Auswahl- und Umsetzungsmethodik für Prognoseverfahren zur Restlebensdauervorhersage eines technischen Systems unter Berücksichtigung praxisrelevanter und anwendungsspezifischer Randbedingungen
Dieses Forschungsvorhaben mit dem Ziel der Promotion auf dem Gebiet des Prognostics and Health Managements (PHM) wird in einer Kooperation des Instituts für Technische Zuverlässigkeit und Prognostik (IZP) der Hochschule Esslingen mit dem Institut für industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart durchgeführt.
Zur Prognose der Restlebensdauer eines technischen Systems existieren eine Vielzahl an möglichen Prognoseverfahren. Diese können in datengetriebene, modellbasierte oder hybride Ansätze unterteilt werden.
Ziel dieses Forschungsvorhabens ist eine Auswahl- und Umsetzungsmethodik unter Berücksichtigung von praxisrelevanten und anwendungsspezifischen Datenlagen zu erforschen. Der Schwerpunkt liegt besonders in der Verknüpfung von grundlegenden Forschungsergebnissen bei der Entwicklung von Prognoseverfahren mit den tatsächlichen Anforderungen aus der industriellen Praxis.
Kooperations-Universität: Universität Stuttgart
Erstbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Marco Huber
Zweitbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Peter Zeiler
Doktorand: Fabian Mauthe
Nutzung von Wissen ähnlicher Systeme für datengetriebene Zustandsdiagnose und -prognose im industriellen Umfeld
Dieses Forschungsvorhaben mit dem Ziel der Promotion auf dem Gebiet des Prognostics and Health Managements (PHM) wird in einer Kooperation des Instituts für Technische Zuverlässigkeit und Prognostik (IZP) der Hochschule Esslingen mit der Universität Stuttgart durchgeführt. Die im Rahmen des Promotionsvorhabens untersuchte Themenstellung ist der Beschreibung des Forschungsvorhabens REDAT zu entnehmen.
Kooperations-Universität: Universität Stuttgart
Erstbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Peter Zeiler
Zweitbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Marco Huber
Doktorand: Marcel Braig
Prognose der verbleibenden Lebensdauer bei zeitlich variablen und unsicheren Belastungen
Im Kontext von Smart Factory Grids entstehen hochgradig anpassungsfähige Produktionssysteme, in denen modulare Produktionseinheiten flexibel zu individuellen Fertigungsprozessen zusammengestellt werden können. Die daraus resultierenden zeitlich variablen und teilweise unsicheren Belastungen erfordern neue Ansätze zur Zustandsüberwachung und zur Prognose der verbleibenden Lebensdauer technischer Systeme.
Das Ziel der Promotion ist es, Methoden zur Zustandsdiagnose, Zustandsprognose und zur Bestimmung der verbleibenden Nutzungsdauer (Remaining Useful Life, RUL) unter variablen Belastungen zu entwickeln. In den Modellen, die zur Prognose von Degradationsprozessen verwendet werden, liegt ein Schwerpunkt auf der Integration zukünftiger Belastungsprofile. Es werden sowohl die bekannten diskreten und kontinuierlichen Belastungsprofile als auch die Prognose unbekannter oder nur teilweise bekannter Belastungen berücksichtigt.
Des Weiteren werden datengetriebene und hybride Ansätze erforscht, um selbst mit unvollständigen, zensierten oder nur begrenzt verfügbaren Daten zuverlässige Prognosen zu ermöglichen. So trägt die Promotion dazu bei, die Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit von zukünftigen intelligenten Produktionssystemen zu verbessern.
Die Arbeiten erfolgen im Rahmen des DFG-geförderten Forschungsprojekts „Smart Factory Grids“.
Kooperations-Universität: Universität Stuttgart
Erstbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Peter Zeiler
Zweitbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Marco Huber
Doktorand: Luca Steinmann
Informationsfusion bei Zustandsdiagnosen und -prognosen und Health Management in einem Smart Factory Grid
Dieses Forschungsvorhaben mit dem Ziel der Promotion auf dem Gebiet des Prognostics and Health Managements (PHM) wird in einer Kooperation des Instituts für Technische Zuverlässigkeit und Prognostik (IZP) der Hochschule Esslingen mit der Universität Stuttgart durchgeführt. Es ist in das Förderprojekt „Smart Factory Grids“ eingebettet, das ein dienstleistungsbasiertes, dynamisch verteiltes Produktionssystem mit hoher Flexibilität, Vernetzung und modular beweglichen Produktionseinheiten adressiert.
Im Rahmen der Promotion sollen Methodiken zur Beantwortung der Forschungsfragen zur systematischen Informationsfusion bei der Diagnose und Prognose des Zustandes von technischen Systemen entwickelt werden. Die Informationsfusion ist dabei die Integration von Daten unterschiedlicher Formate, Herkunft und Qualität. Damit sollen eine Diagnose und Prognose auch bei wenigen Daten möglich sein und die Genauigkeit der Algorithmen erhöht werden.
Darüber hinaus soll die komplexe Planung von Instandhaltungsmaßnahmen als Optimierungsproblem formuliert werden und Ergebnisse aus der Informationsfusion integrieren werden. Metriken hierfür können die Kosten, Aufträge, Nachhaltigkeit, Produktivität und weitere sein.
Kooperations-Universität: Universität Stuttgart
Erstbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Peter Zeiler
Zweitbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Marco Huber
Doktorand: Moritz Müllerschön
Zustandsdiagnose und -prognose ähnlicher technischer Systeme unter Nutzung von Ähnlichkeitsbewertung und deren Integration in Verfahren des Transferlernens
Datengetriebene Zustandsdiagnosen und -prognosen auf Basis von maschinellem Lernen bieten großes Potenzial für die zustandsorientierte und vorausschauende Instandhaltung technischer Systeme. Ihr Einsatz wird jedoch häufig durch fehlende repräsentative Trainingsdaten eingeschränkt. Transferlernen ermöglicht die Nutzung von Daten ähnlicher technischer Systeme, erfordert jedoch eine zuverlässige Ähnlichkeitsbewertung, um geeignete Quelldaten auszuwählen und negativen Transfer zu vermeiden. Hierzu werden topologische, verteilungsbasierte und zeitreihenbasierte Ähnlichkeitsmaße untersucht und in verschiedene Transferlernverfahren integriert, um die Leistungsfähigkeit der Zustandsdiagnose und -prognose zu steigern und den Transfernutzen vorherzusagen.
Die Arbeiten erfolgen im Rahmen des DFG-geförderten Forschungsprojekts ProSiT.
Kooperations-Universität: Universität Stuttgart
Erstbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Peter Zeiler
Zweitbetreuung: Prof. Dr.-Ing. Marco Huber
Doktorandin: Leonie Schmidt