2006-2010

Fusionsfeier 2006
Bildquelle: Archiv der Hochschule Esslingen

Hochschule Esslingen

Am 1. Oktober 2006 fusionieren die beiden Esslinger Hochschulen zur neuen Hochschule Esslingen. Der Zusammenlegung gehen viele Verhandlungen sowie ein teilsweise schwieriges Übergangsjahr voraus. In einem Vertrag mit 13 Punkten, der die personellen sowie finanziellen Ressourcen für die Hochschule festlegt, ist eine gute Basis für eine gute und kooperative Zusammenarbeit gelegt.

Im September 2007 wird ein neues Rektorat für den Zeitraum von 6 Jahren gewählt. Neuer Rektor wird Prof. Dr.-Ing. Bernhard Schwarz.

Der Bologna-Prozess hat auch in die Hochschule Esslingen Einzug erhalten: die von vielen Seiten mit Skepsis beachtete Umstellung der Diplomstudiengänge auf Bachelor und Master kann jedoch mit dem ersten Durchlauf als gut eingestuft werden.
Dennoch stellt die Modularisierung für die Lehrenden noch eine Herausforderung dar, der sie sich stellen müssen.

Im Dezember 2007 wird der Struktur- und Entwicklungsplan verabschiedet, der klare Vorgaben und Ziele für die Weiterentwicklung der Hochschule Esslingen enthält.

Zum Wintersemester 2008/09 nimmt die neue geschaffene Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen am Standort Göppingen ihren Betrieb auf. Gleichzeitig beginnt auch der neue Studiengang Internationales Wirtschaftsingenieurwesen.

Die Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, die bis zum 30.9.2006 Teil der selbstständigen Hochschule für Sozialwesen Esslingen ist, erfreut sich mit ihren Studiengängen großer Beliebtheit und ist stark nachgefragt. Das Platzangebot wird vollständig in Anspruch genommen, Prof. Dr. Falk Roscher führt die HfS bis zur Auflösung in 2006.

Im Jahr 2009 feiert die Verbindung "Motor" ihr 125-jähriges Jubiläum. Die Verbindung ist 1884 als Maschinenbauerverein "Motor" in Stuttgart gegründet worden. 1923 wird der seit 1914 in Esslingen ansässige Verein in Verbindung "Motor" umbenannt und steht seither allen Studenten der Hochschule Esslingen offen.  Die Esslinger Verbindungen haben eine lange Tradition - neben der Motor existieren noch die Verbindung Suevia (1902), der Technisch-Wissenschaftliche Bund Kephallenia (1905), die Technische Verbindung Arminia (1911) und die Technische Verbindung Staufia (1914). 1919 folgt als letzte Gründung die „Sportvereinigung an der höheren Maschinenbauschule Esslingen a.N.“, die heutige SV Hohenneuffen.  Mit dem Kandelmarsch, dem Bauschullauf und dem Stallfest haben die Verbindungen Traditionen und Rituale an die Hochschule gebracht, für die sie heute über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind. Auch im alltäglichen Leben der Studierenden wird durch sie viel geboten: Weiterbildungen abseits der Hochschule sowie Vorträge, Parties, Ausflüge und Kontakte zur Unternehmen und nicht zuletzt Wohnheimsplätze sind nicht nur für die Mitglieder eine Bereicherung des Alltags. Über Jahrzehnte hindurch begleiteten sie die Hochschule durch die unterschiedlichsten Zeiten und prägten auf ihre Weise das studentische Leben am Standort Esslingen.

2010-2014

Hochschule Esslingen

Im Jahr 2010, also vier Jahre nach der Fusion der Hochschulen für Technik und Soziales lässt sich feststellen, dass sich die Hochschule Esslingen mit ihrem ingenieur,- sozial- und wirtschaftswissenschaftlichem Profil als Marke etabliert und intern zu einer gemeinsamen Identität gefunden hat.

Im Jahr 2012 wird der Struktur- und Entwicklungsplan 2013-2018 verabschiedet. Im selben Jahr werden wichtige Institutionen wie das Fraunhofer-Anwendungszentrum KEIM, das Institut für Weiterbildung wie auch die Hochschulföderation SüdWest gegründet. As erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg wird die Hochschule Esslingen nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS validiert.

Auch die Nachfrage an Studienplätzen an der Hochschule Esslingen ist weiterhin hoch. Heute sind rund 6.000 Studierende  in 11 Fakultäten in 25 Bachelor- und 11 Masterstudiengängen eingeschrieben. Die enge Vernetzung der Hochschule mit der Wirtschaft und Verbänden sorgt für einen hohen Praxisbezug. Den Studierenden stehen an den drei Standorten in Esslingen-Stadtmitte, Flandernstraße und in Göppingen über 50 hochmoderne Labore zur Verfügung. Nachhaltigkeit und Umweltschutz hat an der Hochschule Esslingen einen besonderen Stellenwert. Die Hochschule Esslingen verfügt außerdem über ein exzellentes internationales Netzwerk - sie hat rund 60 Partnerhochschulen.

Im September 2013 findet ein Hochschulleitungswechsel statt. Für den Zeitraum von 6 Jahren wird Prof. Dr. Christian Maercker zum neuen Rektor gewählt.

Die Hochschule Esslingen ist immer im Trend der Zeit – und das schon seit 100 Jahren. Im Jahr 2014 wird am Standort Esslingen das 100-jährige Jubiläum gefeiert.