Labore der Fakultät Informationstechnik

An Hochschulen für  Angewandte Wissenschaften (HAW) steht neben der Vermittlung von theoretischem Wissen die Praxis und Anwendung im Fokus. Es werden die erlernten Inhalte durch praktische Aufgabenstellungen in Laborübungen vertieft und angewandt. Folgende Labore bilden - neben praktischem Studiensemester und Abschlussarbeiten in der Industrie - die Grundlage für ein praxisorientiertes Studium.

Die genannten Themenbereiche stellen nur einen Auszug aus Labortätigkeiten und dem Curriculum dar. Detailliert werden Inhalte einzelner Module in den Modulhandbüchern der Studiengänge unter dem Punkt Laborübungen beschrieben. Neben Laboren der Fakultät, stehen zentrale PC-Pools zur Verfügung, in denen Laborübungen ohne spezifische Hard- und Softwareanforderungen durchgeführt werden.

Labor Betriebssysteme
Schnittstelle zwischen Hardware und Software

Arbeiten als Anwender, Anwendungsprogrammierer und Administrator auf einem vernetzten System aus UNIX- und Windows-Rechnern.

  • Aufbau, Konzepte und Sicherheit von Betriebssystemen
  • Interprozesskommunikation und Synchronisation (IPC), sowie Netzwerkprogrammierung
  • Nutzung von Diensten des Betriebssystems über die Anwenderschnittstelle (Applikation Programmer Interface, API)
  • Unix-Kommandosprache und Shell-Skript-Programmierung

Raum: F01.305


Laborleiter

Prof. Dr.-Ing. Rainer Keller

Labor CAD der Mikroelektronik
Computergestützter Entwurf von Digitalschaltungen

Rapid Prototyping digitaler Schaltungen:
Schaltungsbeschreibung mit VHDL, Verifikation des Entwurfs durch Logik-Simulation, Synthese zur Realisierung in einem FPGA, Entwurf einer Testumgebung, Erprobung auf der Evaluationsplatine und eventuell Redesign.

  • 7-Segment-Anzeige
  • Arithmetic-Logic-Unit (ALU)
  • Automaten
  • Speicheransteuerung
  • CPU
  • Digitale Signalverarbeitung durch digitales FPGA mit zugeschaltetem A/D- und D/A-Wandler

 

Raum: F01.304a

Laborleiter

Prof. Dr.-Ing. Walter Lindermeir

Labor Datenbanken
effiziente, konsistente, dauerhafte Datenverwaltung

Aufbau von Grundfertigkeiten in der Entwicklung von hierarchischen netzwerkorientierten, relationalen und objektorientierten Datenmodellen für Datenbank-Applikationen.

Anwendung und Vertiefung in der Administration von Datenbanken-Management-Systemen. Möglichkeit zur Zertifizierung zum IBM/DB2-Administrator.

  • Relationale Algebra
  • Datenbankabfragesprache SQL
  • Schichtenmodell, Datenbankarchitekturen und -komponenten
  • Verwaltung von Rechte, Indizes, Views, Trigger und Stored Procedures.
  • Generierung von Auswertungen mittels offener Standardschnittstellen (ODBC)

Teams von Studierenden entwerfen und implementieren im Rahmen eines Projekts eine Datenbank-Applikation von der Idee bis zum lauffähigen Produkt. Sie lernen die Auswirkungen des Datenmodells auf Implementierung, Performance, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit abzuschätzen.

Business Inteligence

  • Anwendung von ganzheitlichem Konzept der intelligenten Entscheidungsunterstützung
  • Online Analytical Processing (OLAP)
  • Umsetzung theoretischer Ansätze der ökonomischen und technischen Entscheidungsunterstützung in realen Systemen
  • Einrichtung und Erlernen von Architekturen und Komponenten von BI-Systemen
  • Einrichtung von multidimensionalen Modellen (OLAP Cubes)
  • Modellierung und Implementierung von BI-Systemen

 

Data Mining, Big Data, Intelligent Data Analytics

  • Anwendung von Data Mining-Verfahren
  • Auswahl geeigneter Technologien für Data Mining-Verfahren und Big Data-Technologien
  • Verfahren maschinellen Lernens: Cluster-Analyse, Klassifikation
  • Generierung und Aufzeichnung von Zeitreihendaten
  • Regression und Vorhersage
  • Künstliche neuronale Netze

 

Raum: F01.410

Laborleiter

Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Nonnast

Labor Elektronik
Funktionsweise und Test elektronischer Schaltungen

Digitalspeicheroszilloskope und analoge Oszilloskope, Signalgeneratoren, Netzteile, digitale und analoge Multimeter, viele selbst erstellte Aufbauten als Messobjekte

 

Raum: F01.308

Laborleiter

Prof. Dr.-Ing. Harald Melcher

Labor Embedded Systems
Modellbasierte Software-Entwicklung für eingebettete Geräte

Entwicklung von Steuergerätesoftware als geschlossener Prozess mit den Stufen Design, Modellierung, Simulation, automatische Codegenerierung, Test auf dem Zielsystem.

  • Laboreinführung in das Thema Stateflow
  • Modellierung/Simulation einer Maschinensteuerung mit Matlab/Stateflow
  • Einführung in die automatische Codegenerierung/Portierung von Stateflow auf ein eingebettetes System
  • Modellierung/Simulation von verteilten Fahrzeug-Funktionen
  • Entwicklung eines autonom fahrenden Modellautos zur Vertiefung des Erlernten

 

Raum: F01.407

Laborleiter

Prof. Dr.-Ing. Reiner Marchthaler

Labor Embedded Systems Communication
Kommunikation in verteilten, eingebetteten Systemen

Entwurf, Simulation und Analyse von Kommunikationslösungen für Embedded Systems (ASI, CAN, Industrial Ethernet)

  • Modellierung und Simulation dynamischer Systeme, Innenleben und Probleme der Simulation
  • Eigenschaften von Regelalgorithmen und deren Software-Implementierung

 

Raum: F01.306

Laborleiter

Prof. Dipl.-Ing. Reinhard Keller

Labor Informationstechnik
Funktionsweise von Mikroprozessoren und Peripheriebausteinen

PC-Workstations, Prozessperipherie, Entwicklungs- und Simulationsumgebungen für Mikrocontroller, FPGAs und Echtzeitkommunikation in der Automatisierungs- und Automobiltechnik.

Simulation und Analyse digitaler Systeme mit FPGAs (kombinatorische Logik, Schaltwerke, Rechen- und Steuerwerk einer CPU, Speicherschnittstelle)

  • Zusammenspiel von Software und Hardware in Rechnersystemen
  • Rechnergestützte Steuerung und Regelung
  • Kommunikation zwischen Rechnersystemen in zeit- und sicherheitskritischen Anwendungen
  • Prozessorarchitektur und Programmiermodell eines Mikroprozessors
  • Hardwarenahe Programmierung, Assembler/C-Schnittstelle zwischen Betriebssystem und Hardware

 

Raum: F01.307

Laborleiter

Prof. Dr.-Ing. Werner Zimmermann

Labor Kommunikationstechnik
Zusammenschluss von Systemen zu einem Rechnernetz

LAN/WAN-Rechnernetze mit besonderer Behandlung der Protokollarchitektur TCP/IP des INTERNET
Konfiguration und Betrieb von komplexen IP-Netzen, Netzwerksicherheit

  • Kommunikationsprotokolle von TCP/IP- Netze
  • Analyse von Anwendungsdienste
  • Implementierung von Programmierschnittstellen wie socket und RPC
  • Internetprotokoll IPv6/ICMPv6
  • Mobile IP-Netze (mobile IP) und sichere IP-Netze (IPSec)
  • Netzwerksicherheit

 

Raum: F01.401

Laborleiter

Prof. Dr.-Ing. Michael Scharf

Labor Multimedia und Virtuelle Realität
Schnittstelle zwischen Mensch und Computer

Im Labor Multimedia und Virtuelle Realität werden die notwendigen Kenntnisse und Methoden vermittelt, um die Mensch-Computer-Interaktion zu beherrschen. Sei es im Zweidimensionalen als auch im Dreidimensionalen.

Zweidimensionale Benutzungsoberflächen sind grafische Oberflächen für Software-Applikationen und Webseiten. Diese müssen intuitiv, benutzerfreundlich und barrierefrei gestaltet sein. Usability und User Experience sind neben einem ansprechenden Layout eine zentrale Aufgabenstellung bei der Entwicklung von Benutzungsoberflächen.

Dreidimensionale Benutzungsoberflächen sind virtuelle Welten und Umgebungen. Komplexe Produkte, wie beispielsweise Autos, Flugzeuge, Maschinen und Fertigungsanlagen, werden heutzutage als CAD-Modell im Computer konzipiert. Virtuelle Welten ermöglichen die dreidimensionale Visualisierung von komplexen Produkten. Der Anwender kann mit der 3D-Szene interagieren und zum Beispiel Ein- und Ausbaustudien von Baugruppen. Ergonomieprüfungen mittels virtuellen Akteuren, oder Simulationsabläufe durchführen.

Im Labor Multimedia und Virtuelle Realität werden die dazu notwendigen Kenntnisse in folgenden Laborübungen vermittelt.

  • Generierung digitaler Medien für den Einsatz in multimedialen Software-Applikationen
  • Erstellung interaktiver, multimedialer Applikationen
  • Bearbeitung von Bilder, Audio- und Videosequenzen
  • Anwendung professioneller Produktionswerkzeuge der Medieninformatik, wie Adobe Creative Suit
  • Usability Tests mittels eines Eye-Tracking-Systems
  • 3D-Modellierung und Visualisierung virtueller Welten
  • Erstellung von Anwendung für Augmented Reality
  • Anwendung von Rendering Verfahren in der Computeranimation.
  • Anwendung  der Techniken der Computeranimation, wie Keyframe Animation, Inverse Kinematik und Charakter Animation
  • Implementierung von Interaktionstechniken in 3D, wie Gestenerkennung für Microsoft Kinect oder Hand Tracking für Leap Motion


Raum: F01.302 und F01.303

Laborleiter

Prof. Dr.-Ing. Reinhard Schmidt

 

Labor Signalverarbeitung
Informationen werden durch Signale ausgetauscht

Einübung des Entwicklungsablaufes vom Entwurf, über die Simulation bis zur Realisierung von Schaltungen und Systemen, Umgang mitspeziellen Messgeräten z.B. mit Standardgeräten, wie Oszilloskope, Funktionsgeneratoren, selektive Voltmeter, darüber hinaus Spektrumanalysatoren, Netzwerkanalysatoren, Universalfilter, Signalprozessoren unterschiedlicher Hersteller

RLC-Schaltung als Filter, Spektraldarstellung, Schwingungen und periodische Signale, Rauschsignale Entwurf und Realisierung digitaler Filter, Programmierung von Signalprozessoren

 

Raum: F01.403

Laborleiter

Prof. Dr.-Ing. Thao Dang

Labor Prozessdatenverarbeitung
Steuerung und Regelung in Echtzeit

In allen technischen Systemen und Anlagen, wie beispielsweise Fertigungsanlagen oder Flugzeugen, müssen Sensordaten erfasst werden. Diese dienen als Grundlage zur Steuerung und Regelung der technischen Systeme. Voraussetzung dabei ist, dass die Steuerung und Regelung in Echtzeit erfolgt.

Die dazu notwendigen Kenntnisse werden in Laborübungen zur Steuerung und Regelung der Flugbahnen von Drohnen vermittelt.


Raum: F01.301

Laborleiter

Prof. Dr. Jörg Friedrich

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Ab dem 15. April 2019 läuft die Bewerbungsphase

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