Rauchfrei Pflegen: eine gemeinsame Initiative zur Förderung der Gesundheit von Pflegeberufen

Die gemeinsame Initiative „Rauchfrei Pflegen“ wird über das astra-Programm zur Prävention und Reduktion des Tabakkonsums in der Pflege gestartet. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK Bundesverband), die Dekanekonferenz Pflegewissenschaft und das Partnerprogramm PA-TRES unterstützen diese Initiative. Träger von Gesundheitseinrichtungen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Verbände und Politik werden aufgerufen, die Initiative aktiv mitzugestalten und zu zeichnen. Pflegeschulen, die sich für die Implementierung des astra-Programms entscheiden, können Förderung durch die DAK-Gesundheit erhalten.

Das astra-Projektteam (v.l.n.r.): Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann, Katrin Schulze, Dr. Anneke Bühler, Ines Schweizer, Christa Rustler, Sabine Scheifhacken

Pflegeberufe übernehmen als größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle in der Tabakprävention und Tabakentwöhnung. Dazu gehört auch, dass Voraussetzungen für die Prävention und Reduktion des Tabakkonsums bei Pflegenden selbst geschaffen werden. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung rauchen sie deutlich häufiger; Pflegeschülerinnen und -schüler sogar im Durchschnitt bis zu 50 %. Wieder rauchfrei zu werden oder rauchfrei zu bleiben ist daher für Pflegeschülerinnen und -schüler nicht nur für die eigene Gesundheit gut, sondern auch eine wichtige berufliche Entscheidung.

Für viele Pflegende ist jedoch das Rauchen eine Rückzugsmöglichkeit aus belastenden Situationen und ungünstigen Arbeitsbedingungen. Zu wenig Personal, Leistungsverdichtung und hohe psychische Belastungen begünstigen hier eine hohe soziale Norm bzw. Akzeptanz des Rauchens zum Stressabbau. Die gemeinsame Initiative „Rauchfrei Pflegen“ fordert daher ein breites Engagement, um Veränderungen auf mehreren Ebenen zu bewirken.

Mit dem Programm "astra - Aktive Stressprävention durch Rauchfreiheit in der Pflege" steht Pflegeschulen ein Programm zur Verfügung, das in der Ausbildung beginnt und die Praxis (Kliniken, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen) einbezieht. Ziel ist, gesundheitsbewusstes Verhalten als Teil der theoretischen und praktischen Ausbildung in die Curricula zu integrieren und im Alltag erfahren zu können. 

Mit der DAK-Gesundheit konnte eine Krankenkasse als Partner gefunden werden, die sich schon länger besonders für die Gesundheit in Pflegeberufen engagiert. Sie hat nun bis 2018 die Förderung der Implementierung des astra-Programms an Pflegeschulen übernommen. Anfragen dazu beantwortet das DNRfK-Büro.

Die gemeinsame Initiative „Rauchfrei Pflegen“ fordert Veränderungen, die über die Ausbildung hinausgehen. Sie reichen von gesunder Pausengestaltung bis zur Integration von Tabakprävention in berufliche Curricula der Aus- und Weiterbildung sowie in Pflegestudiengänge. Alle Unterzeichnenden tragen die Initiative aktiv mit und setzen sich so für Gesundheitsförderung für und durch Pflegeberufe ein. Gefragt ist das Engagement von Trägern von Gesundheitseinrichtungen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Verbänden und Politik. Sie werden aufgerufen, die Initiative aktiv mitzugestalten und zu zeichnen.

Das astra-Programm und die gemeinsame Initiative „Rauchfrei Pflegen“ wird im Rahmen des BMG-Modellprojekts zur Prävention und Reduktion des Tabakkonsums bei Auszubildenden in Pflegeberufen in Kooperation mit dem Institut für Therapieforschung IFT München, der Hochschulen Hannover und Esslingen und dem Deutschen Netz Rauchfreier Krankenhäuser & Gesundheitseinrichtungen DNRfK e.V. durchgeführt. Weitere Informationen unter www.astra-programm.de.

Kontakt:

Christa Rustler
DNRfK e.V., Pettenkoferstrasse 16-18, 10247 Berlin

Tel: +49 30 498556-91

E-Mail: rustler(at)rauchfrei-plus.de, info(at)astra-programm.de