FAQs - Fragen zum Thema Informationstechnik

Fragen

1. Warum wird im Rahmen des neuen Struktur- und Entwicklungsplans über Veränderungen in der Fakultät Informationstechnik nachgedacht? zur Antwort

2. In der IT-Branche werden händeringend Fachkräfte gesucht und hervorragend bezahlt. Warum kann unsere Fakultät IT so wenige Bewerbungen verzeichnen? zur Antwort

Antworten

1. Warum wird im Rahmen des neuen Struktur- und Entwicklungsplans über Veränderungen in der Fakultät Informationstechnik nachgedacht?

Seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass die Zahl der Bewerbungen für die Studiengänge der Fakultät Informationstechnik im Verhältnis zur Zahl der angebotenen Studiengänge deutlich hinter den Bewerberquoten anderer Ingenieurfakultäten unserer Hochschule zurückbleibt. Das führt dazu, dass sich die Hochschule nicht die für das Studium geeignetsten Bewerberinnen und Bewerber aussuchen kann. Die Folge ist, dass überdurchschnittlich viele Studienanfänger nach kurzer Zeit feststellen, dass das Studium der Informationstechnik doch nicht das Richtige für sie ist, oder dass sie das Studium abbrechen müssen, weil sie den Anforderungen nicht gewachsen sind. Deshalb soll im Rahmen des neuen Struktur- und Entwicklungsplans darüber nachgedacht werden, wie man die Attraktivität der IT-Studiengänge erhöhen kann. Dabei ist es wichtig, auch die thematisch benachbarten Fakultäten und/oder Studiengänge, wie Mechatronik oder Wirtschaftsinformatik im Auge zu behalten, um sich nicht unnötig Konkurrenz im eigenen Haus zu machen.

2. In der IT-Branche werden händeringend Fachkräfte gesucht und hervorragend bezahlt. Warum kann unsere Fakultät IT so wenige Bewerbungen verzeichnen?

Die niedrigen Bewerberzahlen in der Informationstechnik sind kein Problem, das nur die Hochschule Esslingen hat. Der Fachbereichstag Elektrotechnik und Informationstechnik (FBTEI) beklagt seit Jahren einen bundesweiten Mangel an Bewerberinnen und Bewerbern für die Studiengänge Elektrotechnik, Informationstechnik und Informatik. Gleichzeitig wurden in den vergangenen zehn Jahren an vielen Hochschulen des Landes informationstechnische Studiengänge auf- und ausgebaut, so dass sich die vorhandenen Bewerberinnen und Bewerber auf eine größere Zahl von Studienplätzen verteilen. Speziell im Fall der Kommunikationstechnik kommt dazu noch der Abbau von Arbeitsplätzen in der Telekommunikationsindustrie im Mittleren Neckarraum durch die Verkleinerung und/oder Verlagerung von Unternehmen oder Unternehmensteilen wie SEL, ANT, Hirschmann oder Siemens. In den allgemeinbildenden Schulen wurde gleichzeitig die Informatik-Ausbildung im Vergleich zur Situation vor zwanzig Jahren signifikant reduziert. Bei weitem nicht alle Gymnasien bieten Informatik als Lehrfach in der Oberstufe an. Im Rahmen des neuen Struktur- und Entwicklungsplans muss daher diskutiert werden, wie an die Interessen und Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern angeknüpft werden kann, um ihnen die Chancen deutlich zu machen, die ein Studium der Informationstechik oder der Informatik bietet.