Das Forschungsinstitut Technische Zuverlässigkeit und Prognostik an der Hochschule Esslingen beschäftigt sich mit der Alterung von Maschinenbauteilen. Dabei geht es insbesondere darum, wie deren Lebensdauer mittels künstlicher Intelligenz aber auch physikalischer Modelle vorhergesagt werden und in der Folge eine optimale vorrausschauende Wartung betrieben werden kann.
Team aus Promovierenden und Postdocs
Prof. Dr. Peter Zeiler arbeitet mit einem Team aus Promovierenden und Postdocs an verschiedenen Forschungsprojekten, die zum Beispiel Wälzlager, Luftfilter oder auch Batterien untersuchen. Ziel ist es auch, physikalische Modelle für die Lebensdauer von Maschinenbauteilen zu finden, um späteren Nutzern ein aufwändiges Training für bestimmte Bauteile zu ersparen.
Damit Prof. Zeiler seine Forschung weiter auf hohem Niveau betreiben und sogar ausbauen kann, hat er an der Hochschule Esslingen jetzt für die kommenden fünf Jahre eine Forschungsprofessur. Das bedeutet, dass er sich mit der Hälfte seiner Arbeitszeit auf die Forschung konzentrieren kann und sich mit der anderen Hälfte weiterhin der Lehre widmet.
Viele Absolvent:innen von Masterstudiengängen
Im Forschungsteam von Prof. Zeiler sind daher auch viele Absolventinnen und Absolventen der Masterstudiengänge an der Hochschule Esslingen. So haben Leonie Schmidt und Moritz Müllerschön an der Hochschule Esslingen nach ihrem Bachelor im Maschinenbau den Masterstudiengang Ressourceneffizienz im Maschinenbau studiert. Im Masterstudiengang Ressourceneffizienz im Maschinenbau werden Vorgehensweisen und Technologien gelehrt, wie zukunftsträchtige Produkte mit möglichst geringem Verbrauch von Material und Energie optimal ihre Funktion erfüllen können.
Beide wollen jetzt eine Doktorarbeit an dieser wichtigen Schnittstelle zwischen künstlicher Intelligenz und Maschinenbau schreiben. Dass das Labor und Forschungsinstitut für Technische Zuverlässigkeit und Prognostik seinen Standort am Campus in Göppingen hat, passt sehr gut, weil sich auch viele Schnittstellen zur dort ansässigen Mechatronik bieten.
Prorektorin: “Künstliche Intelligenz wird transparent und nachvollziehbar”
„Es hat mich sehr begeistert, dass innerhalb der Forschungsgruppe auch Datensätze entwickelt und öffentlich zur Verfügung gestellt werden. So wird künstliche Intelligenz transparent und nachvollziehbar und vor allem können auch folgende Forschungsgruppen darauf aufbauen oder Studierende daran lernen“, sagt Prof. Dr. Gabriele Gühring, Prorektorin Forschung und Transfer.
Zusammen mit Ulrike Vogelmann aus dem Referat Forschung und Transfer hat sie das Forschungsinstitut in Göppingen besucht. Das Referat Forschung und Transfer bietet Unterstützung bei der Beantragung und Durchführung von Forschungsprojekten an der Hochschule Esslingen an. Das ist wichtig, weil alle auch am Institut von Prof. Zeiler durchgeführten Forschungsprojekte in einem wettbewerblichen Verfahren wie zum Beispiel bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder dem Bundeministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eingeworben wurden.



