CampusWELT: Decolonize it! – globale Perspektiven nachhaltig verankern

Im Rahmen des „campusWELTbewerb“ – Wettbewerb für globale Nachhaltigkeit an baden-württembergischen Hochschulen – ist das von Prof. Dr. Beatrix Waldenhof eingereichte Projekt „CampusWELT: Decolonize it!“ durch die internationale Jury als Preisträger des Jahres 2015 ausgezeichnet worden.


Der campusWELTbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Frau Ministerin Theresia Bauer und wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Der Wettbewerb wird getragen und koordiniert vom „forum für internationale entwicklung + planung“ (finep) in Kooperation mit dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB). Für die Initiierung und Durchführung des Wettbewerbs ist die „Eine-Welt-Fachpromotorin Hochschulen“ (finep/Esslingen) verantwortlich.


Das Ziel der Eine-Welt-Promotorin ist es, eine bessere Vernetzung zu globalpolitischen Fragestellungen zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft zu befördern und die Einbettung von entwicklungspolitischen Themen wie etwa faire Beschaffung, Klimawandel, Ernährungssicherung, Menschenrechte, gerechte Internationalisierung in der baden-württembergischen Hochschullandschaft stärker zu verankern. Zu dieser Stelle ist ein Fachbeirat aus Vertreter/innen aus Politik (Staatministerium, MWK), Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Studierenden eingerichtet worden, der die Promotorin in ihrer Arbeit über die drei Jahre (2013-2016) begleitet und berät. Mitglied dieses landesweiten Beirats ist seit 2013 auch Prof. Dr. Beatrix Waldenhof von der Fakultät SAGP.


Die Mitwirkenden des aktuellen Projekts sind Prof. Dr. Beatrix Waldenhof (Hochschule Esslingen), Dominick Kropp M.A. (Köln), Anja Nitschke B.A. (Berlin), das Entwicklungspädagogische Informationszentrum (EPIZ) Reutlingen sowie die 18 Studierende des Studienprojekts „Doing Global Justice“ im BA Soziale Arbeit/ HS Esslingen, das ab SoSe 2015 zum ersten Mal bilingual im „Schwerpunkt International“ angeboten wird.
Das Ziel des Projektes ist, Themen des Globalen Lernens und aktuelle Diskurse zu Postkolonialismus, Rassismuskritik und entwicklungskritischen Perspektiven nachhaltig an der Hochschule zu verankern und exemplarisch für die Disziplin und Profession der Sozialen Arbeit im Studienprojekt „Doing Global Justice“ (SoSe 2015 und WS 2015/2016) in Teilprojekten mit und für die Praxis umzusetzen.


Die Studierenden können somit die Potentiale einer kritischen Reflexion globaler Ungleichheitsverhältnisse nutzen und konkrete Impulse in ihren Teilprojekten umsetzen (z.B. Bildungsprojekte in der offenen Jugendarbeit /Schulsozialarbeit/ migrationssensiblen Sozialen Arbeit). Als Ergebnis soll somit bis zum 30.11.2015 ein erprobtes Konzept entstehen, das Studierende der Sozialen Arbeit als Multiplikator_innen qualifiziert, selbst Bildungsmaßnahmen im Sinne des Globalen Lernens durchzuführen. Die Konzeption und Durchführung der Multiplikator_innenausbildung entsteht im wechselseitigen Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden, Akteuren der politischen Bildung und Zivilgesellschaft.


Darüber hinaus werden die Erfahrungen und dokumentierten Konzepte im Rahmen des LAK (Landesarbeitskreis Bildung für Eine Welt Baden-Württemberg) Jahrestagung 2015 (13.-14.07.2015/Bad Urach) vorgestellt, die sich in diesem Jahr mit den aktuellen Debatten zu Globalem Lernen und Postkolonialismus sowie der Relevanz dieser Diskurse für das pädagogische Handeln beschäftigen wird.


Weitere Informationen:
campusweltbewerb.org

Von: Prof. Dr. Beatrix Waldenhof