Martin Klöpfer

Fakultät Fahrzeugtechnik

Berufen zum Wintersemester 2010/2011

Welche beruflichen Stationen hatten Sie bisher?
Der Schwerpunkt meines Studiums des Allgemeinen Maschinenbaus an der Uni Stuttgart waren Konstruktionstechnik (Getriebetechnik) und Kraftfahrzeuge. Während des Studiums arbeitete ich am Institut als Hilfswissenschaftler an Aufgabenstellungen für die Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA), welche dann auch meine industrienahe Forschungsarbeit zum Thema der "Abdichtung von dynamisch beanspruchten Dichtverbindungen an Getrieben" als sog. Drittmittelprojekt unterstützte. Meine ersten industriellen Konstruktionserfahrungen sammelte ich dann bei der Fa. Kärcher in Winnenden, bei welcher ich mehr als 6 Jahre als Konstruktionsleiter tätig war. Dann erfolgte ein Wechsel in die Welt des Automotive Businesses zur Fa. MAHLE in Stuttgart. Dort lagen meine Schwerpunkte in der Führung und Steuerung der weltweiten Entwicklungsaktivitäten innerhalb eines Geschäftsbereiches mit den Schwerpunkten Innovationsmanagement, Vorentwicklung, Kundenbetreung und Prozessoptimierungen. Meine letzte Station führte mich zu fischer automotive systems und damit weg vom Pkw- Antrieb und hin zu kinematischen Komponenten und Systemen für den Fahrzeuginnenraum. Als Besonderheit kann dort die Umsetzung und Weiterentwickliung der Entwicklungs- und vor allem der Produktionsprozesse nach dem "Toyota - Prinzip" hervorgehoben werden.

Wie würden Sie Ihr Fachgebiet einem Laien erklären?
Die Konstruktion von mechanischen und mechatronischen Komponenten und Systemen ist eine der Kerntätigkeiten innerhalb eines Unternehmens. Die Aufgabe ist vielfältig, abwechslungsreich und sehr verantwortungsvoll. Der "schöpferische Aspekt" steht beim Entwickeln von neuen Ideen und Produkten stark im Vordergrund. Konstrukteure können sich durch Ihre Kreativität auszeichnen und sind stets Dreh- und Angelpunkt vieler Prozesse in einem Unternehmen.

Welche Erwartungen haben Sie an die Studierenden?
Leider hat das "Image" des Berufsbilds des Konstrukteurs bei den Studierenden in den letzten Jahren seit der Einführung neuer Studiengänge etwas gelitten. Dabei wird allerdings unterschätzt, dass jede, auch noch so moderne Technologie, vor der Realisierung entwickelt und konstruiert werden muss und damit steigt auch der Bedarf an Entwicklern und Konstrukteuren stetig. Trotz des hohen Anteils der schöpferischen und kreativen Anteile beim Konstruieren, benötigen Studierende umfassenden Kenntnisse aus den klassischen Grundlagenfächern. Ein gutes räumliches Vorsstellungsvermögen erleichtert die Arbeit am CAD und nicht zuletzt sollte auch ein gutes "Gespür" für die Verwendung von Werkstoffen und Formen vorhanden sein.

Warum wollten Sie an die Hochschule Esslingen berufen werden?
Neben der klassischen Vorlesung sollte unbedingt genügend Freiraum für das Üben und Anwenden geschaffen werden. Hier können durch freie Projektarbeiten besondere Anreize geschaffen werden. Lernplattformen wie Moodle erleichtern dabei den Austausch mit den Studierenden. Neben der Weitergabe von Konstruktionserfahrung ist es mir auch ein Anliegen, die besondere Vielfalt der Arbeit eines Konstrukteurs herauszustellen und auch die für diesen Beruf notwendige "Schnittstellenkompetenz" der Studierenden weiter zu entwickeln.

Welche Hobbies haben Sie?
Leiter eines Posaunenchores und Ausdauersport.

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