Rückenwind für das INEM

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Das Institut für nachhaltige Energietechnik und Mobilität (INEM) der Hochschule Esslingen blickt auf eine spannende Zukunft: Mit erheblichen Forschungsinvestitionen aus Bundesmitteln, einem bedeutenden personellen Zuwachs und modernisierten Laboreinrichtungen wird das INEM weiterhin als zentraler Akteur in der Entwicklung zukunftsfähiger Energiesysteme positioniert.

Seit seiner Gründung im Jahr 2003 widmet sich das INEM der Forschung und Entwicklung innovativer Technologien im Bereich der regenerativen Energietechnik – von der Strom- und Wasserstofferzeugung über Energiespeicherung bis hin zu effizienten Energiewandlern. Kernkompetenzen des Instituts liegen in der Weiterentwicklung von Zelltechnologien: So forscht das INEM intensiv an PEM-basierten Brennstoffzellen, PEM- und AEM-basierten Elektrolyseuren sowie an der Entwicklung von Lithium-Ionen-Zellen mit besonderem Fokus auf die Nutzung von Recyclatmaterial in der Neuzellherstellung – flankiert um die frühphasige Evaluierung vielversprechender Post-Lithium-Ionen Technologien.

Neue Bundesförderung für Batterierecycling und nachhaltige Brennstoffzellen

In seiner jüngsten Sitzung konnte das INEM erfreuliche Nachrichten vermelden: Das Institut erhält erneut Forschungsmittel des Bundes, die die Entwicklung nachhaltiger Energiesysteme entscheidend voranbringen.

Ab 1. Januar 2026 fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms die Weiterentwicklung von Batterie-Recycling-Methoden mit über 380.000 Euro. Gleichzeitig wird die Forschung zu innovativen Materialien für Niedertemperatur-Brennstoffzellen mit ca. 74.000 Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Ausschreibung HAW-EuropaNetzwerke unterstützt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei im EU-Projekt, das derzeit aufgebaut wird: Ziel ist es, bestehende Materialien mit PFAS-Gehalt – insbesondere in Brennstoffzellen – durch umweltfreundliche und nachhaltige Alternativen zu ersetzen, ohne dabei die elektrochemischen Leistungsmerkmale der Zellen zu beeinträchtigen. Dies ist ein entscheidender Schritt hin zu einer umweltverträglicheren und sichereren Wasserstofftechnologie – ohne Verwendung von Ewigkeitschemikalien.

Die entwickelten Zelltechnologien sollen in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden – sowohl mobil als auch stationär. Dazu zählen unter anderem Lkw, Busse, mobile Arbeitsmaschinen, Flugzeuge und Schiffsantriebe. Gleichzeitig werden die Systeme für stationäre Anwendungen wie Energieversorgung für Rechenzentren, Wohnquartiere und andere Großverbraucher entwickelt – ein entscheidender Baustein für die Energiewende.

Wissenschaftliche Spitzenkraft: Neuer Forscherkreis mit vier neuen Professor:innen

Neben den finanziellen und technologischen Fortschritten, erweitert das INEM auch sein wissenschaftliches Profil: Mit seinem um vier neuberufene hochtalentierte Professor:innen verstärkten Team von nunmehr insgesamt 20 Professor:innen und 22 Wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen, zählt das Institut zu den größten Forschungszentren an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Baden-Württemberg.

Modernste Labore durch strategische Spenden

Die Forschungsinfrastruktur wurde im Jahr 2025 durch bedeutende Spenden der Unternehmen Robert Bosch GmbH und cellcentric erheblich aufgewertet. Der Forschungsstandort wurde mit modernsten Prüfständen ausgestattet: So spendete die Firma cellcentric einen MAT-Prüfstand zur elektrochemischen Charakterisierung von Brennstoffzellen-Membranen in Einzelzellen. Die Robert Bosch GmbH stellte einen Single-Cell- und Short-Stack-Prüfstand zur Verfügung, der das Testen der Dauerhaltbarkeit und Zuverlässigkeit von Brennstoffzellen-Zellen unter realitätsnahen Bedingungen ermöglicht. Zusätzlich konnte ebenfalls im Rahmen einer Industriespende eine umfangreiche Glovebox-Infrastruktur zur eigenständigen Herstellung von Batteriezellen errichtet und in Betrieb genommen werden, wodurch nun auf Laborebene das gesamte Lebenszyklus abgebildet werden kann. 

Diese Bereitstellung modernster Industrieausrüstung stärkt die infrastrukturelle Qualität des INEM und fördert gleichzeitig die Zusammenarbeit mit den Industriepartnern – ein wichtiges Fundament für den erfolgreichen Transfer von Forschungsergebnissen in marktreife Technologien.

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Christiane Rathmann

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