Forschungsprojekte Ressourceneffizienz

Entwicklung von energieeffizienten Wärmeübertragern für Schiffsmotoren zur Reduktion des Primärenergiebedarfs

Gesamtziel des Projekts ist es, über eine Erhöhung der Leistungsdichte von Ladeluftkühlern im Motorkühlkreislauf den Primärenergieverbrauch von Schiffsdieselmotoren zu reduzieren. Dazu muss die Effizienz des Ladeluftkühlers erhöht werden, was über eine Optimierung der Wellrippengeometrie der Wärmeübertrager erfolgen soll. Im Rahmen des Förderprojekts soll dafür das High-Throughput-Screening als neue Methode zur Wellrippenentwicklung und Auslegung von energieeffizienten Wärmeübertragern etabliert werden. Mit dieser soll schließlich das avisierte Energieeinsparpotenzial für einen ausgewählten Motor nachgewiesen werden.

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Stefan Rösler

Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur numerischen Bestimmung der Schichtdicken von Flutwachs unter Berücksichtigung thermo- und fluiddynamischer Spezifikation

Für die Hohlraumkonservierung von Karosserien werden in der Automobilindustrie alternativ Flutverfahren oder Sprühverfahren eingesetzt. Beim Flutwachsverfahren wird das Wachs zur Verflüssigung auf ca. 115 °C bis 120 °C vorgewärmt und über Düsen an definierten Punkten in die Karosserie eingepumpt. Bisher sind für den industriellen Einsatz keine numerischen Modelle im Rahmen von CFD-Analysen verfügbar, welche für die Simulation von Flutwachsprozessen sinnvoll anwendbar sind.
Ziel des F&E-Vorhabens ist die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur numerischen Bestimmung der Schichtdicken von Flutwachs, das im Bereich der Automobilindustrie für Flutwachsprozesse  zur Hohlraumkonservierung Anwendung finden soll. Im Rahmen der Arbeiten werden besonders die thermo- und fluiddynamischen Spezifika der in der Praxis eingesetzten Wachse berücksichtigt. Mit Hilfe des neuartigen Verfahrens soll bereits in der Konstruktionsphase einer Karosserie abgeklärt werden können, ob die Hohlraumoberflächen eines Bauteils durch den Flutwachsprozess mit ausreichender Schichtdicke und Homogenität beschichtet werden können.

Prof. Dr.-Ing. Stefan Rösler

Smart HEI-Business collaboration for skills and competitiveness

Im Januar 2017 hat das Internationale Projekt HEIBus (Smart HEI-Business collaboration for skills and competitiveness) im Rahmen der Erasmus und Knowledge Alliances 2-Programme eine EU-Förderung erhalten. Die Hochschule Esslingen ist einer der Projektpartner.

Das Konsortium, bestehend aus insgesamt 12 Partnern aus fünf verschiedenen EU-Mitgliedstaaten, wird von der JAMK University als Projektkoordinator geleitet.

Partner des HEIBus-Projekts im Bereich Hochschulbildung sind die JAMK University of Applied Science in Finnland, die Technische Universität Cluj-Napoca, Rumänien; die Universität Miskolc, Ungarn; die Universität Jaen, Spanien. Deutschland wird von der Hochschule Esslingen vertreten.

Die Unternehmenspartner sind ITAB Pikval, Finnland; S.C. PRO-TEHNIC S.R.L., Rumänien; SC AUTOMATES ACM S.R.L., Rumänien; Electrolux Lehel Ltd., Ungarn; Robert Bosch Power Tool, Ungarn; Valeo Iluminación España S.A.U., Spanien und das Unternehmen Stöbich Brandschutz GmbH aus Deutschland.

Ziel des HEIBus Projekts ist es in den kommenden drei Jahren (2017 – 2019), intelligente und innovative Kooperationsmodelle zwischen Hochschulen und Unternehmen zu entwickeln. Mit einem Gesamtbudget von insgesamt 989.000 Euro soll das Projekt europäische Universitäten und Unternehmen mit solidem Fachwissen und langjährigen Erfahrungen in ihrem Tätigkeitsfeld zusammenführen.

Stärkung der Zusammenarbeit

Das HEIBus-Projekt konzentriert sich auf die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Hochschulinstitutionen und Unternehmen durch das Entwickeln von verschiedenen Kooperationsmodellen. Diese sollen die Beteiligung von Studierenden und Hochschulmitarbeitern an internationalen Projekten im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation steigern. Die Projekte werden von unterschiedlichen Unternehmen der fünf beteiligten Länder vorgeschlagen und begleitet. Das vereinfacht den direkten Kontakt von den Studierenden und Mitarbeitern der Hochschulen mit den Unternehmen in einem internationalen Umfeld, was wiederum unternehmerisches Verständnis, innovatives Denken, interkulturelles Bewusstsein und Teamfähigkeit fördert.

Voraussetzungen für komplexe Projekte

Das neue Kooperationsmodell zwischen den Hochschulen und Unternehmen wird den Wissenstransfer zwischen den beteiligten Partnern vereinfachen und schafft beste Voraussetzungen, um neue innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Die ausgewählten Unternehmen erhalten besseren Zugang, innerhalb eines klar definierten Rahmens, zu europäischen Partnern aus Wissenschaft und Industrie mit hoher Fachkompetenz. Das erlaubt es, komplexe und multidisziplinäre Projekte in Angriff zu nehmen. Insbesondere werden diese Projekte große Bedeutung für  kleine und mittelständische Unternehmen haben, deren Erkenntnisse genutzt werden, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.

Stärkere Beteiligung der Unternehmen

Alle Aktivitäten bewirken eine stärkere Beteiligung der Unternehmen im gesamten Bildungsprozess. Das HEIBus-Projekt schafft ein Bildungskonzept, welches Unternehmen erlaubt unmittelbar an der Ausbildung beteiligt zu sein und gleichzeitig schafft es die Rahmenbedingungen für Studierende, um mit realen Problemstellungen konfrontiert zu werden und diese in einem interdisziplinären und internationalen Team zu lösen.

Die Besonderheit bei diesem Projekt ist die virtuelle Implementierung bei der Hochschul- und Unternehmenskooperation, wovon sich beide Seiten einen großen Nutzen, in Form von Zeit- und Kosteneinsparung, versprechen.

 

Das HEIBus-Projekt beinhaltet drei Kooperationsformen:

Multidisziplinäres Real Life Problem Solving (RLPS)

Studentische Teams werden mit echten Problemstellungen eines Unternehmens konfrontiert. Diese Teams sollen bei der Lösungsfindung der gestellten Aufgabe gegeneinander antreten. Dabei soll die Einbindung einer virtuellen Implementierung die zeitliche und räumliche Einschränkung eliminieren.

Die Studierenden bekommen die Möglichkeit, ihre Leistungen über das Bildungssystem hinaus zu verbessern, den Eintritt ins Arbeitsleben zu erleichtern und die Fähigkeiten der Studierenden mit realen Problemstellungen zu verbessern. Die Unternehmen profitieren davon, geeignete Kandidaten für ihren künftigen Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften zu bekommen und gegebenenfalls effizientere Arbeitsmethoden im eigenen Unternehmen anzuwenden.

Dieses Teilprojekt wird unter der Federführung der Hochschule Esslingen durchgeführt. Zentrale Ansprechpartner hierfür sind Prof. Dr.-Ing. Anton Haberkern (Studiendekan des Masterprogramms „Ressourceneffizienz im Maschinenbau“) und Prof. Dr.-Ing. Steffen Greuling (Dekan Fakultät Maschinenbau).

Expert Level Real Life Problem Solving (EXPERT)

Diese Methode ist vergleichbar mit dem RLPS, jedoch werden die Problemstellungen von Expertenteams der Hochschulen gelöst. Diese Herangehensweise ermöglicht es den Unternehmen auch, komplexere Themen zu bearbeiten.

Flexible Student Mentoring by Companies (Flex Mentoring) 

Dieses Mentoren-Programm für Studenten ist eine Methode, um Unternehmen in die Hochschulbildung mit einzubinden. Jedes Unternehmen wird eine Gruppe von Studierenden im Verlauf ihrer gesamten Studienzeit begleiten. Je nach Höhe des Engagements von Seiten der Unternehmen ermöglicht es Ihnen, eine enge oder weniger enge Bindung der Studierenden an das Unternehmen zu schaffen. Flex Mentoring verbessert die Rolle der Hochschulbildung bzgl. der Qualität und des Eintritts ins Arbeitsleben. Die Studierenden und die Mitarbeiter der Hochschulen erhalten die Möglichkeit neue Fähigkeiten und berufliche Kontakte zu erschließen.

Aus unternehmerischer Sicht werden durch das Flex Mentoring Programm potentielle Nachwuchskräfte erschlossen. Sie erhalten einen einfacheren Zugang zur Rekrutierung und zum Wissenstransfer von Hochschulen und Universitäten.

Prof. Dr.-Ing. Anton Haberkern

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Ab dem 15. Januar 2019 läuft die Bewerbungsphase

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