Schlangenhaut aus Silikon – eine neue Maschine macht‘s möglich

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Die Firma ELMET überlässt der Hochschule Esslingen eine moderne Silikon-Dosieranlage

Die Fakultät Maschinenbau, im Speziellen das Labor für Kunststofftechnik an der Hochschule Esslingen, bekommt von der österreichischen Firma ELMET Elastomere Produktions- und Dienstleistungs-GmbH kostenfrei eine neue moderne Silikon-Dosieranlage ausgeliehen. Das Labor für Kunststofftechnik möchte die neue Maschine vornehmlich für die Forschung an der Hochschule verwenden. Geplant ist allerdings auch, diese innerhalb von ein bis zwei Semestern in die Lehre einzubinden.

Wie Silikon entsteht

Silikonbauteile werden durch eine chemische Reaktion zweier flüssiger Komponenten hergestellt. Die Silikon-Dosieranlage befördert die beiden Komponenten separat bis diese durch einen statischen Mischer an eine Spritzgießmaschine angeschlossen werden. Dort wird das gemischte Silikon in die gewünschte Form gebracht. Durch Hitze wird die chemische Reaktion beschleunigt und das Silikonbauteil härtet aus.

Johannes Schmid, Mitarbeiter im Labor für Kunststofftechnik der Fakultät Maschinenbau, weiß die Leihgabe zu schätzen: „Mit der neuen Maschine lassen sich die verschiedensten Teile herstellen. Im Alltag begegnen uns Silikonteile beispielsweise in Schläuchen für Kaffeemaschinen, Backformen oder Handyhüllen. Zudem spart die neue Anlage Materialkosten ein, da sie genauer arbeitet und einfacher zu reinigen ist als ihr Vorgänger.“ Dies ist für die Hochschule ein erheblicher finanzieller Vorteil, da das Kilo Silikon aktuell etwa zehn Euro kostet.

Die neue Anlage und das Projekt „SNAKE-SKIN“

Die Studierenden sowie die Firma ELMET profitieren von der Leihgabe: Während die Studierenden die Maschine im Rahmen der Vorlesungen leichter bedienen können, kann sich die Firma ELMET in der Region Bekanntheit verschaffen und darüber hinaus neue Kunden bzw. Mitarbeiter für sich gewinnen.

Aktuell versucht die Hochschule Esslingen gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut Werkstoffmechanik im Zuge des Forschungsprojekts eine von der Natur inspirierte Oberfläche aus Silikon, ähnlich einer Schlangenhaut, anzufertigen. Die neue Dosieranlage macht dies erst möglich. Die Silikonhaut soll später in vielen verschiedenen Bereichen, wie der Medizintechnik, Verwendung finden. Ihr Vorteil liegt unter anderem in ihrer Flexibilität: Das Silikon nimmt immer wieder seine ursprüngliche Form an, wenn es zuvor deformiert wurde.

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