1977-1985

Fachhochschule für Technik Esslingen

Mit dem Ausbau des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen ist die Entwicklung der Fachhochschule für Technik im Jahr 1977 vorerst abgeschlossen. Sie umfasst nun 9 Studiengänge mit je 200 Studenten. Dazu kommen noch 75 Aufbaustudenten im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen. Bis zu den Jahren 1980/81 entspricht die theoretische Ausbaukapazität von 1875 Studienplätzen auch der tatsächlichen Studierendenanzahl.

Ab 1981 ändert sich die Situation maßgeblich: Die Bewerberzahlen übersteigen in hohem Maße die Aufnahmekapazität. Dies hat zur Folge, dass die FHTE als erste Fachhochschule in Baden-Württemberg gezwungen ist, einen Numerus Clausus einzuführen. In den Folgejahren platzt die Hochschule aus allen Nähten. Da die Bewerberzahlen weiterhin ansteigen, nimmt die Hochschule freiwillig eine Überlast auf sich auf, um regelmäßig mehr Bewerber zuzulassen als es die Kapazität eigentlich hergibt. Aus sozialen und gesellschaftspolitischen Gründen hält sie dies für dringend notwendig.

Internationalisierung an der FHTE ab den 80ern

Bis zu Beginn der achtziger Jahre spielen die internationalen Beziehungen an der Staatlichen Ingenieurschule und späteren Fachhochschule in Esslingen nur eine untergeordnete Rolle und die Vernetzungen ins Ausland können für diesen Zeitraum als „Zusatzaktivitäten“ bezeichnet werden.
Eine Reise, die Rektor Schnabel Ende Oktober 1982 in die USA unternimmt, kann als Wendepunkt in Bezug auf die Auslandsbeziehungen bezeichnet werden. Die Reise hatte der Förderverein der Fachhochschule nicht nur finanziert, sondern auch bei der Planung und Vorbereitung unterstützt und es somit dem Rektor ermöglicht, in Industriefirmen und an Universitäten erste Kontakt-Gespräche zu führen.  Die nun einsetzende, stetige Internationalisierung der FHTE nimmt ihren Lauf.
Mit der Einrichtung des „Büros für Auslandskontakte“ im April 1989, aus dem 1991 das akademische Auslandsamt hervorgeht, dem Aufbau eines Fremdsprachenzentrums und dem bereits zuvor vom Senat eingerichteten Auslandsausschuss werden die Internationalisierungsbestrebungen an der Fachhochschule institutionalisiert.
Im gesamten Zeitraum seit Anfang der neunziger Jahre intensiviert die FHTE ihre Vernetzung nach Südostasien und es entstehen Kooperationen mit Hochschulen in Malaysia, Singapur, Japan und zahlreichen weiteren Ländern.

Der "Urknall"

Am 2. Juli 1984 kommt es auf dem Knäbelareal zu einer schweren Gasexplosion. Es entstehen schwere Schäden und die Gebäude 63 und 65/1 werden weitestgehend zerstört. Durch die Explosion werden die Laboratorien für Werkstoffprüfung, Werkstoff- und Schweißtechnik, Umformtechnik, Elektrowerkstoffe, Regelungstechnik, Kunststoffe, Elektromechanik sowie zwei Seminarräume komplett zerstört. Durch die rasche Hilfe können der FHTE Sachmittel sowie ein neues Notgelände die Laboratorien Umformtechnik und Elektrowerkstoffe zur Verfügung gestellt werden. Die restlichen Labore werden in Notunterkünften untergebracht. Am Aufbau des Notlabors beteiligt sich der Verein der Freunde mit vielen Sach- und Gerätespenden. Dank dieser schnellen Hilfen können die Laborübungen weitgehend in Notlaboratorien durchgeführt werden. Es wird allerdings noch viele Jahre dauern, bis alles wiederaufgebaut ist.


Fachhochschule für Sozialwesen Esslingen

Im Juli 1980 wird die reformierte und der staatlichen Rahmenordnung angepassten Studien- und Prüfungsordnung der FHS genehmigt. Damit wird das Fach Sozialpädagogik zum konstanten Zentralfach, die Wahlschwerpunkte können unabhängig vom Studiengang gewählt werden.

1984
werden der Fachhochschule für Sozialwesen Diensträume, Werkräume, das Audiovisuelle Zentrum und die Bibliothek der aufgelösten Pädagogischen Hochschule zugewiesen.