Themenschwerpunkte

Die Idee nachhaltiger Entwicklungen ist im Laufe der letzten Dekade von der Industrie als wettbewerbsrelevantes Thema erkannt worden, dem eine Schlüsselrolle im Hinblick auf die Absicherung und Stärkung der zukünftigen Geschäftsentwicklung zukommt. Es wird zunehmend in Forschung und Entwicklung von neuen Technologien investiert, die tendenziell zu weitgehenden Umbrüchen bestehender Systeme führen könnten. Im Energiesektor spricht man z.B. bereits von der "Energiewende" von fossilen Energiesystemen hin zu regenerativen auf Basis von Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. Ähnliche "Wende"- Situationen zeichnen sich auch in anderen Industriezweigen ab, z.B. in der Automobilindustrie. Dort hat mit der Hybridisierung die elektrische Antriebstechnik Eingang in das Automobil gefunden. Hybridfahrzeuge werden als Brückentechnologie gesehen auf dem Wege hin zu rein elektrischen Antrieben auf Basis von Batterien und Brennstoffzellen. Diese arbeiten  emissionsfrei und hocheffizient mit doppeltem bis vierfachen Wirkungsgrad verglichen mit dem heutigen Verbrennungsmotoren und sind beim Einsatz von regenerativ erzeugten Kraftstoffen auch CO2-frei bzw CO2-neutral. 

Damit stellen sich auch neue Anforderungen für Hochschulen und Universitäten in Ausbildung und Forschung. Diesem hat die Hochschule Esslingen unter anderem Rechnung getragen mit der Gründung des Institutes für "Nachhaltige Energietechnik und Mobilität (INEM)" im April 2012. Im INEM werden im weitesten Sinne Querschnittsaufgaben im Bereich nachhaltiger Mobilitäts- und Energiesysteme bearbeitet mit dem Ziel, das vorhandene Know-how aller Fakultäten zu bündeln und zu vertiefen. Die wichtigsten Themenfelder für die Arbeit des INEM sind nachhaltige Energiequellen, Energieträger, Energiewandler und Speichermedien sowie daraus abgeleitete Konzepte für mobile und stationäre Anwendungen.