Pflegenotstand: Forschungsprojekt der Hochschule präsentiert erstes Zwischenergebnis

Zwar werden in vielen Branchen händeringend Fachkräfte gesucht – im Bereich Pflege ist der Mangel jedoch besonders groß. Erste Ergebnisse des Forschungszentrums ZAFH care4care an der Hochschule Esslingen zeigen, dass die Situation zwar sehr ernst ist, dass die Branche aber mit all ihrer Expertise diesem Zustand entgegenzuwirken versucht.

Es zeigt sich allerdings auch, dass die Handlungsmöglichkeiten der Einrichtungen begrenzt sind. Deshalb müssen sich aus Sicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die verschiedenen Akteure mehr zusammenschließen, um die Anzahl an Fachkräften zu erhöhen und damit den dringend notwendig Fachkraftbedarf zu decken. So sind beispielsweise auch Kommunen gefordert, sich mehr als bisher des Themas anzunehmen.

Das Forschungszentrum ZAFH care4care an der Hochschule Esslingen untersucht im Verbund mit anderen Forschungseinrichtungen, wie Pflegefachkräfte gewonnen werden können und dauerhaft zufrieden und gesund in ihrem Beruf bleiben. Auf der Basis verschiedener Befragungen, die von Juni 2018 bis Mai 2019 durchgeführt werden, werden erfolgversprechende Vorgehensweisen bei Personalgewinnung und -bindung in der Pflege ermittelt und entwickelt.

Wissen, Ideen und Tatkraft sind vorhanden – jetzt geht es um die Einflussfaktoren

„Die ersten Erhebungen zeigen, dass Wissen, Ideen und eine Tatkraft in den Einrichtungen vorhanden sind. Deshalb müssen nun hemmende und förderliche Einflussfaktoren ermittelt und ausgehend davon die entscheidenden Stellschrauben benannt werden, um den steigenden Fachkraftbedarf zu decken“, sagt die Sprecherin des Forschungszentrums, Prof. Dr. Karin Reiber von der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule Esslingen.

Aus diesem Grund wird der Forschungsverbund nun in weiteren Analysen unter anderem ermitteln, welche Rahmenbedingungen für eine dauerhaft erfolgreiche Personalpolitik erforderlich sind. Im Zuge dessen wird unter anderem bei Einrichtungen aus der Region Neckar-Alb und dem Stadtkreis Stuttgart erhoben, welche Voraussetzungen dafür im Einzelnen entscheidend sind.

Nach der Auswertung aller Antworten lassen sich weitere Empfehlungen an die Einrichtungen der Pflegebranche, aber auch Handlungshinweise für die maßgeblichen Personen, Verbände und Gremien wissenschaftlich abgesichert ableiten.

Der Forschungsverbund ZAFH care4care wird zunächst bis Februar 2020 vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unter Einbindung von Strukturfondmitteln der EU (EFRE) gefördert. In dem Verbund haben sich die beiden Hochschulen Esslingen und Ravensburg-Weingarten mit dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Tübingen zusammen­geschlos­sen.

Gemeinsam wollen die Partner zukunftsweisende Strategien entwickeln, um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken.

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ZAFH Care4Care

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