Inklusive Wohnformen für Menschen mit Unterstützungsbedarf

„Innovative Wohnformen für Menschen mit Behinderung“ lautete der Titel des Fachtags, zu dem die Hochschule Esslingen am 20.09.2019 eingeladen hat. Teilgenommen haben rund 130 Gäste aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wohlfahrtspflege und – ganz besonders wichtig – Menschen mit Behinderung und Angehörige, um in der gemeinsamen Diskussion Lösungsperspektiven zu entwickeln.

Im Zentrum standen die folgenden Fragen:

  • Was lässt sich von innovativen Wohnformen im In- und Ausland lernen?
  • Inwiefern muss die Behindertenhilfe angesichts inklusiver Wohnkonzepte ihre Rolle neu definieren?
  • Was heißt selbstbestimmtes Wohnen für Menschen mit Behinderung und wie lässt sich Selbstbestimmung hier stärken?
  • Welche institutionellen Rahmenbedingungen sind für die Förderung von Inklusion im Bereich Wohnen erforderlich?

Den Programmflyer finden Sie hier.

 


Dokumentation

Hier finden Sie Präsentationen der Vorträge und Arbeitsgruppen

Vorträge:

Prof. Dr. em. Georg Theunissen (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg):

Inklusives Wohnen behinderter Menschen und seine Auswirkungen auf die Soziale Arbeit

Prof. Dr. Johannes Schädler (Universität Siegen):

Wohnformen für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in ausgewählten europäischen Ländern

Arbeitsgruppen:

Tobias Polsfuß (Wohn:Sinn):

Inklusives Wohnen. Von Modellprojekten zur Selbstverständlichkeit

Prof. Dr. Michael May (Hochschule RheinMain):

Wohnbedürfnisse geistig behinderter Menschen – Über die Schwierigkeiten sie zu ermitteln und praktisch umzusetzen: Erfahrungen aus dem Modellprojekt „MitLeben“

Clemens Digel, Larissa Forster & Tanja Saile:

Praxisbeispiele innovativer Wohnformen – Kurzvortrag und Diskussion aktueller Umsetzungsfragen

 


Veranstalter

Der Fachtag wurde von der Hochschule Esslingen, Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege im Rahmen des Projekts Inklusive Wohnformen für Menschen mit Unterstützungsbedarf unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Arnold Pracht, Prof. Dr. Alexander Schmid, Prof. Dr. Astrid Elsbernd und Prof. Dr. Marion Möhle veranstaltet.

Für die Koordination war Dr. Kaja Tulatz verantwortlich.

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. rer. pol. Arnold Pracht, Prof. Dr. rer. cur. Astrid Elsbernd, Prof. Dr. iur. Alexander Schmid und Prof. Dr. phil. Marion Möhle

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. phil. Kaja Tulatz

Laufzeit: 01.11.2018 – 31.10.2019

Kurzbeschreibung:

Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet alle staatlichen Stellen,  Menschen mit Behinderung das Recht zu geben, mitzuentscheiden, wo, mit wem und in welcher Form sie wohnen möchten. Dennoch lebt in Deutschland nach wie vor der Großteil der Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in vollstationären Einrichtungen oder in der Herkunftsfamilie. Alternative Wohnformen wie ambulant betreutes Wohnen oder inklusive Wohngemeinschaften stehen noch immer vor strukturellen Hürden. Um den Ansprüchen der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht zu werden, gilt es, Entwicklungen der Dezentralisierung, der Ambulantisierung und der Sozialraumorientierung von Wohnkonzepten voranzutreiben.

Ziel dieses Projektes ist es, die Entwicklung selbstbestimmter Wohnformen insbesondere für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung zu fördern und wissenschaftlich zu begleiten. Dazu sollen die regionale Kompetenz in Form eines Austauschforums zu Wohnen und Inklusion gebündelt, Kooperationsprojekte angebahnt und das Themenfeld in der Forschung und der Lehre an der Fakultät SAGP verankert werden.


 

 

 

Vorarbeiten

Abschlussbericht BeB – Evaluationsprojekt

Umwandlung von Groß- und Komplexeinrichtungen in differenzierte gemeindenahe Wohnangebote im Rahmen des UGK-Programms der Aktion Mensch

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Achtung, nur bis zum 15. Januar 2020 läuft die Bewerbungsphase.
Abweichende Bewerbungsschlüsse für einige Master-Studiengänge

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