Vortrag im Rahmen der Ethikreihe: Das Menschen Mögliche - Eine historische Rekonstruktion von menschenverachtenden Inhalten in der Ausbildung Sozialer Berufe am Beispiel von Prüfungsaufgaben der Frauenschule für ‚Volkspflege’ Stuttgart

17:30-19:00 Uhr
Ort: Campus Flandernstraße, Gebäude 1, Raum F01.015 (H5)

Beschreibung:

 Die Beteiligung der ‚Volkspflege’ an der Vernichtungspolitik im Nationalsozialismus  ist bislang wenig beleuchtet. Gleichwohl machte sie es sich zur Aufgabe, Menschen zu kategorisieren und damit deren Deportation in Konzentrationslager oder ihre Sterilisation aus rasseideologischen Gründen zu veranlassen. Dazu sind ‚Volkspflegerinnen’ ausgebildet worden. Die Historische Werkstatt der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule Esslingen rekonstruierte Prüfungsaufgaben der Frauenschule für ‚Volkspflege’ Stuttgart, der Vorgängerinstitution der Hochschule Esslingen. In den Rekonstruktionen wird sichtbar, wie sich menschenverachtendes Denken systematisch in den Fallgeschichten, die zur Bearbeitung in der Prüfung vorgelegt wurden, zeigt. Dies lässt Rückschlüsse auf die in der Ausbildung vermittelten Inhalte zu und offenbart die zur Selbstverständlichkeit gewordenen rasseideologischen Haltungen. Gleichzeitig wird deutlich, wie sich die ‚Volkspflege’ in institutionelle Machtkonzentrationen im NS eingliederte und so individuelle Selbstbestimmung explizit verunmöglichte


Referent/in:

Historische Forschungswerkstatt Hochschule Esslingen


Zielgruppe:

alle Interessierten

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