Smart Factory Testumgebung im Virtual Automation Lab

Kooperative und mobile Roboter, digitale Zwillinge, Augmented und Mixed Reality Umgebungen: Vernetzte physische und virtuelle Assistenzsysteme bieten an der Hochschule Esslingen eine Smart Factory Testumgebung für Forschungs- und Transferprojekte

Die Fakultät Maschinenbau der Hochschule Esslingen geht den nächsten Schritt im Forschungsbereich „Virtuelle Automatisierung“.  Das Forschungslabor Virtual Automation Lab (VAL) erweitert sein Portfolio um eine Smart Factory Testumgebung.

Testumgebung

Sie sieht die Ausstattung der Fertigungs- und Montageprozesse mit physischen Assistenzsystemen, wie kooperative und mobile Roboter,  und virtuellen Assistenzsystemen, wie dem digitalen Zwilling sowie Augmented und Mixed Reality Umgebungen, vor. Werkzeugmaschinen des Labors für Umform- und Zerspannungstechnik (LUZ) werden in  die Smart Factory integriert.  Flexible Handhabungseinrichtungen, wie mobile Roboter (Fahrerlose Transportsysteme, Flugroboter) vernetzt sie physisch miteinander.

Edge-Cloud-Plattform sorgt für die digitale Vernetzung

Die digitale Vernetzung über alle Stationen der Smart Factory wird über die bereits am VAL vorhandenen Edge-Cloud-Plattform, in der Daten dezentral am Rand (Edge) eines Netzwerks und damit ressourcenschonend verarbeitet werden, realisiert. Sie ermöglicht bereits heute die einfache Vernetzung von Maschinen über das M2M-(Machine to machine)-Kommunikationsprotokoll OPC UA sowie die Visualisierung der Daten über mobile Endgeräte und Datenbrillen. Auf dieser Basis richten die Esslinger Forscher einen mit modernen cloud- und servicebasierten Methoden ausgestatteten Industrie 4.0-Leitstand für die gesamte Smart Factory ein.

Basis für Forschungsarbeiten und Transferprojekte

Der Aufbau  Smart Factory Testumgebung ist für die nächsten vier Jahre geplant. Das Projekt wird aus Strategiemitteln der Hochschule Esslingen und aus Haushaltsmitteln der Fakultät Maschinenbau finanziert.

Studierende und Firmen profitieren

Die Testumgebung steht Studierenden in dieser Zeit für ihre Bachelor-Thesis sowie Doktoranden für Promotionsprojekte zur Verfügung. Damit trägt sie zur Zielsetzung der Hochschule Esslingen bei, ihre Studierenden frühzeitig mit modernen Technologien in Kontakt zu bringen, die das gewonnene Know-How in die Unternehmen tragen.  Industriefirmen profitieren aber auch direkt von Forschungsergebnissen im Rahmen von Transferprojekten, in denen sie die neuen Technologien in professioneller Umgebung erproben können.

Hintergrund

Virtual Automation Lab (VAL)

Das Virtual Automation Lab (VAL) ist ein Forschungslabor der Fakultät Maschinenbau an der Hochschule Esslingen. Der Forschungsauftrag beinhaltet die anwendungsorientierte Entwicklung von Methoden und Software rund um das Thema „Smart Factory Data und Simulation“.

Das Forschungslabor VAL wurde im Rahmen der Transferinitiative „Transferplattform BW Industrie 4.0“ aufgebaut. Bei der Initiative handelt es  sich um eine Kollaboration der Hochschulen Aalen, Esslingen und Reutlingen mit der Steinbeis-Stiftung. Sie hat die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der lokalen Wirtschaft im Bereich Industrie 4.0 zum Ziel. Finanziell unterstützt wird die Initiative vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

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