„Das Gebiet Mensch-Computer-Interaktion umfasst die Analyse, Gestaltung und Bewertung menschen- und aufgabengerechter Computeranwendungen. Alle Personen die Software definieren, gestalten und erstellen sollen ein Mindestverständnis für die Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit (Usability) von interaktiven Systemen besitzen“ (aus dem Curriculum SW-Ergonomie, s. Aktuelles).

Die Ausbildung zur Software-Ergonomie ist in den verschiedenen Hochschulen derzeit sehr unterschiedlich organisiert. Teilweise gibt es eigenständige Lehrveranstaltungen, manchmal ist die Software-Ergonomie integriert in Lehrveranstaltungen wie z.B. Interaktive Systeme oder Software-Engineering. In Medien-Informatik-Studiengängen können sich die einzelnen Themen auch auf mehrere Veranstaltungen verteilen.

In diesem Workshop wollen wir die gelebte Ausbildung zur Software-Ergonomie reflektieren und Möglichkeiten bzw. Hemmnisse für eine weitere Etablierung der Lehre zur Software-Ergonomie ausloten.

M&C Workshop 4.1 Ausbildung in Software-Ergonomie


Montag 3.9. 14:00 Uhr - 17:30 Uhr
Weimar, Marienstr. 7

Moderation: A. Beck, HS Esslingen und F. Strauss, sd&m München

14:00 Uhr - 15:30 Uhr
15:30 - 16:00 Pause
16:00 - 17:30 Uhr

FG-WKS-MC2007-Programm.pdf - 28.2 KB

Berufsausbildung

Die berufsbegleitende Ausbildung „Usability Consultant“: Erfahrungen und Evaluation des ersten Ausbildungsgangs
Jens Hüttner & Knut Polkehn, artop - Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin

Im Beitrag werden Ausbildungskonzept, Erfahrungen mit dem ersten Ausbildungsgang sowie Evaluationsergebnisse vorgestellt und hinsichtlich einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der folgenden Ausbildungsgänge diskutiert. Unsere Erfahrungen sind auch für andere Ausbildungsinstitutionen interessant und hilfreich.

artop_Ausbildung_Usability_Consultant.pdf - 19.8 KB


artop_Ausbildung_Usability_Consultant-Folien.pdf - 375.0 KB

 

Fortbildung im Usability Engineering bei der Deutschen Informatik-Akademie – ein Überblick

Thomas Geis, ProContext GmbH / Deutsche Informatik-Akademie
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Inhalte der Seminare und die Erfahrungen mit den Teilnehmern über nunmehr 10 Jahre kontinuierliche Fortbildung von Berufspraktikern, die faktisch Usability-Engineering-Aktivitäten in der Produktentwicklung ausführen.

Usability--Engineering-bei-der-Deutschen-Informatik-Akademie.pdf - 215.9 KB

Usability Academy

Kerstin Röse, Universität Kaiserslautern

Studium

Master of Advanced Studies in Human Computer Interaction Design (Basel & Rapperswil)
Lothar Müller, Institut für Software, Hochschule für Technik Rapperswil, Schweiz

Lautet das Ausbildungsziel einer Software-Ergonomie-Ausbildung "Befähigung zu benutzungsgerechter Gestaltung von interaktiven Systemen", so lässt sich dieses nicht im Rahmen anderer Studiengänge erreichen, sondern benötigt ein eigenständiges Studium. Ideal ist die Form eines berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums, welches auf einem Erststudium und auf Berufserfahrung aufsetzt. Als Beispiel eines solchen Studiums wird der Master of Advanced Studies in Human Computer Interaction Design aus Basel & Rapperswil (Schweiz) vorgestellt.

Positionspapier_MuC-Mueller.pdf - 41.2 KB


Folien_MuC-Mueller.pdf - 42.5 KB

 

Mensch-Maschine-Interaktion im Master-Studiengang Informatik an der FH Trier

 

Rolf Linn, FH Trier

Der Pflichtmodul im Master-Studiengang Informatik Mensch-Maschine-Interaktion hat einen Umfang von 4 SWS bzw. 5 ECTS-Punkten. Schwerpunkt ist ein gemeinsam durchgeführtes Projekt, das durch einen einführenden und begleitenden Vorlesungsteil vorbereitet und ergänzt wird. Die letzten beiden Projektthemen waren: "Untersuchung der Gebrauchstauglichkeit des Umfragesystems des Fachbereiches Informatik zur Lehrveranstaltungsevaluation" und "Untersuchung der Gebrauchstauglichkeit eines Navigationssystems für Automobile". Der Modul wird schriftlich geprüft, hierbei liegt der Schwerpunkt weniger auf dem Abfragen von Wissen sondern mehr auf dem Nachweis erworbener Fähigkeiten.

Ausbildung-in-SW-Ergonomie-Handzettel-Linn.pdf - 206.0 KB

Anwendungsorentierte Ergonomie/Usability-Seminare für FH-Informatik-Bachelor und Master, Gabriele Schade, FH Erfurt

Anhand eines Seminars im Bachelor und eines im Master in der Angewandten Informatik der FH Erfurt wird dargestellt, wie anwendungsorientierte Usability-Kenntnisse und Fähigkeiten von den Studierenden erworben werden können. Die Inhalte der Seminare werden erläutert, Ergebnisse präsentiert, die Zusammenarbeit mit Praxisvertretern aufgezeigt und Anforderungen und Resultate bezüglich anwendungsorientierter Forschung mit Studierenden vorgestellt. Dabei wird auch ein Bezug zur BA/MA-Ausbildung gezogen, Erfahrungen mit Credit Points und Aufgabenbewältigung und erste Evaluationsergebnisse vorgestellt.

Positionierung der Ausbildung in der Software-Ergonomie im Studium

Markus Dahm, Fachhochschule Düsseldorf

Diversifikation des Lehrangebots im Fach MCI - Vorschlag für eine gemeinsame
Bezeichnung
Um dem Lehrangebot und den damit verbundenen Anliegen nach außen hin mehr Wiedererkennung, Bekanntheit und damit Gewicht zu verleihen, sollte überlegt werden, eine einheitliche Bezeichnung des Fachs anzustreben. Diese könnten bei der Überarbeitung der jeweiligen Prüfungsordnungen übernommen werden. Als gemeinsame Bezeichnung wird, der Bezeichnung des GI-Fachbereichs, bzw. einer Fachgruppe entsprechend „Mensch-Computer-Interaktion“ oder „Software-Ergonomie“ vorgeschlagen.

Zeitliche Positionierung des Lehrangebots im Fach MCI
Es wird vorgeschlagen, die zeitliche Positionierung von MCI-Veranstaltungen im Studiengang zu diskutieren (Anfangssemester oder fortgeschrittene Semester). Entsprechend der Diskussionsergebnisse könnten kommentierte Empfehlungen für die zeitliche Positionierung gegeben werden. Diese Hinweise können als Ergänzung des Curriculums gesehen werden, die für die Neu- oder Umgestaltung von Studiengängen hilfreich sein können.

Workshop-Ausbildung-SW-Ergonomie-Dahm.pdf - 25.5 KB

 

Bachelor- und Masterausbildung an der Universität Lübeck

Michael Herczeg, Universität Lübeck

Mensch-Computer-Interaktion / Software-Ergonomie in der Akkreditierung

Andreas M. Heinecke, FH Gelsenkirchen

Heinecke-Folien.pdf - 87.0 KB

Usability-Ausbildung an der Fakultät Informationstechnik der Hochschule Esslingen Astrid Beck, Hochschule Esslingen

Usability-Ausbildung an der Fakultät Informationstechnik der Hochschule Esslingen
Astrid Beck, Hochschule Esslingen

Studierende des Bachelor-Studiengangs Softwaretechnik und Medieninformatik der Hochschule Esslingen besuchen die Pflichtfächer Entwurf und Programmierung grafischer Benutzungsoberflächen sowie Gestaltung interaktiver Systeme.

Themen für die Vertiefung der SW-Ergonomie-Ausbildung

 

Vorlesung Barrierefreiheit an der BA Stuttgart

Gottfried Zimmermann

Als Teil der Vorlesung "Advanced Software Engineering" wird an der BA Stuttgart ein Modul "Barrierefreiheit" mit 6 Stunden gelehrt. Die Studenten sollen Barrierefreiheit als wichtigen Teil von Usability verstehen lernen, und die besonderen Anforderungen von älteren Benutzern und Benutzern mit Behinderungen nachvollziehen. Eine umfassende Behandlung des Themas ist in 6 Stunden nicht möglich. Als praktische Übung werden die bestehenden W3C-Richtlinien auf eine Webseite angewandt.

 

Interkulturelles User Interface Design

 

Rüdiger Heimgärtner, Siemens AG, Regensburg

Die zunehmende Globalisierung erfordert eine neue Sichtweise auf das User Interface Design. Aufgrund der interkulturellen Überschneidungssituation von Produktdefinition und Produktnutzung und um die Erwartungen des Benutzers erfüllen zu können, müssen dessen kulturellen Präferenzen bei der Produktentwicklung berücksichtigt werden. Dazu muss das Produkt internationalisiert und lokalisiert werden. Dieser Prozess bezieht sich sowohl auf die Funktionalität des Gerätes als auch auf das User Interface Design. Der Einsatz von Methoden des interkulturellen Usability Engineerings sichert dabei die Gebrauchsfähigkeit der Produkte. Daher sollte interkulturelles User Interface Design mit in den Rahmen der Lehrpläne für HMI Design aufgenommen werden.

InternationalisierungHeimgaertner.pdf - 37.9 KB