„Ich bin sehr dankbar für das tolle Umfeld“

International Studium

Der georgische Student Nugzar Bakhtadze hat den DAAD-Preis für hervorragende Leistungen und soziales Engagement erhalten.

Nugzar Bakhtadze studiert im 6. Semester Internationale Technische Betriebswirtschaft an der Hochschule Esslingen. Im Sommer steht seine Bachelorarbeit an, die er in einem Unternehmen schreiben will. In seiner Freizeit engagiert sich der Georgier im Verein für Internationale Jugendarbeit Stuttgart, hat mit Kommilitonen zusammen eine Sprachtandem-App entwickelt und war zudem als Tutor im Vorkurs Mathematik aktiv.

Für seine herausragenden Studienleistungen und sein soziales Engagement hat der Student den mit 1.000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) gewonnen. Kürzlich überreichte ihm Hochschulrektor Prof. Dr. Christian Maercker den Preis.

Seit sieben Jahren ist die Region seine neue Heimat
Nugzar Bakhtadze ist als Au-Pair nach Stuttgart gekommen. Doch innerhalb kurzer Zeit gefiel es ihm so gut, dass er beschloss, den Deutsch-Intensivkurs zu belegen und ganz in Deutschland zu studieren. In seiner Heimat Georgien hatte er bereits ein BWL-Studium begonnen. Mittlerweile sind es sieben Jahre, die Nugzar in der Region lebt, und er fühlt sich heimisch.

Dabei hat ihm vor allem der Verein für Internationale Jugendarbeit Stuttgart geholfen. „Hier treffe ich viele interessante Menschen aus unterschiedlichen Ländern mit ihren Geschichten – das macht die Treffen so spannend“, erzählt er. „Wir sprechen über unsere Probleme und Erfolge. Ich bekomme auch viele wichtige Tipps für das Leben in Deutschland. Vor allem aber habe ich Freunde gefunden“, sagt der 26-Jährige.

Sprachtandem-Abende und eine App gehören zu seinen Projekten
In dem Verein gab der junge Mann den Anstoß, so genannte Sprachtandem-Abende zu organisieren: Zwei Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen treffen sich und helfen sich gegenseitig, die jeweils fremde Sprache besser zu lernen.

Seine Erfahrung mit den Sprachtandems brachte Nugzar auch an der Hochschule ein. So fand er Professoren und Kommilitonen, mit denen er gemeinsam eine eigene App „Talk2me“ für das Sprachenlernen entwickelte und an der Hochschule einführte.

Neben dem Spracherwerb sorgt die App auch für einen regen Austausch auf dem Campus. „So lernen sich Amerikaner, Georgier oder Spanier kennen und kommen schneller in Kontakt zu den Esslinger Studierenden“, sagt er. Dass Nugzar im Vorkurs Mathematik als Tutor tätig war und den Studienanfängern mit Rat und Tat zur Seite stand, gehörte zu seinem weiteren Engagement.

Mühe und Engagement zahlen sich für ihn aus
Wie bewältigt er das ganze Arbeitspensum? „Ich habe schnell gemerkt, dass sich mein Lernen und meine Mühe auszahlen“, sagt er. „Um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren, habe ich von Anfang an gearbeitet. Nach kurzer Zeit konnte ich studienbezogene Jobs annehmen und das gab mir einen weiteren Motivations-Schub. Ich sammele Erfahrungen, knüpfe Beziehungen und lerne Leute kennen – bei allen meinen Aufgaben.“

Eines ist ihm besonders wichtig: „Ich bin sehr dankbar für alles, für das tolle Umfeld, das mir hier geboten wird, die Tipps von Professoren, die guten Gespräche mit den Kommilitonen, die Wohnung.“ Ob er in Esslingen bleibt, weiß er nicht. Vielleicht schließt er ein Masterstudium an, noch schrecken ihn jedoch die Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer ab.

Den Segen seines Vaters hätte er: „Er hat mich kürzlich besucht, ist mit dem Fahrrad herumgefahren und war ganz begeistert von der Stadt. Jetzt schwärmt er überall von Esslingen“, erzählt er und lacht.

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Christiane Rathmann
M.A. Christiane Rathmann