Festakt mit agilem Sprint in die Zukunft

Maschinen und Systeme

Den Abschluss des Festjahres zu „150 Jahre Maschinenbau“ bildete der Festakt am 09. November 2018, zu dem sich über 250 geladene Gäste und erfreulich viele Alumni in der Aula am Campus Flandernstraße trafen. Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Alexander Friedrich moderierte die Veranstaltung, den musikalischen Rahmen lieferte die Pep-Band der Hochschule unter der Leitung von Steffi Bade-Bräuning mit einem schwungvollen musikalischen Bogen von 1850 bis in die Neuzeit.

Dekan Prof. Dr.-Ing. Steffen Greuling wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass in den 150 Jahren des Bestehens der Fakultät ein starkes Netzwerk mit den Unternehmen der Region entstanden ist, das von gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung getragen wird und von dem die Studierenden in vielfältiger Weise profitieren. Dafür ist die Fakultät sehr dankbar.    

In seinem Grußwort würdigte Rektor Prof. Dr. Christian Maercker die kontinuierliche Weiterentwicklung der Fakultät Maschinenbau und nannte dabei besonders das Virtual Automation Lab (VAL) und die Transferplattform Industrie 4.0, aber auch die Bemühungen im Bereich Lehre mit Einstiegshilfen ins Studium oder die Intensivierung der internationalen Kooperationen.

Ministerialdirektor Ulrich Steinbach, der Amtschef des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung. Er begrüßte die Bemühungen, verstärkt IT in den Maschinenbau zu integrieren und gemeinsame Promotionen mit Universitäten durchzuführen.  Aufgrund der dezentralen Hochschulstruktur des Landes sieht Steinbach gute Chancen, die Herausforderung der Digitalisierung zu meistern. Seine Aussage „ Die Hochschule Esslingen ist eines der besten Pferdchen im Stall“ kam beim Auditorium sehr gut an.          

Im Namen der Stadt Esslingen gratulierte Finanzbürgermeister Ingo Rust, Alumnus der Fakultät MB, zum Jubiläum. Er dankte für die Bereicherung des städtischen Lebens durch die Hochschule und für die hervorragende Zusammenarbeit beim Projekt „Neue Weststadt“.  Er erwähnte aber auch die Ausbildungsleistung der Fakultät und betonte, der Wohlstand der Stadt beruhe auf erfolgreichen Unternehmen, die gerade heute auf gut ausgebildete Absolventinnen und Absolventen angewiesen seien.

Ehrensenator Dietmar Ness als Vorsitzender des Vereins der Freunde (VDF) erläuterte in seinem Grußwort, dass die Fakultät Maschinenbau mittlerweile schon vier industrielle Revolutionen begleitet habe. Seit 1949 steht ihr der VDF dabei zur Seite. Auch für die Zukunft sicherte Ness die Unterstützung des VDF zu.

Der Höhepunkt des Abends war der Festvortrag von Dr. Eberhard Veit, früherer Vorstandsvorsitzender von Festo  und heute u.a. Mitglied des Innovationsdialogs der Bundesregierung und der Leitung der Plattform Industrie 4.0 . Sein Vortrag mit dem Titel „AGILER SPRINT des Maschinenbaus in die digitale Zukunft“ stellte immer wieder Bezüge zur dynamischen Entwicklung in China her und ging der Frage nach, warum die rasche Akzeptanz digitaler Technologien im privaten Bereich sich nicht in ähnlicher Weise in der Industrie abbildet. Dr. Veit geht von einem erforderlichen radikalen Wandel in den Technologien, in den Geschäftsmodellen und in der Unternehmensführung aus. Entscheidend ist es nach seiner Ansicht, die Menschen in diesem Prozess mitzunehmen, gerade auch Ältere, und verstärkt in lebenslanges Lernen und Weiterbildung zu investieren. Die Hochschulen sind nach Dr. Veit aufgerufen, den digitalen Umbau nicht nur auf Seiten der Technik möglichst rasch zu vollziehen, sondern auch ihre Führungsstrukturen anzupassen. „Die Marke „Hochschule Esslingen“ muss auch in Zukunft für hervorragende Qualität stehen“, betonte Dr. Veit.

Der Maschinenbau als Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist nach Dr. Veit aktuell besonders gefordert. Derzeit führt die Digitalisierung im Maschinenbau zu riesigen Datenmengen, die in Clouds gespeichert werden. Die drängende Frage ist, wie hier Mehrwert generiert werden kann. Dr. Veit forderte das Auditorium auf, den Prozess der Digitalisierung mit allen Möglichkeiten zu unterstützen, öfters auch mal „Trial and Error“ zu riskieren und sich durch Rückschläge nicht entmutigen zu lassen.

Einen Kontrapunkt zu Reden und Musik bildete die Premiere des Imagefilms Maschinenbau (YouTube-Link), den die MB-Studenten Florentin Benz-Eberhard und Julian Schumacher im Rahmen ihrer Projektarbeit  im 4. Semester produzierten. Anschließend lud Dekan Prof. Greuling zum Sektempfang mit musikalischer Begleitung durch die MB-Studentin Liv Luisa Bicheler.

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