Auf einen Blick: Was ist Gebäude-, Energie- und Umwelttechnik?

Die Gebäude-, Energie- und Umwelttechnik eröffnet als eigenständiges, besonders vielseitiges Tätigkeitsfeld dem Ingenieur interessante und anspruchsvolle Aufgaben. Die Industriegesellschaft ist bei ihrer strukturellen Weiterentwicklung auf qualifizierte Gebäude-, Energie- und Umweltingenieure angewiesen: Industrie und Gewerbe, Haushalte und öffentliche Einrichtungen brauchen eine sichere und kostengünstige Energieversorgung, und sie müssen sich auf optimierte Techniken zur sparsamen und umweltfreundlichen Umwandlung dieser Energien in Heiz- und Prozesswärme sowie Kälte abstützen können. Versorgungs- und Umweltingenieure sind jedoch nicht nur bei der Energie- und Wasserversorgung sowie in der Heizungs-, Klima-, Sanitär-, Regelungstechnik und im Bereich des Facility-Management gefordert - auch bei der Lösung von Entsorgungs- und Umweltschutzaufgaben sind sie gefragt.
Traditionell stellen sich dem Gebäude-, Energie- und Umweltingenieur im heimischen Markt die meisten Aufgaben:
Innerhalb Deutschlands erfordert der rasche industrielle Fortschritt neue, hochwertige technische Lösungen; zusätzlich hierzu erfordern Sanierungsaufgaben viel versorgungstechnisches Fachwissen. Darüber hinaus gewinnt der europäische und außereuropäische Markt wachsende Bedeutung.

Auf vielen Arbeitsfeldern zu Hause

Unser Leben ist in hohem Maß von der Technik geprägt: Wir machen uns fast überall und fast zu jeder Zeit die verschiedenartigsten Energiedienstleistungen zunutze. Beim Wohnen und Arbeiten steht uns ein behagliches Umfeld zur Verfügung, wir nutzen kaltes und warmes Wasser, setzen zahlreiche technische Systeme und Geräte ein; daneben werden Abwasser und Abfälle umwelttechnisch qualifiziert entsorgt.

Energiesparen und Umweltschutz sind hierbei zentrale Aufgaben. Sie lassen sich nur mit hoch entwickelten Techniken lösen. Weil Energie und Umwelt inzwischen einen hohen Stellenwert für uns haben, wachsen dem Gebäude-, Energie- und Umweltingenieur neue, anspruchsvolle Tätigkeitsfelder und eine erhöhte Verantwortung zu. Das bedeutet: Der Beruf des Versorgungsingenieurs hat Zukunft. Die planenden Ingenieurbüros, die Firmen der Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik, die Versorgungsunternehmen für Gas, Wasser, Fernwärme und Strom, die Industrieunternehmen mit großem betrieblichem Energiebedarf: Sie alle brauchen Gebäude-, Energie- und Umweltingenieure. Mit steigender Tendenz.

Umdenken in Sachen Energie

Zu den wichtigen Arbeitsschwerpunkten bei der Weiterentwicklung der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik gehören Energiesparen und Umweltschutz. Kessel und Brenner mit höheren Wirkungsgraden, neue sparsamere Energietechniken wie Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen, Systeme zur Nutzung erneuerbarer Energien, verbesserte Techniken zur Kälteerzeugung und Kühlung, optimierte hydraulische Netze in der Heizungstechnik, sparsamere Lüftungs- und Klimaanlagen, intelligente Lösungen für die Wärmerückgewinnung und Abwärmenutzung, verfeinerte Mess- und Regelungstechniken, integrierte gebäudetechnische Lösungen, die zentrale Handhabung und Bewirtschaftung großer Liegenschaften: Das alles ist Sache des Gebäude-, Energie- und Umweltingenieurs in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Und zusammen mit Bauingenieuren und Architekten kümmern sich diese um eine Verringerung des Wärmebedarfs durch energiesparendes Bauen.


Beispiel Heizungstechnik: In den letzten Jahren haben sich energiesparende Kessel und Brenner auf breiter Basis durchgesetzt. Niedertemperatur-Spezialheizkessel und Brennwertkessel nutzen die Energie effizient und sind auf niedrige Schadstoffemissionen hin optimiert. Ergänzend sorgen Wärmepumpen und Klein-Blockheizkraftwerke für eine noch wirksamere Energieausnutzung.


Beispiel Büro- und Verwaltungsgebäude: Hier spielen komfortable und dabei sparsame Klimatisierungskonzepte eine wichtige Rolle. Und neue Lösungen bei der Gebäudeautomation sorgen dafür, dass die unterschiedlichen technischen Komponenten optimal zusammenwirken.


Beispiel Wohnen: Niedrigenergiehäuser weisen eine hohe Wohnqualität und zugleich einen sehr niedrigen Energiebedarf auf. Wesentliche Beiträge zu solchen Entwicklungen leisten die Gebäude,- Energie und Umweltingenieure - mit verbesserten Komponenten für die Gebäudehülle sowie neuen Heizungs-, Lüftungs-, Wärmerückgewinnungs- und Regelungstechniken.
 

Grundlage unserer Industriegesellschaft

Die Versorgung mit den leitungsgebundenen Energien Strom, Gas und Fernwärme beruht auf einem komplexen Gefüge von Techniken, die der Energiegewinnung, der Energieumwandlung, dem Energietransport, der Energieverteilung und der Energieanwendung dienen. In Kraftwerken, Heizkraftwerken, Raffinerien, Anlagen der Kohleveredelung sowie mit Techniken der Gasaufbereitung werden aus unveredelten Primärenergien anwendungsfähige Endenergien erzeugt. Der Transport und die Verteilung dieser Energien erfordert weitverzweigte Strom-, Gas- und Fernwärmenetze.

Überregionale, regionale und kommunale Energieversorgungsunternehmen verfügen über technisch anspruchsvolle, kapitalintensive Anlagen. Auch hier stellen sich dem Ingenieur interessante Aufgaben. Neue Kraftwerke mit erhöhten Wirkungsgraden, verbesserte Umweltschutztechniken bei der Stromerzeugung, die Nutzung von erneuerbaren Energien und von Abfallenergien zur Strom- und Wärmeerzeugung, der Bau und Betrieb von Gas-, Nah- und Fernwärmenetzen, die Planung und Umsetzung von Energieversorgungskonzepten, Verbesserungen in den verschiedenen Bereichen der Energieanwendung. Auch auf diesen Gebieten eröffnen sich dem Gebäude-, Energie und Umeltingenieur  Möglichkeiten zur Mitgestaltung.

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