Ein Plus für die Umwelt

Die Hochschule Esslingen erhält eine finanzielle Förderung für die angewandte Forschung im Bereich Windkraft

Gemeinsam mit den Fachhochschulen Rapperswil und Ostschweiz, Meteotest und den Stadtwerken Tübingen möchte die Hochschule Esslingen in einem Projekt die Ressourceneffizienz von Windkraftanlagen steigern. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit Geldern in Höhe von 125.000 Euro.

Die Suche nach geeigneten Standorten für Windkraftanlagen in Süddeutschland gestaltet sich aufgrund der Beschaffenheit der Erdoberfläche und der Topographie häufig schwierig. Für dieses Problem möchte die Projektgruppe, die dem Windforschungsverbund WindForS angehört, eine Lösung finden. Sie erarbeitet deshalb neue Modelle, um die Windströmung an potenziellen Standorten zu simulieren.

Bisherige Modellierungsansätze weisen Schwächen auf

Modelle, die die Windströmung simulieren, gibt es schon länger. Diese sind jedoch sehr unterschiedlich, zudem fehlen oftmals Kosten-Nutzen-Analysen. Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Hermann Knaus von der Hochschule Esslingen begrüßt daher die finanzielle Zuwendung für das Projekt: „Die von uns entwickelten Methoden helfen den Versorgungsunternehmen dabei, sich für ein Modell zu entscheiden.“

Die Stadtwerke Tübingen betreiben 11 Windparks mit 32 Windenergieanlagen und sind zudem an weiteren 13 Windparks mit 30 Windenergieanlagen beteiligt. „Unsere Windräder befinden sich hauptsächlich im komplexen süd-west-deutschen Gelände. Über unser gesamtes Portfolio hinweg haben wir sowohl im positiven als auch im negativen Sinne deutliche Abweichungen zu den Ertragsprognosen bzw. Simulationsmodellen festgestellt. Diese Datengrundlage und Erkenntnisse möchten wir im Sinne eines ressourceneffizienten Windenergieausbaus in das Forschungsprojekt einbringen,“ so Julian Klett, Projektleiter Erneuerbare Energien.

Ressourcenschonend Energie gewinnen

Die Simulation der Windströmung sorgt nicht nur für eine ressourcenschonende Energiegewinnung durch Windkraft, sondern bewahrt die Natur auch vor weiteren, ungünstig gelegenen Windparks, die das Landschaftsbild stören. Die Auswahl von rentablen Standorten kann die Gesamtzahl der benötigten Anlagen reduzieren. Das schont nach Einschätzung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Landschaftsverbrauch und kommt den Bürgern entgegen.

 

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