Die Exkursion führte kürzlich eine 18-köpfige Gruppe der Fakultät Maschinen und Systeme nach Hamburg und bot spannende Einblicke in hochmoderne Technologiebereiche. Die Studierenden besuchten die automatisierte Gabelstaplerproduktion bei der STILL GmbH, das gigantische Airbus-Werk mit einem Blick auf den „Beluga“-Transporter und gewannen am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) Einblicke in die Spitzenforschung zur Teilchenphysik. Getreu der Tradition unserer Hochschule werden Exkursionsberichte „von Studierenden für Studierende“ geschrieben. Die Autoren dieses Berichts sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reise, die ihre Eindrücke und Erfahrungen aus erster Hand schildern.
Tag 1 - STILL GmbH
Die Exkursion der Fakultät Maschinen und Systeme führte im Sommersemester 2026 eine 18-köpfige Gruppe – wie bereits zur Tradition geworden – nach Hamburg. Startpunkt war um 7:30 Uhr am Stuttgarter Hauptbahnhof. Nachmittags in Hamburg angekommen, ging es auf direktem Wege zur ersten Firmenbesichtigung zum Unternehmen STILL. Dort wurde der gesamte Produktionsablauf der Gabelstapler durchlaufen – vom Zuschnitt und der Formung der benötigten Bleche bis hin zur fertigen Endmontage. Besonders die stark automatisierten Fertigungsbereiche boten einen interessanten und zukunftsorientierten Einblick in den Wandel des Unternehmens. Eine Verdreifachung des Umsatzes bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl war dabei keineswegs selbstverständlich. Spannend war zudem zu beobachten, wie STILL die „Just-in-Sequence“-Strategie sowohl bei der Bestellung von Zukaufteilen als auch in der Produktion der Endprodukte umsetzt. Darüber hinaus werden spezielle Komponenten für Partnerunternehmen gefertigt oder von diesen bezogen, um Ressourcen effizient zu nutzen und höchste Qualität sicherzustellen – da sich jedes Unternehmen auf sein jeweiliges Fachgebiet konzentrieren kann. Den Teilnehmenden wurde insgesamt ein ausführlicher und interaktiver Einblick in das Unternehmen geboten.
Geschrieben von: Patrick Heim und N. Engel
Tag 2- Airbus SE
Am zweiten Tag der Exkursion in Hamburg erfolgte am Morgen die Anreise zum Airbus-Werk per Fähre. Zu Beginn der Besichtigung erhielten wir mithilfe eines kurzen Einführungsfilms einen ersten Überblick über die verschiedenen Flugzeugmodelle, deren technische und strukturelle Besonderheiten im Anschluss durch die Führungsleitung vertieft erläutert wurden.
Daraufhin wurden wir mit einem Bus über das Werksgelände von Airbus gefahren, das als das zweitgrößte seiner Art weltweit gilt. Während dieser Rundfahrt wurden uns nicht nur detaillierte Informationen zu den einzelnen Produktionshallen vermittelt, sondern auch Einblicke in die Arbeitsprozesse sowie in die Organisation und Tätigkeiten der dort beschäftigten Mitarbeitenden gegeben.
Ein besonderes Highlight der Führung stellte die Beobachtung des Transportflugzeugs „Beluga“ dar, das wir während der Busfahrt auf dem Werksgelände beim Be- und Entladevorgang aus der Distanz sehen konnten. Dieses Flugzeug wird ausschließlich intern von Airbus für den Transport von Flugzeugbauteilen zwischen verschiedenen Produktionsstandorten eingesetzt.
Geschrieben von: Marlon Sur und Lars Ackermann
Tag 3 - DESY: Deutsches Elektronen-Synchrotron
Beim Besuch des DESY durften wir spannende Einblicke in eines der bedeutendsten Forschungszentren für Teilchenphysik in Deutschland gewinnen. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte und Aufgaben der Einrichtung ging es direkt auf das Gelände, wo mehrere Teilchenbeschleuniger aus nächster Nähe betrachtet werden konnten. Besonders beeindruckend war ein stillgelegter Kreisbeschleuniger (ähnlich wie beim CERN), dessen gewaltige Dimensionen die technische Komplexität solcher Anlagen greifbar machten.
Wir bekamen auch Einblicke in die aktuelle Forschung: Mithilfe hochfokussierter Röntgenstrahlung werden hier feinste molekulare Strukturen sichtbar gemacht – von biologischen bis hin zu mineralischen Proben. Die Kombination aus hochmoderner Technik und komplexer Wissenschaft machte den Aufenthalt zu einem einzigartigen und eindrucksvollen Programmpunkt der Exkursion.
Geschrieben von: Malte Gerlich
Tag 4 – Ergänzende Programmpunkte und Rahmenprogramm
Während des Aufenthalts in Hamburg hatten die Studierenden neben den fachlichen Programmpunkten auch die Möglichkeit, die Stadt mit ihren zahlreichen Highlights kennenzulernen. Dabei wurden sowohl kulturelle als auch städtische Aspekte erlebbar gemacht, wodurch die Exkursion über die rein fachlichen Inhalte hinaus erweitert wurde.
Ein zusätzlicher Programmpunkt war der Besuch bei Prof. Dr.-Ing. Shahram Sheikhi an der Hochschule in Hamburg. Dort erhielten die Teilnehmenden weiterführende Einblicke in aktuelle Themen aus Lehre und Forschung, die die bisherigen Eindrücke der Exkursion sinnvoll ergänzten und vertieften.
Darüber hinaus fand eine Führung im Blockbräu mit anschließendem gemeinsamem Abendessen statt. Dieser Programmpunkt bot Raum für intensiven Austausch zwischen den Studierenden und trug maßgeblich zur Stärkung des Gruppenzusammenhalts bei.
Insgesamt stellte dieser ergänzende Abschnitt eine wertvolle Erweiterung des Programms dar und rundete den Aufenthalt in Hamburg sowohl fachlich als auch kulturell ab.
Geschrieben von: Despina Siraki








