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Jahresbericht 2010-2011

zentrale einrichtungen 74  «  Jahresbericht 2010 – 2011 Gestaltungsfreiheit in der Einrichtung der Räumlichkeiten. An dieser Stelle danken wir der Hochschule sowie dem VdF (Verein der Freunde der Hochschule EsslingenEsslingen) für die Unter- stützung bei der Beschaffung von Werkzeugen. Den Theorieunterricht konnten die Aktivitas wieder in der Werk- statt besuchen. Die Ausstattung mit Beamer und Tafel ermög- licht effektive Ausbildung. Abb. 1: : Aufbruch zu einem 7-stündigen Rekordflug (Foto: Foto: FTAG Hochschule Esslingen) Projektarbeit Auf dem Sommertreffen der Idaflieg in Aalen setzten wir unseren selbst erstellten Datenlogger ein. Studenten der Technischen In- formatik stellten sich im Sommer 2010 beim Studentenflugtag als begeisterte Anwender von Mikrokontrollern vor. Im Rahmen eines Projektes der Robert-Bosch-GmbH wurde der Aufbau von Datenloggern mit geringem Stromverbrauch für Langzeitmes- sungen zur Umweltbeobachtung in Automobilen voran getrieben. Mit diesem von den Studenten auf den Namen „iLog“ getauften Rechner und dynamischen Sensoren zur Erfassung der relativen Luftfeuchte (Fa. Sensirion) wurden auf dem Sommertreffen Ther- mikflüge gemacht. Die wesentliche Größe ist die Flughöhe. Sie wird aus dem Umgebungsdruck errechnet. Diesen messen wir mit dem BMP085 von Bosch Sensortec, welche die Umrechnung gleich vornimmt und das Ergebnis über den I²C Bus an den µC überträgt. Die von Segelfliegern gesuchte aufsteigende Luftmasse soll cha- rakterisiert und besser verstanden werden. Ausgangspunkt ist die Theorie, dass ein aufsteigendes Luftpaket feuchter und wärmer ist, als die umgebende Luft. Die Dichte der aufstrebenden Luft muss geringer sein, als die der inaktiven oder gar absinkenden Luft. Abb. 2: Luftfeuchtigkeitsverlauf bei einem Flug in thermischem Aufwind Abb. 2: Luftfeuchtigkeit in der Thermik (Foto: FTAG Hochschule Esslingen) Für den dargestellten Flug wurde der Duo-Discus XL genutzt, den Schempp-Hirth freundlicherweise zur Verfügung stellte. In der Flugphase „a“ wurde der Segler von einem Schleppflug- zeugbisaufrund1250müberMeereshöhegeschleppt.InderPha- se „b“ suchten wir einen Aufwind. Das Signal des Feuchtesensors bestätigt den erwarteten Feuchte- sprung beim Einflug in die Thermikzone, dargestellt im Kringel „b-c“. Die Phase „c“ zeigt den Höhengewinn beim Kreisen im aufstei- genden Luftpaket. Dabei sinkt mit zunehmender Höhe die Tem- peratur und die relative Feuchte steigt entsprechend. Bei „c-d“ ist ein Feuchtesprung nach unten gekennzeichnet, der bei nahezu konstanter Höhe das Verlassen des Aufwindfeldes markiert. In Phase „d“ wird die Höhe abgeglitten, es wurde lange Zeit kein Aufwindfeld mehr entdeckt. Mit dem Absinken steigt die gemes- sene Temperatur wieder an und die relative Feuchte sinkt. Ausblick Der feste Einbau der Feuchtesensoren unter Umgehung von Störeffekten steht an. Weitere Einsatzmöglichkeiten des Loggers werden erarbeitet. Die Akzeptanz des Projektes ist groß, da man schnell Erfolge erzielen kann und die eingesetzten Komponenten sehr preisgünstig sind. So können mehr Studierende ihre eigenen Erfahrungen sammeln.