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Jahresbericht 2010-2011

bauten, forschung und entwicklung 24  «  Jahresbericht 2010 – 2011 institut für brennstoffzellentechnik (IBZ) Prof. dr.-ing. Thomas rohrbach (03/2010 - 03/2011); Prof. Dr.-Ing. Hugo Gabele (ab 03/2011), leiter ibz Das IBZ wurde im Jahre 2005 gegründet mit der Zielsetzung, fakultätsübergreifend Querschnittsaufgaben zunächst auf dem Gebiet der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnolo- gie zu bearbeiten. Beteiligt sind zurzeit die Fakultäten Grund- lagen, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Versorgungs- und Umwelttechnik, Mechatronik und Elektrotechnik. Das Aufga- benfeld hat sich inzwischen ausgedehnt unter anderem auf Hybrid- und Elektroantriebe für Fahrzeuge, Elektrische Ma- schinen und Leistungselektronik, regenerative Energieerzeu- gung, Thermo- und Energiemanagement sowohl stationär als auch mobil, Simulations- und Systemtechnik auf dem Gebiet nachhaltiger Energie- und Mobilitätsanwendungen. Ergänzt werden diese Arbeiten um Aktivitäten in den einzelnen Fakultäten, die mit zunehmender Bedeutung von Elektromobi- lität und erneuerbaren Energien dort ebenfalls breiteren Raum einnehmen. Diese Art der Matrixorganisation bietet Flexibili- tät, die durch Budget- und Kapazitätsvereinbarungen zwischen IBZ, Fakultäten und Hochschulleitung gesteuert werden kann. Ferner sind die Professoren des IBZ in Personalunion in ihren Fakultäten verankert und zum Teil auch dort Laborleiter, was nach bisheriger Erfahrung sehr zur guten Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten und dem IBZ beigetragen hat. Die Zielsetzung ist, das vorhandene Know-how in den Fakultäten zu bündeln und in enger Zusammenarbeit zu vertiefen und so einen Schwerpunkt zu bilden, der wesentlich dazu beitragen kann, die in den nächsten zwei bis drei Dekaden anstehenden Umorientierungen in den Feldern der Energietechnik und des Transportwesens mit der erforderlichen Qualität und Quantität an der Hochschule Esslingen zu betreiben. Es wurde damit ein Institut und eine Organisationsform ge- schaffen, die eine enge Verknüpfung von wissenschaftlicher mit anwendungsorientierter Kompetenz bieten kann, die so- wohl der Ausbildung der Studierenden als auch der Forschung und der Zusammenarbeit mit der Industrie zugute kommt. Ausblick Im August 2009 wurde der „Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung Deutschland“ veröf- fentlich. Er ist Teil des übergeordneten Integrierten Energie- und Klimaprogrammes der Bundesregierung, in dem Elek- tromobilität in Verbindung mit der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen als Thema von hoher strategischer Be- deutung hervorgehoben wird. Die Nutzung der Potentiale der Elektromobilität ist mit zahlreichen Herausforderungen ver- bunden, die ein branchenübergreifendes Handeln und neue Formen der Zusammenarbeit erfordern, die sich nicht nur auf einzelne Komponenten oder Teilbereiche beschränkt sondern die gesamte Wertschöpfungskette mit einbezieht. Die Elektromobilität bedeutet für den Energie- und Verkehrs- bereich einen Paradigmenwechsel, für den die offenen Fragen und Herausforderungen in einem kontinuierlichen Entwick- lungsprozeß anzugehen und zu lösen sind. Dabei sind Bat- terie- und Brennstoffzellentechnologien als sich ergänzende, komplementäre Pfade zu sehen, die es beide weiter zu entwi- ckeln gilt. In diesem Sinne hat sich der an der Hochschule Esslingen mit dem IBZ verfolgte Ansatz des fakultätsübergreifenden Arbeiten auf diesem Gebiet als zielführend erwiesen und er hat dazu geführt, daß sich das IBZ mit durchaus begrenzten Ressour- cen innerhalb der sechs Jahre seit der Gründung in der Regi- on als feste Größe auf dem Gebiet der Elektromobilität, der Brennstoffzellenforschung und der Arbeiten auf dem Gebiet nachhaltiger Energiesysteme etablieren konnte. Es ist Mitglied der Brennstoffzellen- und Batteriealllianz Baden-Württembergs und Partner der Elektromobilitätsregion Stuttgart und Baden- Württemberg. Besondere Bedeutung kommt dem IBZ in der Ausbildung der Studenten in fünf Fakultäten der Hochschule Esslingen zu. Diese werden mit innovativen Zukunftstechnologien und zu- gehörigen Grundlagen auf den Gebieten der Elektrochemie, der Leistungselektronik, der Erzeugung und Speicherung re- generativer Energien und deren Weiterverarbeitung geschult und in anwendungsbezogenen Projekten auf ihre zukünftigen Ingenieursaufgaben auf diesen Gebieten vorbereitet. Darüber hinaus entwickelt sich die Technologietransfer Funktion des IBZ zunehmend zu einer wichtigen Aufgabe, insbesondere im für Baden- Württemberg so wichtigen Umfeld der kleinen und mittelständigen Unternehmen. Diese müssen sich im Zeichen der „Energiewende“ ebenfalls neu orientieren. Zum dazu er- forderlichen Know-how-Aufbau kann das IBZ wesentliche Beiträge leisten durch die Unterstützung in Projekten, F&E- Aufgaben, Spin-off Unternehmen aus dem IBZ heraus – wie im Falle Hyliontec geschehen – und durch gezielte Beratung. Der im Programm der Bundesregierung angesprochene Pa- radigmenwechsel kann gravierend sein, vergleichbar mit dem Umbruch in der Informations- und Kommunikationsindustrie in den vergangenen 50 Jahren. Die mit dem Mikroprozessor verbundene Dezentralisierung der IT-Strukturen wird für die nächsten 50 Jahre in ähnlicher Weise für die Energiestruk- turen prognostiziert. Diesem Umbruch gilt es in Ausbildung und Forschung recht- zeitig Rechnung zu tragen. Die Arbeiten im IBZ sollen dazu beitragen, dass dieses an der Hochschule Esslingen erfolg- reich gelingt. Weitere Projekte und Publikationen, siehe Anlage, Seite 120.