Ein kleines Haus für Senioren

Forschung Hochschule HochschuleInside

#Hochschule_Inside Folge 7: Das Tiny House am Campus Göppingen

Am Campus Göppingen ist in einem ehemaligen Seecontainer eine Wohnung entstanden, die auf kleinstem Raum aufgebaut werden kann und auf altersgerechte Bedürfnisse zugeschnitten ist. „Gerade, wenn man im Alter in der Nähe seiner Familie sein möchte, kann diese Tiny-House-Lösung eine Variante sein, denn es kann temporär im Garten oder auf einem Parkplatz vor dem Haus entstehen – je nach den Möglichkeiten vor Ort“, berichtet Dr.-Ing. Till Kaz vom  Institut für Technik in Gesundheit und Pflege der Hochschule Esslingen. Auf einer Wiese direkt neben dem Campus kann die Wohnung besichtigt werden, wie sie später einmal für private Nutzer gestaltet werden könnte.  

Noch sind die Möbel aus Pappe, die das Team um Dr. Till Kaz in den vergangenen Wochen zusammengeklebt hat. Doch so kann anschaulich dargestellt werden, wie es ist, wenn die vielen Ideen, die im CareLab bearbeitet werden, Realität werden. Der Weg dorthin war und ist lang. „Wir haben einen engen Dialog mit Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, die aus der Praxis heraus viele Ideen haben, wie ein altersgerechtes Tiny-House aussehen kann“, berichtet Dr.-Ing. Till Kaz. Ganz nach dem Motto „Home care is, when your home cares“ (frei übersetzt: Häusliche Pflege ist es, wenn das Haus sich kümmert) sind es vor allem die durchdachten Assistenzsysteme, die ein möglichst langes selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen sollen. Dabei soll der Bewohner oder die Bewohnerin selbst oder auch das Pflegepersonal entsprechend unterstützt oder entlastet werden. Und: Die modulare Einrichtung kann den jeweiligen Lebenssituationen flexibel angepasst werden.

Doch es sind nicht nur Familien, die so die Möglichkeit haben, Oma und Opa in nächster Nähe zu haben. Denkbar sei durchaus, dass Kliniken und Pflegeeinrichtungen die Container nutzen, um flexibel mehr oder weniger Plätze auf- oder abbauen zu können.

Schafft die Familie später einmal die Pflege nicht mehr selbst, kann das Mini-Haus dann im Zweifel mit seinem Bewohner oder seiner Bewohnerin umziehen – direkt vor das Pflegeheim zum Beispiel, oder auch an ein Hospiz. So ist zwar die Versorgung der Einrichtung sichergestellt, bleibt aber weiter in den eigenen vier Wänden und der gewohnten Umgebung. „Das ist alles noch ein wenig Zukunftsmusik“, weiß auch Dr.-Ing. Till Kaz – aber die Konzepte sind schon recht konkret und sollen von Unternehmen auf den Markt gebracht werden.

Mehr über das Care Lab gibt es auf der Infoseite.

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Christiane Rathmann
M.A. Christiane Rathmann