für die Verwaltung der eigens gegründeten Stiftung verantwortlich zeichnet. Neben dem durch die Leuze-Stiftung finanzierten Medizintechniker Joachim Hiller kann nun über die Halder-Stiftung mit Dr. Till Kaz – ein ausgewiesener Experte an der Schnittstelle zwischen Technik und Pflege – finanziert werden.

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