Die Hochschule Esslingen hat kürzlich in einer feierlichen Zeremonie den Lehrpreis 2026 verliehen. Die Auszeichnung würdigt besondere Leistungen in der Lehre und setzt ein Zeichen für innovative und praxisnahe Hochschulbildung. Die Preisträger sind in diesem Jahr Michaela Gelewski, Lehrbeauftragte an der Fakultät Soziale Arbeit, Bildung und Pflege sowie Prof. Dr. Jörg Nitzsche von der Fakultät Informatik und Informationstechnik.
Praxisnah und theoriegeleitet: Michaela Gelewski für „Gesprächsführung“ ausgezeichnet
Michaela Gelewski erhält den Lehrpreis für ihre Lehrveranstaltung „Gesprächsführung“ im Bachelor-Studiengang Kindheitspädagogik (7. Semester). Ihre didaktische Konzeption basiert auf einem zyklischen Didaktikmodell, das Theorie und Praxis eng verknüpft und den Studierenden einen strukturierten Weg zur Anwendung ihres Wissens bietet.
„Praxis ohne Evidenz bleibt riskant, Theorie ohne praktische Anwendung bleibt abstrakt“, formuliert Gelewski ihr zentrales Leitprinzip, das als Grundsatz die gesamte Lehrveranstaltung prägt.
Mit einer hohen Studierendenorientierung und der gezielten Einbindung digitaler Tools wie Mentimeter für Reflexionen und interaktive Quizze schafft sie laut dem Gutachter ein dynamisches Lernumfeld.
Technologie, Praxis und Digitalisierung: Prof. Dr. Jörg Nitzsche für „Softwarearchitektur“ ausgezeichnet
Prof. Dr. Jörg Nitzsche wird für seine Vorlesung „Softwarearchitektur“ im 4. Semester von vier IT-Bachelor-Studiengängen ausgezeichnet. Seine Lehrveranstaltung zeichnet sich durch einen systematischen, praxisnahen und digitalen didaktischen Aufbau aus.
Über das gesamte Semester hinweg wird das Thema anhand einer Beispielwebanwendung vermittelt. Um nichtfunktionale Anforderungen zu erfüllen, werden Lösungen mit Architekturmustern erarbeitet, diskutiert, anhand von Open-Source-Technologien demonstriert und von Studierenden in einem praxisnahen Labor umgesetzt. Unterstützend setzt Prof. Nitzsche das Abstimmungstool Particify ein, über das die Studierenden eine initiale Einschätzung zu Lösungsmöglichkeiten abgeben können, um anschließend aktiv in die Diskussion mit einzusteigen.
Der Prorektor für Lehre und Weiterbildung, Prof. Dr. Martin Stämpfle, begrüßt die Auszeichnung: „Die Verleihung des Lehrpreises ist mehr als die Anerkennung einzelner Professorinnen und Professoren. Sie ist ein klares Bekenntnis unserer Hochschule zu hochwertiger und studierendenorientierter Lehre. Die Arbeit inspiriert nicht nur die Studierenden, sondern auch Kolleginnen und Kollegen. Wir sind stolz auf diese herausragenden Beiträge zur Bildungsqualität.“
Verfahren und Hintergrund
Der Lehrpreis wird einmal jährlich an der Hochschule Esslingen verliehen. Studierende und Professorenschaft können Vorschläge einreichen, die auf Basis von Evaluationsdaten, Gutachten und persönlichen Interviews gewertet werden. Der Lehrpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro dotiert.



