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Jahresbericht 2010-2011

bericht des rektors 4  «  Jahresbericht 2010– 2011 Das hohe Interesse der Unternehmen und Verbände an den Absolventinnen und Absolventen zeigt, dass die Studi- enprogramme am Arbeitsmarkt orientiert und von hohem Niveau sind. Dieses darf allerdings nicht dazu verleiten, keinen Abgleich der augenblicklichen Situation mit dem zu erwartenden gesellschaftlichen und technischen Bedarf der Zukunft mehr vorzunehmen. Vielmehr muss die Hochschule Esslingen auch künftig Vorreiter im Aufgreifen von Zukunfts- themen sein, welche hohe gesellschaftliche oder technische Relevanz erwarten lassen. Zudem wird es erforderlich sein, das Profil der Hochschule Esslingen so zu schärfen, dass diese auch künftig im zuneh- menden Wettbewerb der Hochschulen eine herausragende Stellung einnimmt. Hier ist die Frage zu klären, welche Kern- aufgaben von der Hochschule selbst getragen werden kön- nen oder müssen und an welchen Stellen der Aufbau geeig- neter Kooperationen sinnvoll oder notwendig ist. ausbau der hochschule Die Hochschule Esslingen ist ihrer gesellschaftlichen Ver- pflichtung nachgekommen, in Anbetracht der mittelfristig sehr hohen Zahl an Bewerberinnen und Bewerbern weitere Ausbildungskapazitäten zu schaffen. Dieses erfolgte sehr erfolgreich im Rahmen der ersten und zweiten Tranche des Programms Hochschule 2012 und zwar in den Feldern der Bildung und Erziehung in der Kindheit, der Fahrzeugtechnik, des Maschinenbaus, der Sozialen Arbeit sowie des Wirt- schaftsingenieurwesens. Alle geschaffenen Studienanfän- gerplätze wurden in Bereichen hoher gesellschaftlicher oder technischer Relevanz geschaffen, dem Angebot stand in allen Fällen von Anbeginn ein Vielfaches an Bewerberinnen und Bewerbern gegenüber. Neben dem Ausbau im Bereich der Umwelttechnik werden im Rahmen der dritten Tranche nun weitere Studienanfängerplätze im Bereich des Pflege- managements geschaffen. Hierdurch hat sich die Anzahl der Anfängerplätze dann insgesamt um mehr als 20 % erhöht, die Anzahl der Studierenden wird auf mehr als 6.000 stei- gen, das Kollegium entsprechend wachsen, die Raumsituati- on jedoch zunehmend beengt werden. Neben den für die kommenden Jahre gesicherten Landesmit- teln ist eine entsprechende Kofinanzierung des Programms aus Bundesmitteln (Hochschule 2020) zu erwarten. Hier ist eine Überführung der Projektmittel in die Grundfi- nanzierung der Hochschule(n) zu vollziehen. Organisation und Verwaltung Neben dem Wachstum der Hochschule kommen auf diese durch deutliche Veränderung der Rahmenbedingungen we- sentlich mehr und geänderte Aufgaben und Prozesse zu. Hier ist hervorzuheben, dass diese Mehrarbeit seitens der Hochschulverwaltung bislang ohne entsprechende perso- nelle Stärkung geschultert wurde, was neben dem persön- lichen Engagement der Beteiligten eine ständige Optimie- rung der Prozesse unabdingbar macht. Ein Beispiel hierfür war das während der Wirtschaftskrise vom Land initiierte MINT-Programm zur Schaffung von Ar- beitsplätzen für Absolventinnen und Absolventen, welches seitens der Hochschule Esslingen landesweit in beispiel- hafter Weise aufgegriffen und umgesetzt wurde. Der erfreu- lich schnellen Erholung der Wirtschaft wegen konnte dieses zwischenzeitlich abgeschlossen werden, der Aufwand der Umsetzung war jedoch erheblich. Große Sorgen bereiteten den Hochschulen geänderte ge- setzliche Vorgaben. Insbesondere gilt dieses für die Studien- eignungstests, die Teilnahme am bundesweiten dialogori- entierten Serviceverfahren für die Zulassung der Bewerber, sowie das Deutschlandstipendium. Die Hochschule Esslingen ist mit großem personellen En- gagement mehrerer Kolleginnen und Kollegen an der inhalt- lichen Entwicklung der geforderten zentralen Studieneig- nungstests beteiligt, welche durch gesetzliche Vorgaben für alle zulassungsbeschränkten Studiengänge durchzufüh- ren sind. Nach übereinstimmender Meinung aller HAWs ist festzustellen, dass eine rechtssichere, flächendeckende Umsetzung nicht möglich erscheint. Es war daher eine kon- sequente Entscheidung, die Forderung der verpflichtenden Umsetzung für zunächst zwei Jahre auszusetzen. Die laut Koalitionsvertrag vorgesehene Änderung des zugehörigen Gesetzes lässt erwarten, dass hier eine realisierbare Lösung gefunden und insbesondere der verpflichtende Charakter ge- strichen wird. Nicht zuletzt die durch den doppelten Abiturjahrgang be- sonders hohen Bewerberzahlen mit der daraus resultie- renden Verantwortung der Hochschulen, die aktuell erfolg- reich implementierten und problemfrei laufenden Prozesse des Zulassungsverfahrens sowie die hohen Kosten haben die HAWs des Landes gesamtheitlich dazu veranlasst, sich gegen eine Teilnahme am Dialogorientierten Serviceverfah- ren auszusprechen. Dies gilt insbesondere auch deshalb, da hierin kaum ein Mehrwert gegenüber dem heutigen Stand gesehen werden kann. Hier ist zu hoffen, dass die technisch bedingte Verschiebung des Starts des Verfahrens um ein Jahr für eine Kosten-Nutzen-Analyse genutzt werden wird. Sollte sich die Einschätzung der HAWs bestätigen, so sollte hieraus ein Stopp des Verfahrens abgeleitet werden. Ein weiteres, von außen auf die Hochschulen einströmendes Thema stellt die gesetzliche Verpflichtung der Hochschulen zur Einwerbung von Mitteln für das Deutschlandstipendium dar. Die Einführung eines Stipendiensystems ist bundesweit