1918-1933

Studentenklasse aus dem WS 1924/25
Bildquelle: Archiv der Hochschule Esslingen

Staatliche Württembergische Höhere Maschinenbauschule Esslingen

Die Zeit zwischen den Weltkriegen ist geprägt durch den inneren Ausbau der noch sehr dürftig ausgestatteten Schule. Die Zeit wird überschattet von Inflation und Wirtschaftskrise. Direkt nach Kriegsende wird die Schule von einer Flut an Studienbewerbern überrollt - 400 der Bewerber, fast nur Kriegsteilnehmer, erhalten einen Studienplatz. Im Jahr 1919 nehmen sie ihr Studium auf. Um Herr dieser Situation zu werden, müssen alle Lehrsäle ausgebaut  und der Unterricht in Form von Trimestern durchgeführt werden. Im Sommer 1920 sind bereits 580 Studierende an der Maschinenbauschule eingeschrieben. Kurz darauf wird die Schule wieder dem Kultministerium (heute Kultusministerium) angeschlossen.

Im Jahr 1923 bricht in Deutschland die Hyperinflation ein, die eine Spätfolge des 1. Weltkrieges ist - auch die Schule bekommt die Folgen zu spüren. Es stellt sich die Frage, ob längst baufällige Laboratorien und weitere Ausstattung je ausgebaut werden können. Dass die Vorhaben schließlich später doch umgesetzt werden können, ist der zähen Ausdauer vieler Lehrkräfte sowie dem Beirat zu verdanken. In den Folgejahren steht die Schule also ganz im Zeichen des infrastrukturellen Ausbaus.

Im Sommersemester 1927 nimmt die Abteilung für Elektrotechnik ihren Betrieb auf, ein halbes Jahr später öffnet die Abteilung für Feinmechanik und Mengenfertigung ihre Tore. Unter den nunmehr drei bestehenden Abteilungen ist die Abteilung für Maschinenbau mit Abstand die größte.

Von 1919 bis 1932 wächst die Schule auch personell stetig weiter. In der Zwischenzeit ist die Anzahl von anfangs 10 auf 26 planmäßige Dozenten gestiegen. Dazu kommen noch vier zusätzliche Hilfslehrer. Bis zum Jahr 1933 ändert sich nichts an den Schulstatuten. Dies ändert sich nach Hitlers Machtergreifung im Januar 1933 deutlich, insofern, als dass in der Regel Parteimitglieder bevorzugt werden.

Von 1920 bis 1933 wird die Schule jeweils von 400 bis 450 Studierenden besucht.


Soziale Frauenschule des Schwäbischen Frauenvereins

Im Jahr 1923 wird die Soziale Frauenschule als Wohlfahrtsschule für die drei Gebiete Gesundheitsfürsorge, Jugendwohlfartspflege und Wirtschaftliche Fürsorge anerkannt. Hier kann man sich zur 'Wohlfahrtspflegerin' ausbilden lassen.

Im Jahr 1927 wird die Zulassung männlicher "Wohlfahrtsschüler" intern diskutiert und abgelehnt.