Noch bis zum 13. März stärkt die Hochschule Esslingen ihre internationale Präsenz durch eine hochkarätige Kurzzeitdozentur an der Nelson Mandela University (NMU) in Südafrika. Gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), vermittelt Prof. Dr. Peter Häfele von der Fakultät Mobilität und Technik der Hochschule Esslingen spezialisiertes Know-how in den Bereichen Bauteilsicherheit und -zuverlässigkeit am renommierten Institut eNtsa der Nelson Mandela University.
In einem intensiven Programm von insgesamt 48 Lehrstunden, ergänzt durch seminaristische Übungen, Case Studies und Forschungs-Workshops, steht die Sicherheit technischer Großanlagen im Mittelpunkt. Die südafrikanische Kraftwerks- und Petrochemie-Industrie steht vor der Herausforderung, alternde Anlagen unter komplexen thermischen und mechanischen Belastungen sicher zu betreiben. Hier setzt die Expertise von Prof. Dr. Peter Häfele an: Mit modernen Methoden der Bruchmechanik (Fracture Mechanics) wird vermittelt, wie die Restlebensdauer rissbehafteter Bauteile unter schwingender Beanspruchung vorhergesagt werden kann. Lebensdauerverlängernde Maßnahmen, z. B. durch das Einbringen von Druckeigenspannungen, sind ebenfalls Gegenstand der Workshops und von aktuellen Forschungsvorhaben.
Zukunftsthema Elektroantriebe: Synergien zwischen Esslingen und Südafrika
Ein besonderes Highlight der Dozentur ist eine Spezialvorlesung zur Lebensdaueranalyse von schnelldrehenden Rotoren in Elektromotoren. Da das Institut eNtsa einen staatlich geförderten Schwerpunkt auf Elektroantriebe legt, ist das Interesse an der Expertise der Hochschule Esslingen groß.
„Der Austausch zeigt, dass unsere Forschung im Bereich der Betriebsfestigkeit und Elektromobilität weltweit gefragt ist“, so Prorektorin für Forschung und Transfer Prof. Dr. Gabriele Gühring. „Dass wir dieses Spezialwissen nun in Südafrika einbringen dürfen, unterstreicht die Qualität unserer Studiengänge in den Ingenieurswissenschaften.“
Studieren am Puls der Zeit: Fahrzeugtechnik und Elektrotechnik in Esslingen
Dieser internationale Wissenstransfer fließt unmittelbar zurück in die Hörsäle der Hochschule Esslingen. Studierende der Studiengänge Fahrzeugtechnik sowie Elektrotechnik an der Hochschule Esslingen profitieren direkt von diesen globalen Kooperationen und aktuellen Forschungsergebnissen.
- Fahrzeugtechnik: Hier lernen Studierende nicht nur die Grundlagen des Automobilbaus, sondern gestalten die Mobilität von morgen – von der Sicherheit und Lebensdauer moderner Leichtbaustrukturen bis hin zur Gesamtfahrzeugentwicklung.
- Elektrotechnik: Der Fokus auf elektrische Antriebe und die Sicherheit von Hochleistungs-Komponenten macht den Studiengang zur idealen Schmiede für Expertinnen und Experten der Energiewende und E-Mobilität.
Die Kurzzeitdozentur festigt die Position der Hochschule Esslingen als eine der führenden Adressen für praxisnahe Ingenieurwissenschaften, die weit über die Landesgrenzen hinaus Strahlkraft besitzt.

