Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württembergs, Petra Olschowski, besuchte am gestrigen Mittwochnachmittag (26. November) zusammen mit der Esslinger Landtagsabgeordneten Andrea Lindlohr die Hochschule Esslingen. Die beiden Politikerinnen schauten sich Initiativen im Bereich Lehre, Forschung, Nachhaltigkeit und Innovation an. Der Besuch fand in mehreren Stationen auf dem Campus statt und zeigte eindrucksvoll, wie die Hochschule Esslingen aktiv zur Lösung globaler Herausforderungen beiträgt: von der Wasserstofftechnologie bis hin zur digitalen Fertigung. Zudem standen Gespräche mit der Hochschulleitung auf dem Programm.
Verschiedene Projekte und Initiativen vorgestellt
Der Besuch der Ministerin umfasste verschiedene Projekte und Initiativen, die sich auf die Themen Wasserstofftechnologie, nachhaltige Mobilität, digitale Fertigung und grüne Infrastruktur konzentrierten. Dabei wurden sowohl Lehr- und Forschungsprojekte als auch praktische Anwendungen vorgestellt. Besonders hervorzuheben ist die Wasserstoff-Initiative mit dem neuen Masterstudiengang „Wasserstoffwirtschaft und Technologiemanagement“ sowie die Einrichtung einer Carl-Zeiss-Stiftungsprofessur. Auch der Neubau Campus Weststadt, die geplante Eröffnung eines Studierenden-Service-Centres sowie eine Erweiterung des Studienangebots kamen zur Sprache.
Zudem wurde ein Forschungsimpuls zur „Smart Factory Grids“ vorgestellt, der die Zukunft der industriellen Produktion mit digitalen Technologien prägt. Der Hochschule Esslingen ist es dabei gelungen, als bundesweit einer von zehn Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und einziger HAW in Baden-Württemberg von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Fördermittel in Höhe von insgesamt sechs Millionen Euro für die Dauer von fünf Jahren für dieses Forschungsvorhaben im Bereich der service-basierten, hochflexiblen und dynamisch verteilten Fertigung mit autonomen Systemen einzuwerben.
Ministerin Petra Olschowski: „Die vielfältigen Aktivitäten der Hochschule Esslingen in Lehre, Forschung und Innovation beeindrucken mich sehr – insbesondere bei der nachhaltigen Energietechnik und Mobilität sowie bei der Wasserstofftechnologie. Mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsimpuls zur ‚Intelligenten Fabrik‘ hat die Hochschule beste Voraussetzungen, sich dauerhaft als Forschungsleuchtturm an der Schnittstelle von Maschinenbau und Informatik zu etablieren und damit dem Industriestandort Baden-Württemberg wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Fertigungsindustrie zu geben“, sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.
Mit Blick auf die Projekte bei Gründung und Start-up-Förderung im Maker SpaceES! betonte die Ministerin, dass solche Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region Stuttgart leisten.
Andrea Lindlohr, MdL: „Die Hochschule Esslingen zeigt, wie Zukunft entsteht: mit mutigen Ideen, starker Forschung und echtem Innovationsgeist. Das vielfältige Netzwerk der Hochschule Esslingen in unsere mittelständische Wirtschaft ist dabei eine entscheidende Stärke. Ob Wasserstoff, digitale Produktion oder nachhaltige Mobilität – hier werden Lösungen entwickelt, die unseren regionalen Wirtschaftsstandort langfristig voranbringen.“
Hochschulrektor Prof. Christof Wolfmaier: „Die Hochschule Esslingen ist ein wichtiger Akteur im Bereich der Technologieentwicklung und Innovation. Unsere Spitzenstellung unter den Hochschulen für Angewandte Wissenschaft in Baden-Württemberg wollen wir in den nächsten Jahren weiter ausbauen und mit neuen, strategischen Impulsen im Bereich der Lehre und Forschung unterfüttern. Ein Meilenstein in unserer langjährigen und erfolgreichen Entwicklung wird natürlich die Eröffnung unseres neuen Campus Weststadt sein.“
Blick in den MakerSpacES! zum Abschluss
Zum Abschluss des Besuchs stellte die Hochschule im MakerSpacES!, einer Kreativ- und Prototypenwerkstatt, das Start-up Recov Labs vor. Das Unternehmen produziert nachhaltig hergestelltes Kaffeeöl aus Kaffeesatz für die Kosmetikindustrie. Die Ministerin erfuhr, wie das Unternehmen durch Upcycling und lokale Produktion einen positiven ökologischen und wirtschaftlichen Effekt erzielt.





