Das Kompetenzlaboratorium geht in die nächste Runde

Ein Projekt der Hochschule Esslingen in Kooperation mit dem Kreisjugendring Esslingen e.V. und der Mörikeschule Nürtingen

Die Studierenden mit den beiden internationalen Vorbereitungsklassen

Die Studierenden mit den beiden internationalen Vorbereitungsklassen

Bereits zum fünften Mal wurde von Oktober bis Dezember ein Kompetenzlaboratorium (kurz KomLab) von Studierenden der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege in Kooperation mit dem Kreisjugendring und der Mörikeschule Nürtingen unter der Leitung von Frau Professor Dr. Bettina Müller und Ingrid Fränzel vom Kreisjugendring durchgeführt.

Hierbei handelt es sich um ein Projekt, das auf das Vorläuferprojekt, die vom Kreisjugendring entwickelte Kompetenzwerkstatt in der siebten Klasse, aufbaut und zur Festigung von Stärken und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler dient.

Im Unterschied zu den Vorjahren wurde das Projekt erstmals in zwei internationalen Vorbereitungsklassen durchgeführt, in denen Kinder und Jugendliche im Alter von dreizehn bis achtzehn Jahren auf ihr künftiges Leben in Deutschland sowie auf die Integration in eine Regelklasse vorbereitet werden. Diese Kinder und Jugendlichen haben oftmals ihre Familie, Freunde und ihr bisheriges Leben zurückgelassen, müssen sich nun auf eine andere Kultur und Sprache einstellen sowie neue Freundschaften schließen.

Um dieser Situation zu begegnen, ist es hilfreich, an eigene Stärken anzuknüpfen zu können. So ist es Ziel des Projektes, konsequent den Fokus auf die Ermittlung und Förderung von solchen individuellen Kompetenzen zu richten.

Bei insgesamt zehn Projekttreffen haben sich die Schüler und Schülerinnen mit den eigenen Stärken beschäftigt, diese (neu) entdeckt und in praktischer Tätigkeit gezielt eingesetzt. In Kleingruppen entwickelten sie mit Unterstützung der Studierenden verschiedene Projekte in den Bereichen Sport, Reisen, Kunst und Kreativität sowie Styling.

Die Schülerinnen und Schüler hatten großen Spaß bei der Durchführung und waren immer mit viel Engagement dabei. „You students make me love those Fridays!“ so die Aussage eines Schülers, der sich über eine dauerhafte Umsetzung des KomLabs sehr freuen würde und im Rahmen der Abschlussveranstaltung stolz seine Projektergebnisse präsentierte. Die Gruppe Reisen, die sich mit unterschiedlichen Ländern beschäftigte, gestaltete Plakate, die Informationen über verschiedene Kulturen liefern und weiterhin im Klassenzimmer ausgehängt werden. Kreativität und Bildende Kunst stand bei der Gruppe „Malen und Zeichnen“ im Zentrum, wobei Leinwände und Fotoalben mit unterschiedlichen Techniken gestaltet wurden. Die Gruppe „Styling“ griff die Themen Haare, Nägel und Make-up auf, indem sie mit verschiedenen Schminktechniken und Stylingprodukten experimentierte. Aber auch das Thema Sport stieß bei den Schülerinnen und Schülern auf große Begeisterung, sodass sich insgesamt sechs Kleingruppen mit Fußball, Basketball, Volleyball, Tischtennis, Badminton und Parkour beschäftigten. Zu Letzterem ging die Gruppe in die Turnhalle und drehte ein eigenes Video, das ebenfalls bei der Abschlussveranstaltung vorgeführt wurde.

Abschließend erhielt jeder Schüler und jede Schülerin ein persönliches Zertifikat, das ihnen ihre individuellen im KomLab gezeigten Kompetenzen schwarz auf weiß bescheinigt.

Sowohl die Schüler und Schülerinnen, als auch die Studierenden und Kooperationspartner bewerten das Projekt als gewinnbringend und nachahmenswert. „Es ist schön so viele Schülerinnen und Schüler mal aufblühen zu sehen“, meinte Frau G., eine Lehrerin der Klasse, die sich ebenso wie der Schulleiter Ulrich Storz über eine weitere Kooperation im kommenden Schuljahr freuen würde.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Bildungsstiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, da sie das Projekt mit insgesamt 1000 Euro gefördert und damit einen großen Beitrag zur erfolgreichen Projektdurchführung geleistet hat.