Wissenschaft, Wirtschaft und Politik im Dialog

Hochschule

Wie kann die Region Stuttgart ihre Innovationskraft langfristig sichern? Welche Rolle spielen Hochschulen als Impulsgeberinnen für Transformation und wirtschaftliche Entwicklung? Mit diesen Fragen beschäftigte sich kürzlich das erste Turmgespräch „Weitblick: Wissenschaft und Politik im Dialog“, das auf dem Stuttgarter Fernsehturm Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Forschung zusammenbrachte. Initiiert hatte das Treffen der Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. . Für die Hochschule Esslingen nahm Rektor Prof. Christof Wolfmaier an der Veranstaltung teil. Heidi Stock, ehemalige Hochschulrats-Vorsitzende der Hochschule Esslingen und heute Head of Corporate Candidate & Employee Journey bei der Robert Bosch GmbH, hielt einen Impulsvortrag mit dem Titel „Gemeinsam an die Spitze von Innovation und Talent“.

Das neue Veranstaltungsformat schafft eine Plattform für den regelmäßigen Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren der Region. Ziel ist es, Wissenschaft noch stärker als Partnerin für Innovation und Transformation zu positionieren und gemeinsam die Zukunft des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Region Stuttgart zu gestalten.

Hochschule Esslingen bringt konkrete Zukunftsprojekte ein

Im Rahmen der Diskussion stellte Prof. Wolfmaier beispielhaft Projekte der Hochschule Esslingen vor, die bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Innovationskraft der Region leisten. Dazu zählt insbesondere der Ausbau der Zukunftsfabrik im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Esslingen am neuen Campus Weststadt. In enger Kooperation mit der Stadt Esslingen entsteht dort ein moderner Forschungs- und Innovationsstandort. 

„Wir bedanken uns ausdrücklich für die Unterstützung durch den Verband Region Stuttgart (VRS) und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS), die das Vorhaben mit insgesamt 900.000 Euro fördern“, sagte Prof. Wolfmaier.

Ein weiterer Schwerpunkt, so Prof. Wolfmaier, seien die Forschungskooperationen der Hochschule mit Industrie und Mittelstand, insbesondere im Bereich der Automatisierungstechnik. Einen wichtigen Impuls hierfür liefert die bewilligte Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einem Gesamtvolumen von rund sechs Millionen Euro.

Qualifizierte Fachkräfte und starke Netzwerke als Schlüssel zur Transformation

In seinem Beitrag machte Prof. Wolfmaier deutlich, dass die erfolgreiche Transformation der Region vor allem eines benötigt: zukunftsfähig qualifiziertes Personal. Hochschulen spielen dabei eine Schlüsselrolle – sowohl durch die Ausbildung von Fachkräften als auch durch anwendungsorientierte Forschung und den Wissenstransfer in Unternehmen.

„Die Hochschule Esslingen ist bereits heute Teil eines starken Netzwerks aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichen Partnern in der Region. Umso wichtiger sind Formate wie das Turmgespräch, um bestehende Kooperationen weiter auszubauen und gemeinsam neue Ideen auf den Weg zu bringen“, so Prof. Wolfmaier.
 

Ein „Haus der Wissenschaft“ für die Region

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war außerdem die Vision eines Hauses der Wissenschaft – eines Ortes, an dem Wissenschaft sichtbar und erlebbar wird und an welchem Hochschulen, Unternehmen, Start-ups, Politik und Gesellschaft enger zusammenarbeiten können. Auch die Bedeutung von Talenten, Kooperation und Geschwindigkeit für die Zukunftsfähigkeit der Region wurde in den verschiedenen Beiträgen hervorgehoben.

Die Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. plant, die Turmgespräche ab 2026 jährlich fortzuführen. Die Hochschule Esslingen begrüßt diese Initiative und wird sich auch künftig aktiv in den Dialog einbringen.

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