Sprung ins Ungewisse

Zehn amerikanische Studierende aus Alabama waren zu Gast an der Hochschule Esslingen und bei Daimler.

Auf eine ganz besondere Erfahrung blicken John Paul Smith und neun andere Studierende von der University of Alabama in den USA zurück. Der 21-jährige Student ist ein Botschafter für das internationale Studienaustauschprogramm "Two Steps Ahead". Zusammen mit seine Kommilitonen hat er das vergangene Jahr in Deutschland verbracht, wo er an der Hochschule Esslingen in der Fakultät Fahrzeugtechnik studiert und ein Praktikum bei der Daimler AG absolviert hat.

Die Professoren haben Branchenerfahrung

In einem Daimler-Blog berichtet der junge Mann von seinen Erfahrungen. „In der ersten Hälfte unseres Auslandsjahres in Deutschland studierten wir ein Semester an der Hochschule Esslingen in der mittelalterlichen Stadt Esslingen, die anmutig inmitten von Weinbergen liegt. Dort saßen wir Seite an Seite mit unseren deutschsprachigen Studienkollegen – in ausschließlich deutschen Vorlesungen. Im Unterschied zu vielen Professoren an unserer Heimatuniversität haben alle unsere Professoren an der Hochschule Branchenerfahrung. Einige hatten sogar die Lehrbücher, die wir im Studium verwendeten, mitverfasst“, berichtet der junge Mann.

John Paul Smith hat aber auch Unterschiede im Lehrbetrieb kennengelernt: „Das deutsche Lernkonzept verlangte von uns eine hohe Bereitschaft, unser Studium außerhalb der Vorlesungen selbst zu gestalten und selbst zu verantworten.  Anders als an der University of Alabama gibt es während des Semesters keine verpflichtenden  Hausarbeiten. Und die Note für einen Kurs hängt von einer einzigen Abschlussprüfung ab. Ein ziemlich hoher Druck für amerikanische Studenten, die nach meinen Erfahrungen häufig dazu neigen, Dinge auf die lange Bank zu schieben“, schreibt er.

Sprachliche und kulturelle Unterschiede in Europa

In der vorlesungsfreien Zeit sind die Amerikaner durch Europa gereist: "Es mag klischeehaft klingen, aber die sprachlichen und kulturellen Unterschiede der europäischen Länder, die in so unmittelbarer Nachbarschaft zueinander liegen, wie die Bundesstaaten in den USA, haben uns verblüfft", berichtet Smith. In der zweiten Jahreshälfte haben die Studierenden ein Praktikum bei Daimler in Sindelfingen absolviert.

Fazit des Austauschstudenten: "Die Teilnahme am ‚Two Steps Ahead‘-Programm hat uns Erfahrungen und Einblicke ermöglicht, die für uns als Studierende, Ingenieure und vor allem als Menschen wertvoll und prägend waren. Wir erfuhren aus erster Hand, wie Sprache und Kultur das Studium oder die Art und Weise, Probleme zu lösen, beeinflussen. Wie Produkte und neue Technologien in einem internationalen Unternehmen entwickelt werden. Und wie man den Umgang mit Freunden und Nachbarn anderer Kulturen pflegt."

Prof. Wolfmaier: Amerikanische Gruppe war eine Bereicherung für den Campus

"Nicht nur die Studierenden hatten den Vorteil ihres Aufenthalts bei uns, sondern auch wir alle, die Betreuer und Dozenten, haben es sehr genossen, die Austauschstudierenden bei uns zu haben. Die Gruppe war eine große Bereicherung auf unserem Campus. Deshalb freuen wir uns sehr darauf, unsere nächsten Gäste aus Tusacaloosa zu begrüßen. Das Austauschprogramm ‘Two steps ahead‘ mit der UA geht nun in die dritte Runde", berichtet Prof. Christof Wolfmaier, Dekan der Fakultät Fahrzeugtechnik und Betreuer des Austauschprogramms.

Zum Wintersemester 2018/2019 empfängt die Hochschule Esslingen erneut fünf neue amerikanische Studierende aus Tuscaloosa.

Weitere Informationen

Daimler-Blog

Online bewerben für das Sommersemester 2019!

Achtung, nur bis zum 15. Januar 2019 läuft die Bewerbungsphase.
Abweichende Bewerbungsschlüsse für einige Master-Studiengänge

Jetzt bewerben
M.A. Christiane Rathmann
+49 711 397-3008

Nach Vereinbarung

Bürozeiten: Montag bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr