Inklusive Wohnformen für Menschen mit Unterstützungsbedarf

Fachtag Innovative Wohnformen für Menschen mit Behinderung

am 20.09.2019

Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet alle staatlichen Stellen, Menschen mit Behinderung das Recht zu geben, mitzuentscheiden, wo, mit wem und in welcher Form sie wohnen möchten. Dennoch lebt in Deutschland nach wie vor der Großteil der Menschen mit Beeinträchtigung in vollstationären Einrichtungen oder in der Herkunftsfamilie. Alternative Wohnformen wie ambulant betreutes Wohnen oder inklusive Wohngemeinschaften stehen noch immer vor strukturellen Hürden. Um den Ansprüchen der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht zu werden, gilt es, Entwicklungen der Dezentralisierung, der Ambulantisierung und der Sozialraumorientierung von Wohnkonzepten voranzutreiben.

Dies wirft die folgenden Fragen auf:

  • Was lässt sich von innovativen Wohnformen im In- und Ausland lernen?
  • Inwiefern muss die Behindertenhilfe angesichts inklusiver Wohnkonzepte ihre Rolle neu definieren?
  • Was heißt selbstbestimmtes Wohnen für Menschen mit Behinderung und wie lässt sich Selbstbestimmung hier stärken?
  • Welche institutionellen Rahmenbedingungen sind für die Förderung von Inklusion im Bereich Wohnen erforderlich?

Der Fachtag versammelt Perspektiven aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und von Adressat*innen, um in der gemeinsamen Diskussion Antworten zu entwickeln.


Programm

09:00h

Ankommen

09:15h

Begrüßung

09:30h 

Prof. Dr. Arnold Pracht & Prof. Dr. Alexander Schmid: Wer wohnt wo? Gleichberechtigte Teilhabe – eine Illusion?

10:00h 

Prof. Dr. Georg Theunissen (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) : Inklusives Wohnen behinderter Menschen und seine Auswirkungen auf die Soziale Arbeit

11:30h 

Kaffeepause

11:45h 

Prof. Dr. Johannes Schädler (Universität Siegen): Wohnformen für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in ausgewählten europäischen Ländern

13:00h

Mittagspause

14:00h  

Parallele Arbeitsgruppen

   
  1. Inklusives Wohnen. Von Modellprojekten zur Selbstverständlichkeit (Tobias Polsfuß)
  2. Wohnbedürfnisse geistig behinderter Menschen – Über die Schwierigkeiten sie zu ermitteln und praktisch umzusetzen: Erfahrungen aus dem Modellprojekt MitLeben (Prof. Dr. Michael May, Hochschule RheinMain)
  3. Was braucht es zum selbstbestimmten Wohnen? (Britta Schade)
  4. Expertinnen und Experten in eigener Sache – Erfahrungen und Empfehlungen aus der Perspektive von Menschen mit Behinderungen (Dominic Edler & Prof. Dr. Marion Möhle)
  5. Praxisbeispiele innovativer Wohnformen – Kurzvortrag und Diskussion aktueller Umsetzungsfragen (Clemens Digel, Larissa Forster & Tanja Saile)
  6. Perspektiven der Integration von Stadtplanung und Sozialplanung (Prof. Dr. Alexander Schmid & Prof. Dr. Johannes Schädler)
 

15:30h

Kaffeepause

16:00h

Zusammentragen der Ergebnisse der Arbeitsgruppen und Abschlussdiskussion (Moderation Prof. Dr. Georg Theunissen)

17:00h

Ende des Fachtags

Das ausführliche Programm inklusive Kurzbeschreibung der Arbeitsgruppen finden Sie hier

Zielgruppe

Praktiker*innen aus der Behindertenhilfe und angrenzenden Professionen, Entscheidungsträger aus der öffentlichen Verwaltung sowie Studierende und Forschende sind herzlich eingeladen, am Fachtag teilzunehmen.


Ort und Zeit

Datum: 20.09.2019

Uhrzeit: 09:00h – 17:00h

Ort: Hochschule Esslingen, Campus Flandernstraße, Flandernstraße 101, Aula.

Hinweise zur Anfahrt mit dem PKW oder dem öffentlichen Nahverkehr und einen Lageplan des Hochschulgeländes finden Sie hier.


Teilnahme

Die Teilnahme ist kostenlos.

Während des Fachtags werden Getränke und kleinere Snacks angeboten.

Um Spenden für die Verpflegung vor Ort wird gebeten.

In der Mittagspause besteht die Gelegenheit, sich in der Mensa zu verpflegen.


Anmeldung

Bitte melden Sie sich hier bis zum 31.08. für die Teilnahme an.


Veranstalter

Der Fachtag wird von der Hochschule Esslingen, Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege im Rahmen des Projekts Inklusive Wohnformen für Menschen mit Unterstützungsbedarf unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Arnold Pracht, Prof. Dr. Alexander Schmid, Prof. Dr. Astrid Elsbernd und Prof. Dr. Marion Möhle veranstaltet.

Für die Projektkoordination ist Dr. Kaja Tulatz verantwortlich.

Für Rückfragen zum Fachtag wenden Sie sich bitte per E-Mail an: Fachtag-IWMB(at)hs-esslingen.de

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. rer. pol. Arnold Pracht, Prof. Dr. rer. cur. Astrid Elsbernd, Prof. Dr. iur. Alexander Schmid und Prof. Dr. phil. Marion Möhle

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. phil. Kaja Tulatz

Laufzeit: 01.11.2018 – 31.10.2019

Kurzbeschreibung:

Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet alle staatlichen Stellen,  Menschen mit Behinderung das Recht zu geben, mitzuentscheiden, wo, mit wem und in welcher Form sie wohnen möchten. Dennoch lebt in Deutschland nach wie vor der Großteil der Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in vollstationären Einrichtungen oder in der Herkunftsfamilie. Alternative Wohnformen wie ambulant betreutes Wohnen oder inklusive Wohngemeinschaften stehen noch immer vor strukturellen Hürden. Um den Ansprüchen der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht zu werden, gilt es, Entwicklungen der Dezentralisierung, der Ambulantisierung und der Sozialraumorientierung von Wohnkonzepten voranzutreiben.

Ziel dieses Projektes ist es, die Entwicklung selbstbestimmter Wohnformen insbesondere für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung zu fördern und wissenschaftlich zu begleiten. Dazu sollen die regionale Kompetenz in Form eines Austauschforums zu Wohnen und Inklusion gebündelt, Kooperationsprojekte angebahnt und das Themenfeld in der Forschung und der Lehre an der Fakultät SAGP verankert werden.


 

 

 

Vorarbeiten

Abschlussbericht BeB – Evaluationsprojekt

Umwandlung von Groß- und Komplexeinrichtungen in differenzierte gemeindenahe Wohnangebote im Rahmen des UGK-Programms der Aktion Mensch

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Ab dem 15. Oktober 2019 läuft die Bewerbungsphase

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