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DER ISLAM GEHÖRT ZU DEUTSCHLAND – UND WIE!?

SOZIALE ARBEIT, KINDHEITSPÄDAGOGIK UND PFLEGE IM SPANNUNGSFELD MUSLIMISCHER GLAUBENSAUSLEGUNGEN

Wir leben seit längerem in einer multi- und transreligiösen Gesellschaft. Zunehmende Bedeutung hat vor allem der Islam bekommen, nicht zuletzt auch für Soziale Arbeit, Kindheitspädagogik und Pflege.

Der Fakultätstag 2021 greift die öffentlichen Debatten um unterschiedliche muslimische Glaubensauslegungen sowie ihre sozialen und politischen Implikationen auf und fragt: Wie sind relevante Arbeitsfelder anzulegen, damit dem Bedeutungszuwachs des Islam fachlich angemessen Rechnung getragen werden kann?

Studierende sowie Vertreter:innen von Wissenschaft und Praxis diskutieren dazu gemeinsam bei Plenarvorträgen und in anwendungsbezogenen Workshops.

 

TERMIN
25. November 2021, 09:00 - 17:00 Uhr


Online-Fakultätstag Soziale Arbeit, Bildung und Pflege (SABP)
und Abschlusskongress des Forschungsprojekts » Wendezeit «


ANMELDUNG
Ab 05. November 2021 am Ende dieser Seite
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Der Anmeldeschluss ist der 19. November 2021, 23:55 Uhr

Programm

WannWasWer
09:00 – 09:20GrußworteProrektor Prof. Dr. Fabian Diefenbach
Dekanin Prof. Dr. Rita Grimm

09:20 – 10:20

Zur Situation des Islam in Deutschland – muslimische Glaubensauslegungen und ihre Konsequenzen für soziale und pädagogische Arbeit

Prof. Dr. Naime Çakir-Mattner, Universität Gießen
10:20 – 10:40Kaffeepause 
10:40 – 11:40‚Islamismus‘ – Involvierung und Distanzierung im biographischen Verlauf. Befunde des Forschungsprojekts » Wendezeit «Prof. Dr. Kurt Möller, Hochschule Esslingen
11:40 – 12:00‚Islamismus‘ – mit einem » Aussteiger « im GesprächFlorian Neuscheler, Hochschule Esslingen, im Gespräch mit Sven Lau
12:00 – 13:00Mittagspause 
13:00 – 14:30Workshop-Runde IReferierende aus Wissenschaft und Praxis
14:30 – 14:45Kaffeepause 
14:45 – 16:15Workshop-Runde IIReferierende aus Wissenschaft und Praxis
16:15 – 17:00

» Wie Weihnachten und Ramadan zusammen « Stand Up Comedy

» Gespräch ohne Worte « Gitarrenmusik

Boujemaa Tajjiou


Ozan Coskun

 

Workshops

1.) Muslimische Potenziale in der Sozialen Arbeit

Durchführung
Hacer Burcu Temel, Islamisches Kompetenzzentrum für Wohlfahrtswesen
e.V. (IKW e.V.)

Seit langer Zeit tragen Muslime mit sozialen Angeboten zur sozialen Teilhabe bei. Sie bieten in den Religionsgemeinden nicht nur religiöse Dienste, sondern auch soziale Dienste an. Diese Leistungen finden nur meistens in semi-professionellen Kontexten statt, da sehr viel Arbeit auf ehrenamtlichem Engagement basiert. Ziel des Islamischen Kompetenzzentrum ist es, genau da anzusetzen, nämlich zu mehr Professionalisierung muslimischer Wohlfahrtspflege beizutragen. Muslimische Religionsgemeinden und weitere interessierte Organisationen sollen dazu befähigt werden, eigenständig und nachhaltig religions- und kultursensible Leistungen der Wohlfahrtspflege anzubieten.


Moderation
Prof. Dr. Sabine Schneider, Hochschule Esslingen

2.) Islamberatung in Baden-Württemberg

Durchführung
Dr. Hussein Hamdan, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Das seit Februar 2015 an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart laufende Projekt » Islamberatung « stellt in der Gestalt von fachkundigen Berater*innen für Kommunen, kirchliche Einrichtungen und islamische Vereinigungen in Baden-Württemberg eine begleitende Expertise zur Verfügung, um zum Gelingen von Kommunikation und zur Stärkung von Kompetenze auf lokaler Ebene beizutragen. Im Workshop wird islamische Verbandsstruktur vorgestellt und über Beobachtungen sowie Erfahrungen aus durchgeführten Beratungen aus den letzten sieben Jahren diskutiert.


Moderation
Prof. Dr. Katarina Planer, Hochschule Esslingen

3.) Vorschulische Kinderbetreuung aus Sicht muslimischer Familien

Durchführung
Dr. Anja Stichs, Forschungszentrum Migration, Integration und
Asyl des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ);
Dalila Chokeir, muslimische Kita-Mitarbeiterin

In dem Workshop werden zunächst quantitative Ergebnisse der Studie » Muslimisches Leben in Deutschland 2016 « über die Wahrnehmung vorschulischer Kinderbetreuungsangebote von Seiten muslimischer Familien vorgestellt. Hierbei wird zum einen auf die Betreuungsquote eingegangen. Außerdem werden
Bedarfe und Erwartungen von muslimischen Eltern auch aus der Praxisperspektive beleuchtet. Es soll diskutiert werden, ob sich muslimische Eltern von Eltern, die keiner oder einer anderen Religion angehören, unterscheiden. Schließlich soll gemeinsam herausgearbeitet werden, in welchen Bereichen Angebote für
muslimische Familien sinnvoll sein könnten und Vorschläge zur Umsetzung entwickelt werden.


Moderation
Prof. Dr. Monika Götsch, Hochschule Esslingen

4.) Die 3-Religionen-Kita – Ein Ort, eine Vision: Vielfalt als Bereicherung

Durchführung
Iman Andrea Reimann, Deutsches Muslimisches Zentrum Berlin und Kita Regenbogen-Kidz

Das Konzept des Drei-Religionen-Kita-Hauses richtet sich an Familien, denen sowohl die Praxis und Pflege der jeweils eigene Religion, Tradition und Kultur, als auch das friedliche Miteinander und der Austausch mit anderen Religionen, Traditionen und Kulturen am Herzen liegt. Kinder können von früh an religiöse Vielfalt und Unterschiedlichkeit als Selbstverständlichkeit und Bereicherung erleben. Der Bildungsauftrag des Drei-Religionen-Kita-Hauses ist, jedem Menschen das gleiche Recht auf Teilhabe an der Gemeinschaft zu sichern, Kinder bei ihren Lernprozessen zu begleiten und ihre Lust am Lernen zu unterstützen sowie Werte des Zusammenlebens wie Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit und Achtung vor dem Anderen zu vermitteln. In dem Workshop wird es nach einem kurzen Input darum gehen, zu erfahren welche Möglichkeiten des interreligiösen Lernens es im Elementarbereich gibt. Dies wird verbunden mit eigenen Erfahrungen im interkulturellen und interreligiösen Erleben.

 

Moderation
Prof. Dr. Nina Kölsch-Bunzen, Hochschule Esslingen

5.) Pflegevorstellungen und -realitäten in der muslimischen Bevölkerung in Deutschland

Durchführung
Prof. Dr. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin, Alice Salomon Hochschule Berlin

In diesem Workshop werden wir uns u.a. die Ergebnisse aus der Studie » Muslimisches Leben in Deutschland « des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge aus dem Jahr 2017 genauer anschauen und darüber diskutieren, wie der große Unterschied zwischen Pflegevorstellungen und -realitäten begründet sein
kann und welche Wege es geben kann, diese Kluft zu verringern. Der Workshop wird interaktiv gestaltet, dabei sind die eigenen Erfahrungen der Beteiligten von großer Bedeutung.

 

Moderation
Prof. Dr. Christiane Gödecke, Hochschule Esslingen

6.) Antimuslimischer Rassismus: Theoretische Grundlagen und Ansätze aus der pädagogischen Praxis mit Jugendlichen

Durchführung
Thy Le, ufuq.de

Welche Interessen und Wünsche haben junge Muslim*innen? Wie sehen sie sich selbst und andere? Welche Erfahrungen machen sie und wie leben sie ihren Glauben – wenn er ihnen denn überhaupt wichtig ist? In diesem Workshop soll deutlich werden, wieso es wichtig ist, sich diesen Fragen zuzuwenden. Theoretische Grundlagen zu antimuslimischem Rassismus, Auswirkungen davon sowie pädagogische Ansätze werden dabei vorgestellt.

 

Moderation
Prof. Dr. Verena Ketter, Hochschule Esslingen

7.) Hochschullehre als Interventionsmöglichkeit gegen antimuslimische Stereotype und Strukturen

Durchführung
Prof. Dr. Eva Kalny, Hochschule Esslingen

Antimuslimische Stereotype spiegeln strukturell verankerten Rassismus wider und tragen gleichzeitig zu dessen Verstetigung bei. Mediendebatten sind von zentraler Wichtigkeit für die Perpetuierung und Weiterentwicklung solcher Stereotype, und unvorhergesehene Ereignisse und ihre mediale Aufbereitung können Initiativen beeinträchtigen, die sich gegen antimuslimische Stereotype und Rassismus wenden. In unserem Workshop betrachten wir eine didaktische Intervention in der Folgezeit des Kölner Beschneidungsurteils vom Sommer 2012 und reflektieren über kulturell sensible Menschenrechtsbildung.


Moderation
Prof. Dr. Thomas Heidenreich, Hochschule Esslingen

8.) Zur Bedeutung von Onlinekommunikation bei ‚islamistischer‘ Involvierung – Praxiserfahrungen und empirische Befunde aus » Wendezeit «

Durchführung
Esma Sahin, Oualid Attafi, Beratungsstellen Wegweiser Nordrhein-
Westfalen; Oliver Honer, Kai Nolde, Hochschule Esslingen

‚Islamistische‘ Gruppierungen nutzen von Videoplattformen über Social Media bis hin zu Messenger-Diensten eine große Bandbreite an Onlinekommunikation, um junge Menschen für sich zu gewinnen. Aber welche Angebote mit welchen Inhalten verfangen unter welchen Umständen bei wem? Welche Funktion erfüllen sie in den verschiedenen Phasen, von einem ersten Sich-angesprochen-Fühlen bis hin zur Distanzierung? Und inwieweit greifen online-Szenerien und offline-Realitäten ineinander? Auf Basis von Praxiserfahrungen und empirischen Befunde sollen Fragen wie diese anwendungsbezogen beantwortet und Konsequenzen für die Beratungspraxis gezogen werden.


Moderation
Kai Nolde, Hochschule Esslingen

9.) Gender und Antimuslimischer Rassismus in (De-)Radikalisierungsprozessen – Praxiserfahrungen und empirische Befunde aus » Wendezeit «

Durchführung
Ines Dohrs, Hakan Caliskan, Beratungsstellen Wegweiser Nordrhein-
Westfalen; Katrin Maier, Florian Neuscheler, Hochschule Esslingen

Wie kommt es, dass sich in Deutschland sozialisierte Jugendliche ‚islamistischen‘ Kontexten zuwenden – einschließlich der Akzeptanz der dort verbreiteten genderbezogenen Rollenbilder? Warum kann ‚islamistische‘ Propaganda weibliche und männliche Jugendliche mobilisieren? Antworten auf diese Fragen geben Erkenntnisse aus Empirie und Praxis: Sozialisationserfahrungen, u.a. mit antimuslimischem Rassismus und Sexismus, prägen die Selbstbilder junger Menschen und wecken Bedürfnisse, die von ‚islamistischen‘ Gruppierungen aufgegriffen werden.

In diesem Workshop werden neben empirischen Erkenntnissen zu genderspezifischen Aspekten von Affinisierungs- und Distanzierungsverläufen Möglichkeiten des Umgangs mit sozialisationsbezogenen Erfahrungen, insbesondere von  Diskriminierung, Sexismus und Rassismus, in der Beratungspraxis erarbeitet und diskutiert.


Moderation
Katrin Maier, Hochschule Esslingen

10.) Was macht » Islamismus-Beratung «?

Durchführung
Felix Eitel, Christine Wagener, Osman Oezdemir, Beratungsstelle
SALAM gegen islamistische Radikalisierung Rheinland-Pfalz; Marion
Lempp, Hochschule Esslingen

Diese Frage soll aus Sicht der » Beratungsstelle Radikalisierung – SALAM « des Landes Rheinland-Pfalz beantwortet werden, die durch ein Team der Hochschule Esslingen wissenschaftlich begleitet wird. Neben dem Kennenlernen der Arbeit der Beratungsstelle SALAM, steht ein interaktiver Teil im Fokus des Workshops. Gemeinsam soll ein Fallbeispiel aus der  Beratungspraxis betrachtet werden, um Einblicke in die alltägliche Arbeit zu geben. Der Blick der Teilnehmenden wird einerseits auf eigene Haltungen und Vorstellungen gerichtet. Andererseits sollen verschiedene Perspektiven zur Fallbetrachtung eröffnet und  Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Zentral ist dabei die Frage, wie wir mit » religiös gerahmten Konflikten « im  pädagogischen Handlungsfeld umgehen.


Moderation
Marion Lempp, Hochschule Esslingen

Flyer

Den Flyer zum Fakultätstag können Sie hier herunterladen.

Hinweis

Die Veranstaltung findet Online über das Videokonferenzsystem von Cisco WebEx statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bei der Ersteinwahl kann die WebEx Software unter https://www.webex.com/downloads.html/ heruntergeladen werden, was für eine reibungslose Teilnahme wichtig ist. Informationen zum Datenschutz im Zusammenhang mit der Nutzung von Webex finden Sie unter https://www.hs-esslingen.de/ds-webex. Die erforderlichen Daten zur Anmeldung werden ausschließlich für die Veranstaltungsorganisation verwendet.

Für die Plenarvorträge am Vormittag von 09:00 – 12:00 Uhr erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung einen Plenar-Link.

Am Nachmittag können Sie ab 13:00 Uhr an zwei verschiedenen Workshops teilnehmen. Dafür können Sie aus einem Angebot von 10 in zwei Runden durchgeführten Workshops auswählen. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 30 begrenzt und es gilt die Reihenfolge der Anmeldungen. Sobald ein Workshop voll belegt ist, ist er nicht mehr wählbar. Für die Workshopteilnahme erhalten Sie jeweils separate Links, die für den entsprechenden Zeitraum gelten.

Der kulturelle Abschluss kann ab 16:15 Uhr wieder unter dem Plenar-Link genossen werden.

 

Organisation und Kontakt

Fakultät Soziale Arbeit, Bildung und Pflege der Hochschule Esslingen

Forschungsprojekt » Wendezeit «
 

KONTAKT

Hochschule Esslingen
Flandernstraße 101
73732 Esslingen


Marion.Lempp(at)hs-esslingen.de
Florian.Neuscheler(at)hs-esslingen.de

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Die Bewerbungsphase für das Sommersemester 2023 beginnt am 15. Oktober 2022.

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