Labor Service Technologie (CAST)

Laborleiter Prof. Dr. Norbert Schreier
Stellvertreter N.N.
Laboringenieur  M.Sc. Aljoscha Einspiegel
Laboringenieur B.Sc. Ludwig Seibt

Das Center of Automotive Service Technology (CAST) ist ein Lehr- und Forschungslabor in der Fakultät Fahrzeugtechnik, das neue Dimensionen des Lehrens, Lernens und der Service-Forschung bietet.

Folgende Arbeitsgebiete stehen hierbei im Fokus:

KFZ-Diagnose
•    Diagnose Engineering
•    Messtechnik
•    Diagnose an Hochvoltfahrzeugen und -komponenten
•    Diagnosestrategien
•    Fahrzeugvernetzung
•    Restbussimulation

Service Technik
•    Reparaturverfahren an Multi-Material Karosserien
•    Innovative Reparaturverfahren (z.B. CFK-Instandsetzung)
•    Hauptuntersuchung
•    Fahrwerksvermessung im Service und in der Produktion
•    Werkstattausstattung und Sonderwerkzeuge
•    Servicegerechte Konstruktion
•    Qualitätsaudit
•    Umgang mit Elektrofahrzeugen im Service

Service Prozesse
•    Werkstattinformationssysteme
•    Teilelogistik
•    Abläufe im Servicebetrieb
•    Geschäftsprozessoptimierung
•    Lean Management
•    Dealer-Management-Systeme

Methode: Theorie und Praxis

Im Rahmen des Studiums finden folgende Laborveranstatungen statt:

  • KFZ-Diagnose
  • Service Technik
  • Service Prozesse

Im Labor KFZ-Diagnose liegt der Schwerpunkt in der Diagnose aktueller Fahrzeugmodelle in Verbindung mit praktischer Fehlersuche sowie der Erarbeitung verschiedener Fehlersuchstrategien. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, technische Probleme, die im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme, Wartung, Reparatur und Funktionsweise stehen, zu erkennen und selbständig zu lösen.

Im Labor Service Technik werden die Grundsätze der servicegerechten Konstruktion praxisnah erarbeitet. Zusätzlich dürfen die Studierenden auch beim Anwenden von innovativen Reparaturverfahren selbst Hand anlegen und erfahren die Herausforderungen bei den vielfältigen Mess- und Prüftätigkeiten der verschiedenen Werkstattausstattung wie z.B. bei der Abgasmessung oder bei der Durchführung eines „Service-Disconnects“ bei Hochvoltfahrzeugen.

Im Labor Service Prozesse dürfen die Studierenden eigene Erfahrungen mit einem Dealer Management System sammeln. Außerdem besteht die Möglichkeit die Grundsätze von Geschäftsprozessoptimierungen, Lean Management und Six Sigma zu erfahren.

Die Projekte und Abschlussarbeiten erstrecken sich über das gesamte Gebiet des Services, dem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt. Hier wird beispielsweise an der Servicewerkstatt 4.0 gearbeitet oder die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Serviceinformationen getestet.

Gleichzeitig bietet das CAST auch externen Bildungseinrichtungen, Institutionen und der Industrie diverse Möglichkeiten zur Nutzung an. Allgemeine Veranstaltungen mit Eventcharakter, Seminare, Kongresse, Besprechungen, Fahrzeuguntersuchungen, Car Clinics usw.: ein breitgefächertes Angebot steht zur Verfügung.

Das Gesamtziel heißt: Treffpunkt der innovativen Servicekompetenz.

Übersicht Laborausstattung:

  • Diagnosegeräte der Marken Audi (ODIS), BMW (ISTA), Bosch (ESItronic), Hyundai (G-Scan) und Mercedes-Benz (Xentry)
  • Infrastruktureinrichtungen wie z.B. 4-Säulen-Hebebühne (AQUA-Lift) oder Bremsenprüfstand
  • Werkzeuge und Testgeräte für Inspektion, Wartung und Instandsetzung, z.B. Batterie-Ladegerät, Fahrwerkseinstellungseinrichtung, Scheinwerfereinstellgerät, Abgastester,  Autoglas-Reparatur-Set

Forschung und Lehre in Theorie und Praxis

Im Center of Automotive Service Technology findet Forschung in enger Verzahnung mit der Lehre sowie mit Partnern der Industrie und der öffentlichen Hand statt. Zum einen beschäftigt sich das CAST mit dem Einfluss neuer Technologien, der sich wandelnden Automobilindustrie und neuer gesellschaftlicher Entwicklungen auf den automobilen After Sales. Zum anderen geht es darum, die Möglichkeiten neuer Technologien zu erkennen und Optionen zu finden wie diese in die automobile Wertschöpfungskette passen. Die Schwerpunkte der angewandten Forschungsgebiete liegen in folgenden Bereichen:

  • After Sales für Elektromobilität

Wartung, Diagnose und Reparatur werden sich bei E-Fahrzeugen im Vergleich zu konventionell angetriebenen Fahrzeugen stark verändern. Viele Fragestellungen bezüglich der Wartung und der Reparatur von batterieelektrischen Fahrzeugen und solchen mit Brennstoffzelle sind noch weitgehend ungeklärt oder werden von den verschiedenen Marktteilnehmern höchst unterschiedlich beantwortet.
Detailliertere Informationen zu den Chancen und Risiken, die sich durch die Elektromobilität für das Kraftfahrzeuggewerbe und insbesondere für den After-Sales-Bereich ergeben, finden Sie in der Studie "Entwicklung der Beschäftigung im After Sales - Effekte aus der Elektromobilität". Diese wurde auch durch Nutzung der Ressourcen des CAST erarbeitet.
Innovative Wartungs- und Reparaturkonzepte
Verschiedene Werkstoffkombinationen, Verbundwerkstoffe und Fügetechniken stellen die Service-Betriebe bei der Unfallinstandsetzung von Fahrzeugen vor immer vielfältigere Herausforderungen.

  • KFZ-Diagnose der Zukunft

Neue Technologien bieten bei der Diagnose von Fehlern in Kraftfahrzeugen völlig neue Möglichkeiten und auch Herausforderungen. Die immer weiter individualisierbaren Fahrzeuge und die zunehmende Komplexität der mechatronischen und elektronischen Systeme der Fahrzeuge können konventionelle Diagnosesysteme und –abläufe an ihre Grenzen bringen. Hier bieten Technologien wie Big Data bzw. Data Science und künstliche Intelligenz vielversprechende Möglichkeiten, um die Fahrzeugdiagnose zum Nutzen aller Beteiligten weiterzuentwickeln.

  • Neue Wege in der Mensch-Maschine-Interaktion

Auch die eng verzahnte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine entwickelt einen wachsenden Einfluss auf den Werkstattalltag. Der Moment als digitale Tools Einzug in die Werkstatt hielten, um den Menschen bei Service und Reparatur von Kraftfahrzeugen zu unterstützen, liegt schon einige Zeit zurück. Heute ist eine Werkstatt ohne digitale Tester oder Werkstattinformationssysteme nicht mehr vorstellbar. Die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ist noch vorrangig vom Informationsfluss geprägt. Um diesen zu verbessern, ist es denkbar Augmented Reality oder andere innovative Technologien in den Werkstattprozessen einzusetzen.

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