Die Studierenden des Masterstudiengangs berichten:
"Im Rahmen unseres Masterstudiengangs Energiesysteme und Energiemanagement an der Hochschule Esslingen unternahmen wir im Sommersemester eine studienbezogene Exkursion in die Hansestadt Hamburg.
Die Organisation und Durchführung erfolgten unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Rohrbach, Dekan unseres Studiengangs sowie des Semestersprechers Denis Hasanovic. Insgesamt nahmen 15 Studierende teil, so dass wir als Gruppe von 16 Personen vor Ort unterwegs waren.
Die Exkursion hatte das Ziel, das im Studium erlernte theoretische Wissen durch praktische Erfahrungen zu ergänzen. Dabei lag der Fokus auf dem Kennenlernen innovativer Technologien, energieeffizienter Systeme und zukunftsweisender Konzepte im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung und Energiesysteme. Besuche bei Unternehmen, Laboreinrichtungen und technischen Bauwerken boten uns praxisnahe Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Branche.
Gleichzeitig wurde das Programm um kulturelle und urbane Highlights ergänzt, um ein umfassendes Bild der Stadt Hamburg zu vermitteln. Der interdisziplinäre Austausch, die gemeinsame Reise sowie die Vielfalt der Inhalte sorgten für eine intensive Lernerfahrung und stärkten zudem den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Gruppe."
Programmpunkte und Erkenntnisse
1. Führung durch die Elbphilharmonie
"Ein zentraler Programmpunkt unserer Exkursion war die Führung durch die Elbphilharmonie, eines der architektonisch und akustisch bekanntesten Gebäude Europas. Bereits von außen beeindruckt der Kontrast zwischen dem historischen Backsteinsockel des ehemaligen Kaispeichers und dem modernen, wellenförmigen Glasaufbau. Im Rahmen der Führung erhielten wir einen Einblick in die Besonderheiten der beiden Konzertsäle. Im kleineren Saal wurde besonders auf die akustische Gestaltung und die spezielle Wandstruktur eingegangen, die durch ihre unregelmäßige Oberflächengeometrie für eine gezielte Streuung des Schalls sorgt.
Der Rundgang führte uns anschließend auch in den großen Konzertsaal, dessen Aufbau nach dem sogenannten „Weinberg-Prinzip“ erfolgt, mit Sitzplätzen, die sich rund um die Bühne erheben. Die Führerin erklärte uns anschaulich, wie durch Form, Material und Ausrichtung des Raums eine herausragende Klangqualität erzielt wird, bei der jedes einzelne Akustikelement millimetergenau geplant ist.
Neben technischen Fakten bekamen wir auch Einblicke in die Bedeutung des Gebäudes für Hamburg als Kulturstadt. Auf der öffentlich zugänglichen Plaza, die zwischen dem Altbau und der modernen Konstruktion liegt, genossen wir gemeinsam den Blick über den Hafen.
Die Elbphilharmonie hat bei vielen von uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sowohl durch ihre architektonische Strahlkraft als auch durch die Verbindung von Kunst, Technik und Stadtidentität."
2. Werksbesuch bei Grundfos in Wahlstedt
"Ein zentraler technischer Programmpunkt unserer Exkursion war der Besuch des Pumpenherstellers Grundfos am Standort Wahlstedt. Vor Ort erhielten wir einen umfassenden Einblick in die Produktion, Digitalisierung und Zukunftsstrategie eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich hocheffizienter Pumpensysteme.
Während der Werksführung wurden uns die einzelnen Schritte der Pumpenfertigung anschaulich erläutert, von der automatisierten Bearbeitung einzelner Komponenten über die Montageprozesse bis hin zur Endprüfung. Besonders beeindruckend war der hohe Grad an Digitalisierung und Prozessoptimierung, etwa durch den Einsatz vernetzter Maschinen und moderner Steuerungssysteme.
Ein weiterer Fokus lag auf der Entwicklung energieeffizienter und intelligenter Pumpenlösungen, die zukünftig eine immer wichtigere Rolle in nachhaltigen Energiesystemen spielen werden. Die Präsentation aktueller Forschungsansätze sowie der Austausch mit Mitarbeitenden gaben uns dabei einen realistischen Einblick in mögliche Berufsperspektiven für Ingenieur*innen im Bereich Pumpentechnik.
Das Gruppenfoto vor dem Hauptgebäude bildete den gelungenen Abschluss des Besuchs und zeigte die positive Atmosphäre sowie das starke Interesse unserer Gruppe an den vorgestellten Inhalten."
3. Besuch bei Rudolf Ottomeyer GmbH (ROM), Forschung & Prüftechnik
"Ein weiteres technisches Highlight unserer Exkursion war der Besuch der Rudolf Ottomeyer GmbH (ROM) in Hamburg, einem auf Strömungsuntersuchungen spezialisierten Unternehmen. Das ROM-Labor steht für praxisnahe Forschung auf höchstem technischem Niveau und gab uns einen faszinierenden Einblick in die Umsetzung großtechnischer Luftströmungsprojekte im Modellmaßstab.
Bei der Führung wurde uns erklärt, wie dort große Bauvorhaben, wie zum Beispiel Tunnelsysteme, Museen oder Industriehallen, zunächst als physische Modelle aufgebaut und unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden. Durch Anwendung der Ähnlichkeitsgesetze lassen sich die Erkenntnisse aus diesen verkleinerten Testmodellen direkt auf das spätere reale System übertragen. Besonders eindrucksvoll war das Beispiel des Mercedes-Benz Museums, bei dem durch gezielte Luftführung ein „Wirbel“ für die Rauchabsaugung im Brandfall erzeugt werden soll, dieser wurde bei ROM im Vorfeld im Modell getestet und optimiert.
Die Mitarbeitenden bei ROM demonstrierten ihre Arbeit mit Leidenschaft und großer Detailgenauigkeit. In einer Art Labor-„Spielplatz“ entstehen hier maßgeschneiderte Versuchsanlagen, in denen mit Nebel, Ventilatoren und Messtechnik simuliert wird, wie sich Luftströme unter verschiedenen baulichen Bedingungen verhalten. Im Bild ist ein Teil des Labors bzw. „Spielplatzes“ zu sehen.
Die technische Detailliertheit, der experimentelle Ansatz und der Praxisbezug hinterließen bei uns einen nachhaltigen Eindruck, vor allem, weil man hier das Ingenieurwesen in einer sehr greifbaren, kreativen und doch hochprofessionellen Form erleben konnte."
4. Besuch im Miniatur Wunderland Hamburg
"Als kulturell-unterhaltsamer Programmpunkt stand der Besuch des weltbekannten Miniatur Wunderlands in der Hamburger Speicherstadt auf dem Plan. Die größte Modelleisenbahnanlage der Welt beeindruckte nicht nur durch ihren Maßstab, sondern vor allem durch die unglaubliche Detailverliebtheit und technische Raffinesse der dargestellten Miniaturwelten.
Besonders faszinierend war der maßstabsgetreue Nachbau internationaler Wahrzeichen, darunter auch die Elbphilharmonie sowie der Vatikan mit Petersplatz. Die Modelle zeigten nicht nur architektonische Highlights, sondern integrierten bewegte Szenen, Licht- und Soundeffekte sowie eine komplexe Steuerung der gesamten Anlage.
Für viele war es spannend zu sehen, wie Technik, Kreativität und Modellbau auf hohem Niveau zusammenkommen, auch mit Bezug zur eigenen ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung. Die Miniaturen gaben uns auf spielerische Weise Einblicke in Systemintegration, Visualisierung, Simulation und die Wirkung gebaute Umwelt im Kleinstmaßstab."
5. Stadionführung im Volksparkstadion (HSV)
"Ein sportlich-kulturelles Highlight der Exkursion war die Führung durch das Volksparkstadion, die Heimspielstätte des Hamburger SV.
Im Rahmen der Führung erhielten wir einen spannenden Blick hinter die Kulissen: Neben der beeindruckenden Haupttribüne besichtigten wir auch die Umkleidekabinen, Spielertunnel, Logenplätze und exklusive VIP-Bereiche, wie etwa die Firmenlogen von Audi oder Mercedes-Benz.
Abseits des sportlichen Bezugs zeigte der Stadionbesuch auf anschauliche Weise, welche technische Infrastruktur und Organisation hinter einem solchen Großbauwerk stehen – von der Dachkonstruktion über die Versorgungstechnik bis zur Eventplanung.
Außerdem haben wir ein gemeinsames Gruppenbild auf dem Platz mit den ganzen Exkursionsteilnehmer machen lassen."
Unser Fazit
"Die Exkursion nach Hamburg war für uns als Masterstudierende im Studiengang Energiesysteme und Energiemanagement eine bereichernde Erfahrung, fachlich wie persönlich. Durch den abwechslungsreichen Mix aus Unternehmensbesuchen, technischen Führungen und kulturellen Programmpunkten konnten wir unser Wissen aus dem Studium praxisnah vertiefen und erweitern.
Neben dem fachlichen Input kam auch das Gruppenerlebnis nicht zu kurz. Die gute Stimmung innerhalb der Gruppe, das abwechslungsreiche Programm und die professionelle Organisation durch Prof. Rohrbach und den Semestersprecher Denis Hasanovic machten die Woche zu einem vollen Erfolg.
Insgesamt hat die Exkursion gezeigt, wie wertvoll es ist, theoretisches Wissen mit realen Einblicken zu verknüpfen und dabei auch als Gruppe gemeinsam zu wachsen. Hamburg hat sich als vielseitiger, spannender Exkursionsort erwiesen, den wir uneingeschränkt weiterempfehlen würden, sowohl aus technischer als auch kultureller Sicht."
Weitere Informationen
Noch bis zum 15. September ist eine direkte Einschreibung bei dem Masterstudiengang Energiesysteme und Energiemanagement möglich!









