PM 32/14 - Einladung zum Festakt 100 Jahre Fakultät Maschinenbau in Esslingen

Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. Mai 2014 ab 17 Uhr im Neckar Forum der Stadt Esslingen statt.

Nach einer Begrüßung durch Rektor Dr. Christian Maercker und Grußworte von Staatssekretär Ingo Rust, Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger sowie Prof. Dr.-Ing. Eberhard Haller, Vorsitzender des Württembergischen Ingenieurvereins, wird GÜNTHER OETTINGER, Kommissar für Energie und Mitglied der Europäische Kommission, den Festvortrag zum Thema „Die Zukunft der Energieversorgung in Europa“ halten. Anschließend gibt  Dr.-Ing. Steffen Greuling, Dekan der Fakultät Maschinenbau, einen Ausblick in die Zukunft. Im Anschluss findet ein Stehempfang statt.

Wir würden uns sehr freuen, Sie als Vertreterin oder Vertreter der Presse willkommen zu heißen. Bitte teilen Sie mir per E-Mail mit, ob Sie an dem Festakt teilnehmen werden. Ein Nachbericht wird selbstverständlich von uns bereit gestellt.

Informationen zur Geschichte der Hochschule Esslingen:

Der Ausgangspunkt der heutigen Fakultät Maschinenbau der Hochschule Esslingen liegt im Jahr 1868, als an der Königlichen Baugewerke-Schule in der Legionskaserne in Stuttgart eine Abteilung für Maschinenbau eingerichtet wurde. In den ersten Jahren war die Zahl der Maschinenbau-Schüler mit 20 bis 50 eher gering. Dies änderte sich rasant um die Wende zum 20. Jahrhundert – im Jahr 1902 wurde eine Spit­zen­zahl von 300 Schülern erreicht. Schon zu dieser Zeit war ein größtmöglicher Praxis­bezug mit Labor-Übungen als Ergänzung des theoretischen Unterrichts ein wesentliches Ziel der Ausbildung. Durch den starken Anstieg der Maschinenbau-Schüler und wegen der begrenzten Flächen für Laboratorien wurde in der Baugewerke-Schule langsam der Platz knapp, so dass eine Verlegung des Standortes der Maschinenbauer diskutiert wurde.

Die Esslinger Paul Dick, Eugen Merkel und Eduard Müller ergriffen die Initiative und schlugen vor, die Maschinenbauschule nach Esslingen zu verlegen. Der Kampf mit der Stadt Stuttgart um den Standort der Schule dauerte von 1909 bis 1913 und ging nur deshalb für Esslingen glücklich aus, weil Stadt und Bürgerschaft sich stark engagierten: Die Stadt stellte  das Baugrundstück zur Verfügung, einen Baukostenzuschuss von 100 000 Goldmark und eine kostenlose Nutzung der Wasserkraft. 235 Esslinger Bürger – vom Fabrikanten über den Handwerksmeister bis zur Witwe – stellten weitere 100 000 Goldmark bereit. Die Neubau-Planungen lagen in Händen des „Organisations­ausschusses“, dem unter anderem auch Robert Bosch angehörte. Ende 1913 wurde der Neubau in der Kanalstraße begonnen, die Fertigstellung erfolgte im Oktober 1914. Wegen des 1. Weltkrieges erfolgte der Startschuss eigentlich erst 1919. Dann aber ging es steil bergauf. Aus dem Maschinenbau entstanden neue Studiengänge wie Elektrotechnik oder Feinwerktechnik. 1938 kam die Umbenennung in „Staatliche Ingenieurschule“, die den 2. Weltkrieg überdauerte und erst 1971 von der „Fachhochschule“ abgelöst wurde. 1996 wurde die Fahrzeugtechnik als eigenständige Fakultät ausgegliedert und die Fakultät Maschinenbau bezog neue Gebäude auf dem Campus an der Kanalstraße. Heute verfügt die Hochschule Esslingen über insgesamt 11 Fakultäten mit 5850 Studierenden an drei Standorten. Angefangen hat es aber in Esslingen fing mit dem Maschinenbau im Jahr 1914 und 84 Schülern.

Von: Cornelia Bethge