Im Vorlesungssaal sitzen, ein Blockseminar besuchen, sich für die Prüfungen vorbereiten, ein Auslandssemester planen, kurz zum Sport gehen und sich danach mit Freunden treffen, um den Abend gemütlich in der WG zu verbringen oder ihn auf einer Studentenfeier ausklingen zu lassen: Das hört sich erst einmal nach einem normalen Tag im Leben einer oder eines Studierenden an. Da stellt sich die Frage: Findet sich bei so einem vollgepackten Terminkalender überhaupt noch Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten?
Und ob!Für viele junge Menschen ist soziales Engagement aus dem wöchentlichen Turnus gar nicht wegzudenken. Denn es ist nicht nur sinnstiftend, sondern bringt auch Abwechslung in den Studi-Alltag. Außerdem gibt ihnen die ehrenamtliche Arbeit das gute Gefühl, die Welt durch ihren Beitrag vielleicht etwas besser machen zu können.
Ben-Luca Saiger, Patrick Klusch und Marc Frauenpreiß studieren an der Fakultät Maschinen und Systeme. Nebenbei engagieren sie sich aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr und sind somit ein Vorbild für alle jungen Menschen, sich selbst für die Gemeinschaft einzusetzen. Gründe, weshalb sie dies tun, gibt es für sie viele.
„Der Reiz am Ehrenamt liegt für mich darin, anderen Menschen in Ausnahmesituationen zu helfen. Dieser Aspekt, aber auch das kameradschaftliche Miteinander bei der Feuerwehr sind einmalig. Das und vieles mehr bringt mich dazu, um 3 Uhr nachts nach der Alarmierung den darauffolgenden Einsatz professionell zu erledigen“, sagtBen-Luca.
Technisches Wissen sinnvoll einsetzen
Patrick dagegen reizt es, wie sich Technik und Soziales bei seiner Arbeit miteinander verbinden lassen.
„Ich engagiere mich nun seit fast acht Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Böblingen. Als Maschinenbauer begeistert mich vor allem die Technik hinter den Einsatzfahrzeugen und Geräten. Aktuell mache ich deshalb auch den Maschinistenlehrgang, um die Fahrzeuge nicht nur fahren, sondern auch technisch bedienen zu können. Bei der Feuerwehr kann ich mein technisches Wissen sinnvoll einsetzen, im Team etwas bewegen und in Notfällen wirklich helfen – genau das macht’s für mich so besonders“.
Langweilig wird es bei der Feuerwehr jedenfalls nicht. Im Gegenteil.
„Seit 2018 bin ich aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Böblingen und seit 2022 in Esslingen. In dieser Zeit habe ich viele verschiedene Einsätze miterlebt – von Fehlalarmen über Tierrettungen bis hin zu mehrtägigen Großbränden war alles dabei“, erzählt Marc. „Aktuell bin ich Truppführer und absolviere den Maschinistenlehrgang, der mich künftig dazu berechtigt, Feuerwehrfahrzeuge zu fahren“.


