Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Jahresbericht 2010-2011

studium und lehre 8  «  Jahresbericht 2010 – 2011 studentischen Abteilung in gewohnt hoher Qualität kontinuier- lich fortgesetzt werden. Das im Herbst 2009 geschaffene Angebot einer zentralen Stu- dienberatung durch eine aus Studiengebühren finanzierte So- zialarbeiterin wurde auch im vergangenen Jahr hervorragend von den Studierenden angenommen. Neben der Beratung in problematischen Studien- und/oder Lebenssituationen wurden zusammen mit dem Didaktikzentrum zahlreiche Kompetenz- kurse angeboten, in denen Studierenden Themen wie Lern- und Arbeitstechniken oder Zeitmanagement vermittelt wurden. FLEXIBLES STUDIUM Ende 2010 wurden im Senat durch Änderungen der Studien- und Prüfungsordnung die administrativen Voraussetzungen für die Umsetzung des bereits im Vorjahr entwickelten Modells eines flexiblen Studiums in der Fakultät Informationstechnik geschaf- fen. Grundgedanke des vom Ministerium für Wissenschaft, For- schung und Kunst Baden-Württemberg finanzierten Projektes ist es, Studierende, die aufgrund ihrer Lebenssituation oder ihrer Bildungsbiographie in der ersten Phase des Studiums massive Schwierigkeiten haben, vor dem Studienabbruch zu bewahren. Auf Antrag und nach einer eingehenden Beratung können diese Studierenden das zweite und eventuell auch das dritte Semester in jeweils zwei Teilsemester aufteilen. Dadurch gewinnen die Studierenden Zeit, um beispielsweise vorhandene Lücken in ih- rem Vorwissen zu schließen. Im Gegenzug verpflichten sich die Studierenden, an geeigneten Fördermaßnahmen teilzunehmen und ihre Lernfortschritte zu dokumentieren. Begleitet werden sie von einem Sozialpädagogen mit beruflichem Hintergrund in der IT-Branche, der im Rahmen des Projektes eingestellt werden konnte. Die ersten Studierenden nehmen seit dem Sommerse- mester 2011 an dem Projekt teil. HOCHSCHULPOLITISCHE THEMEN Ab dem Wintersemester 2011/12 sollte für alle zulassungsbe- schränkten Studiengänge in Baden-Württemberg das Ergebnis eines Studierfähigkeitstests oder eines Auswahlgesprächs als zusätzliches Kriterium in die Zulassungsentscheidung einflie- ßen. Die Hochschule Esslingen hat sich in den letzten Jahren ak- tiv an der Entwicklung eines landesweiten Studierfähigkeitstests beteiligt, dessen Aussagekraft in Bezug auf einen möglichen Studienerfolg allerdings noch empirisch bestätigt werden muss. Die verpflichtende Einführung der Studierfähigkeitstests wurde inzwischen fallen gelassen. Gleichzeitig wurden die Hochschu- len verpflichtet, die Studierfähigkeitstests weiter zu entwickeln. Aktuell wird untersucht, wie man die ursprünglich als Selek- tionsinstrument entwickelten Tests zu einem diagnostischen Instrument weiterentwickeln kann, auf dessen Grundlage Stu- dienanfängerinnen und -anfänger in der Studieneingangsphase optimal gefördert werden können. Ende 2010 wurden die Hochschulen aufgefordert, sich dem „Di- alogorientierten Serviceverfahren“ der Stiftung für Hochschul- zulassung (früher: ZVS) anzuschließen. Dieses Verfahren sollte erstmals zum Sommersemester 2011 eine effizientere Vergabe der Plätze in örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen ermöglichen. Die baden-württembergischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind sich allerdings einig, dass das zentralisierte Zulassungsverfahren in seiner aktuell vorgeschla- genen Form keine wesentlichen Vorteile gegenüber den bishe- rigen lokalen Zulassungsverfahren bietet. Sollte die Teilnahme am dialogorientierten Serviceverfahren tatsächlich zum Winter- semester 2012/13 für alle Hochschulen verpflichtend werden, würde das nach heutigem Kenntnisstand zu erheblichen Mehr- kosten führen, denen aber kein substanzieller Vorteil für die Stu- dienbewerberinnen und -bewerber gegenübersteht. ENTWICKLUNG DER STUDIERENDENZAHLEN Die Zahl der Studierenden hat im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr durch die im Rahmen des Hochschulausbaupro- gramms 2012 neu eingerichteten Studienanfängerplätze erneut leicht zugenommen. Die Zahl der Bewerbungen für das Winter- semester 2010/11 lag nur knapp über der des Vorjahres. Die An- nahmequote der Zulassungen ging leicht zurück. Im Sommer- semester 2011 lag die Zahl der Bewerbungen allerdings um fast 18% höher als im Vorjahr. Die Annahmequote der Zulassungen war mit 47% bemerkenswert hoch. In fast allen Studiengängen wurden mehr Studienanfänger/innen zugelassen als Anfänger- plätze vorhanden waren. Im Durchschnitt lag die Überlast bei 8%. (siehe Anlage Seite 89, Tabelle 1)